Text: nico haupt aus De:Bug 17

Am Nullpunkt der Musikindustrie: Am Vanishing Point Nico Haupt netzkraut@aachen.heimat.de EINLEITUNG Im Bereich der Musik scheint sich endlich abzuzeichnen, was in Medien und Politik längst Realität ist: Das geistige Überdach eines Kulturguts ist durch eine digitale Dezentralisierung unregelbar geworden. Die Perfektion der eigenen Materialität und Wiedergabe, die Entgrenzung der Zeiträume, der Einklang von Wiedergabe und Berichterstattung ist ihr und uns zum Verhängnis geworden. Musik als schnellstes Kulturgut wird weiter atomisiert und im physikalischen Sinne lichtgeschwind-träge. Rapider wird derzeit nur das menschliche DNA entschlüsselt. Der sogenannte Vanishing Point der Musik stürzt sowohl Konsument wie Produzent und Künstler in grosse Verwirrung. Die Verhältnisse werden völlig neu geordnet, das Jahr 2000 als zusätzliches Regulationsmotiv scheint hier nur ein zusätzlicher Auslöser zu sein. Zum Phänomen an sich Was genau ist der Vanishing Point in der Musik? Hat er eher etwas Bedrohliches in sich oder birgt er gar riesige Chancen, sowohl für den Ersteller wie auch den Abnehmer? Zunächst zum Phänomen an sich: Im Prinzip bedeutet der Vanishing Point nichts anderes, als dass die Herstellung von Musik und ihre Veröffentlichung sich überdimensional schnell angenähert haben, dass man beinahe glaubt, eine Art statischen Zustand erreicht zu haben. Das äußert sich in der verzweifelten Suche nach neuen Musikgenres. Immer seltener gelingt es dabei den Strategen, Begriffe zu kreieren, die auf Anhieb nachvollziehbar sind. Auf den ersten Blick erscheint das nichts neues, doch die Auswirkungen sind unüberschaubarer geworden. Man muss sich also die Komponenten anschauen, die zu diesem Zustand geführt haben – nicht als provokante Analyse, sondern als neutrale Parameter, die konstruktiv weitergedacht werden sollen. Die Verhältnisse haben sich radikal umgedreht. Der Mainstream-Kuchen, der ohnehin nur noch von einer Handvoll Labels vertreten zu werden scheint, muß die Kunden aus seiner steigenden Bevölkerungspyramide mit Altstars locken. Helfen tut hierbei der Elder-Effekt, auf den schon unsere Vorfahren reingefallen sind. Man glaubt, seinen eigenen Generationsabschnitt überschauen zu können, flüchtet sich in Retrogefälligkeiten, verweist dabei auf Reminiszensen seiner Jugend und schon rechtfertigt sich der 80er-Boom, bis er einem über 0190er-Nummern aus den Ohren rausquillt. Dabei sind es bereits schon die Neunziger, die 95er Monate, die 96er Stunden oder die 97erSekunden, auf die zurückgeäugt wird. Das Jahrzehnte-Planen und Denken ist endgültig vorbei. Die Spirale des Rückbezugs nimmt zu und bringt Musikwirtschafter ins Schleudern. Kalkulationen und Recherchen scheinen Kopf an Kopf zu stehen, was die kühne These aufwirft: Klassische Labels sterben aus, der Direct Promoter (vielleicht bald in Gestalt des Music Profile Bot) dem Music Makler, dem SMS-Shooter über Handy oder Anbieter anderer Lifestyle-Endgeräte (garantiert PC-frei) für die Mittelschicht gewinnen an realistischer Grösse. Es scheint nicht mehr länger um Musik an sich zu gehen, sondern nur noch um konkurrierende Distributionsformen. Gestern noch Utopie Schafft sich jedoch die GEMA und deren Partner endlich (vermutlich von alleine) ab, so könnte man beispielsweise mit Hilfe neuartiger Tools völlig neue Chancen schaffen: Gegen eine Kennung könnte man in Zukunft Live-Überarbeitungen von Tracks aus Web-datenbanken durch Net-Js erlauben. Das Remixen nimmt weiter zu und ermöglicht pro Downloading dem Originalmusiker zusätzliche Tantiemen. Einen fairen Ansatz bietet ab diesen Monat das Red Tool von mov.a.bit (www.movabit.de) der Tochterfirma von Liquid Audio (www.liquidaudio.com). Dort ist der Musiker mit einem Copyright geschützt und kann über gestreamten Text wie Bild sofort selbst entscheiden – im Gegensatz zu applet-ärmeren Ansätzen wie z.B. bei o.m.d (www.online-music-library.com) bei denen eher die Werbebranche angesprochen wird. Im Red Tool von mov.a.bit kann man seine Veröffentlichung nach Domainen steuern. Konkurrierende VÖ-Termine in USA und Europa sollten deswegen angeglichen werden. Es bedarf keiner klassischen Musikagentur mehr. Editierprogramme wie auch -kenntnisse sind immer erschwinglicher und leichter verständlich, um seine eigenen Erzeugnisse über Pushmedien, Classic Sites oder vermutlich auch Konkurrenzprogramme zum Red Tool zu verbreiten. Voraussetzung natürlich: Die weitere Liberalisierung des europäischen Telefonmarktes, sprich subventionierte Ortstarife, eine weltweite Angleichung von Wirtschafts- und Steuerreformen oder am besten gleich die Synchronisation von digitalen Währungsarten. Die Lebensdauer von klassischen Marketingkonzepten für Newcomer nimmt zunehmend ab und erreicht höchstens noch diejenigen, die vermeintlich technikfeindlich sind oder es sich einfach nicht leisten können. Die Zweitklassengesellschaft setzt ein. Trotzdem verblüfft es aber alle nicht mehr, wenn Namen von Keller-DJs plötzlich gleichwertig an die Stelle von Markennamen rücken, dennoch mit keiner Garantie auf längere Überlebensdauer. Der Musikmechaniker Der nächste Trend wäre es wohl, den A&R-Beruf abzuschaffen und an seiner Stelle den Musikmakler zu präsentieren. Eine Unterspezies davon ist der Musikbörsianer. David Bowie und der noch nicht singende Leonardo di Caprio haben es vorgemacht. All dies umfasst aber den sogenannten Musikmechaniker. In Wahrheit gibt es keinen Konsumenten, der sich von dieser Attitüde freisprechen kann. Der Musikjournalist, der aktive CD-Brenner, der High Tech Fetischist, der Compilation-Junkie, sogenannte No-Time Eskapadeure, die zu müde sind, herkömmliche Zentren wie Club oder Laden aufzusuchen und sich stattdessen medleyesk noch so abwegig voneinander getrennte Trends zusammenstellen, sei es mit noch so gegensätzlichen Schubladen. Perverse Effekte überbieten sich: Soundtracks, deren Lieder nie im Film zu hören waren, TV-Serien, Talkshows, Medienereignisse, Printerzeugnisse mit dem Hang, Musik einzupflechten. Keiner ist sich schade genug, einen Sampler unsensibel zusammenzustellen. Der Konsument ist aber längst auch mit dem Produzenten zusammengewachsen. Frei nach Warhol und Beuys gibt es niemanden mehr, der sich nicht einmal als DJ versucht hat, mit hoch- oder minderwertigen Musiktools seinen Track heranbastelt oder passiv CDs brennen lässt. Die Musikjuristen Nun aber tritt die sogenante Lobby auf den Plan. Da gibt es immer noch die Verwertungsgesellschaften, die sich als Vertreter der Musiker fühlen, in Wahrheit aber zu träge gegenüber dem Informationszeitalter geworden sind. Hörte man sich die Sprecher der GEMA oder GVL auf der diesjährigen Popkomm an, so glaubte man, ein Band zu hören, daß ähnlich der legendären Sylvesterrede Helmut Kohls falsch eingespult wurde. Nichts hat sich getan, außer halbherzigen Kompromissen mit den Herstellern von Streaming Software. Intelligent dagegen die Statements der CCS (Copyright Clearing System). Im Zeitalter der Interaktivität scheint es in Zukunft eine Sysyphusarbeit zu werden, wenn man den Auschnitt einer Musik, die theoretisch bald per GPS geortet werden könnte, sofort dem Urheber zuordnen will. Hier kann eine riesiger Bürokratieapparat entstehen, zumal ähnlich wie beim Problem des Web-Caches oder Proxy-Servern eine Zwischenlagerung von Musikteilinformationen (für den schnelleren Zweitzugriff) sofort eine Straftat bedeuten würde. Wie soll sich also der Empfänger einer Musikdatei verhalten, wenn er durch die Wasserzeichen der IFPI z.B. sofort geortet würde und blechen muss. Eine kleine Musikweltwirtschaftskrise über Nacht ist da kein Szenario mehr. Firewallideen wie die Ansicht, erst Auschnitte hören zu dürfen, dann downzuloaden gegen Bezahlung, scheinen da auch nur oberflächlich zu Ende gedacht worden zu sein. Solche Technomanen wie die IFPI vermischen in ihren Argumentationen für bessere Kontrolle gerne Piraterie (also das illegale Ablegen von MPEG-Files im Web) und Copyright-Bemühungen über Downloading und Distribution. IFPI Veraltete Denkweise im Zeitalter von copy-left. Dies ist zur Erinnerung die Ideologie, Konsumgüter wie etwa Software nur einmal zu vergüten und danach als Source File völlig freizugeben. Die IFPI glaubt, mit ihrem weiterentwickelten ISRC-Code dagegen anhalten zu können, wird vermutlich aber nur behäbige Musikkonsumenten erreichen. Zudem verstehen sie die Metapher der virtuellen Musikplattform nicht. Wenn ich in einen Plattenladen gehe, werde ich auch nicht dafür bestraft, dass ich über Kopfhörer einem neuen Erzeugnis lausche, und der Besitzer zahlt auch nicht für die Mietfläche, solange seine georderten CDs oder Vinyls dort stehen. Warum aber müssen Provider, Serverbetreiber oder Net-Radiostationen zahlen, wenn sie Werbung für Musik machen wollen (¤16, eigenständige Speicherung), und warum soll man um Gottes Willen Live-DJ-Mixe inklusiver Millionen von Samples bestrafen? Hier wird das Pferd von hinten aufgezäumt; eine klassische Haltung für das einzige Land der Welt mit Ordnungsämtern oder Politikern, die Pentagon-Softwares wie PGP verbieten lassen wollen und Kinderpornos als Alibi nutzen, um eine feste IP für jeden User fordern zu dürfen. >Zum Glück sind aber intelligentere Distributionshersteller und deren Tools an die Stelle von alt gewordenen Ordnungshütern getreten, die verständlicherweise um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Teilweise wird die Technik bei den virtuellen Musikdistributoren in einem viel liberalerem Masse eingesetzt, als viele Skeptiker oder bewusste Antistrategen (?) befürchten, die irgendwo zwischen Vinyl und CD aufgewachsen sind. Dazu gehören z. B. nach wie vor Real Networks (www.real.com) mit ihrem Live-Streaming Ansatz und dem jüngst veröffentlichten, fast drop-out-freien G2-Server, Liquid Audio oder die Tochterfirma mov.a.bit, die Musikern (noch!) einen kostenlosen Space zur Verfügung stellen, bis eine bestimmte Downloadanzahl die des reinen Echtzeitkonsums übersteigt. Danach müssen Musiker wie Downloader bezahlen, zu verhältnismäßig annehmbaren Kosten. Nachahmer von mov.a.bit, die ebenfalls Kenntnisse von Java haben, werden rigoroser vorgehen oder vielleicht in die Fußstapfen der legendären Independent-Szene treten. Daß Idealismus aber auch bestraft werden kann, zeichnet sich derzeit bei subaudio ab, dem geschätzten E-zine mit vielen freien Live-Sessions, Interviews und Real Videos. Schon müssen sie sich gegenüber szenefremden Anbietern behaupten. Der durchschnittliche AOList oder T-Onliner schert sich einen Dreck um die Entstehungsgeschichte von Hip Hop oder House. Die Musikbranchen Viele haben einseitig auf das Web gesetzt. Die einen glaubten, mit Kontrollen wie Music On Demand die Übersicht zu gewinnen. Die Ideologie sicherte sich bekanntlich die Telekom mit ihrer Marke MOD, sie möchte Major Labels und deren Oldies sammeln. In den USA hingegen kann man an jeder Pommesbude seine CD sofort brennen. Doch das Verbreitungsmonopol der Ex-Postkutscher läuft gegen Ende des Jahres ab, und danach müßten die Erfinder von MOD sofort auf billigere Provider setzen. Andere ehemalige Independent Labels glaubten dagegen, gemeinschaftliche ãKaufhäuser” wie Wildpark oder IUMA (.iuma.com) dürften als gemeinsame Adresse ausreichen, um klassische Terrains zu sichern. Doch der digitale Konsument ist gnadenlos. Er raubkopiert, crackt ra-files, wandelt sie um, komponiert per MIDI live bei Res Rocket (www.resrocket.co.uk) und wird sicherlich auch das absehbare Doom der Kaufhausmusik unterstützen. Und was macht der klassische reale Club? Er fröhnt dem Wohnzimmereffekt, versucht tägliche Abwechslung, stellt Displays auf und duldet entnervt die stehenden Kunststudenten, die vermutlich lieber heute als morgen ihr PDA, Smart Cards oder Infrarot-Tamagotchi hätten, um ihre Sounds one-to-one austauschen zu dürfen. Wie also lautet nun die verzweifelte Devise? Soll man Musikrechte völlig freigeben, soll man in abermillionen Newsgruppen oder icq-chats sein Stück direkt vermarkten? Wie sieht der Zeitplan von Real Audio gegenüber dsl und mpeg aus? Werden Musikopis das Net sprengen oder werden sich doch Bewegungsmelder durchsetzen? Dazu wieder ein Bild: Ich mache mit meinem digitalem Recorder im PC oder sonstwo einen Mitschnitt eines Songs (Länge offen) und friere ihn unmittelbar in eine von mir garantiert selbst gestaltete, endlos zoombare 3D-Grafik ein. Ein einmaliges Codewort ermöglicht nur mir den Zugriff. Übrig bleibt die byte-Statistik mittels meinem Dateimanager. Wer berechnet mir dann den Anteil von Daten, den ich dann bezahlen muß? Welche Einheiten sollen dann als Maßstab gelten und was passiert, wenn mir jemand diese Datei über Nacht klaut und woanders zwischenlagert? Was ist, wenn er dies auch noch über Inter- oder Intranet schafft? Wer ist dann der Anstifter zur Straftat? Die Telefon- oder Webprovider, die Stromwerke, die laxen Firewallentwickler, der Angestellte, der das Stück nicht rechtzeitig gesichert oder versichert hat, der ungeschulte Musikschnipseljurist, der faule Netzadministrator oder der blöde Musiker selbst? Wer auf alles das eine pfiffige Antwort finden kann, weiß, was wirklich aus der Zukunft von Musik wird. ————————————————————– ZITAT: Der Direct Promoter, vielleicht bald in Gestalt des Music Profile Bot, dem Music Makler, dem SMS-Shooter über Handy oder Anbieter anderer Lifestyle-Endgeräte (garantiert PC-frei) für die Mittelschicht gewinnen an realistischer Grösse. —————————————————————- Kasten: SERVICE: CCS (Copyright Clearing System): Interessensgemeinschaft zur Klärung alter Copyright-Veerhältnisse in Anpasung an digitale Systeme icq-chats: Echtzeitchat der israelischen Firma Mirabilis, mittlerweilee anteilig gekauft von Microsoft (oder war es AOL?). Hier erhält man eine sofortige Übersicht über alle Teilnehmer, die gerade online sind. Vom Komfort noch individueller, ausführlicher und schneller als die klassischeen IRC (Internet Relay Chats), da man auch Übersicht über Multimediaanwendungen erhält wie CUSeeMe (Videokonferenz), Telefonie usw.. Kann man unmittelbar konfigurieren. Ebenfalls vielseitig konfigurierbar: private rooms. ISRC-Code: Kryptischer Zahlencode, der als sogenanntes Wasserzeichen schon in Vinyls oder CDS eingabuat wurde, um Raubkopien zu outen. Kan im Prinzip als Rauschauslöser oder Bewegungsmelder auch in virtuellen Erzeugnissen eingabaut werden. Viele Musiklabel stehen diesem Code aber auch kritisch gegenüber und trauen den Abrechnungsmodi nicht. IFPI: (Französische?) Gesellschaft, die diesen Code mitentwickelt hat. Gelten als Bindeglied zwischen Musiklabeln und Musikern, haben aber bei beiden nicht die Lobby, die sie gerne hätten, da GEMA selber weiter mitmischen möchte. IUMA: Allererste Musikdatenbank im WWW seit 94. Viele Labelose und Independents finden sich dort wieder. Zunächst gab es dort wave, mpeg files, dann die ersten real audio und video-files. Hat international immer noch hohen Stellenwert und Beliebtheitsrang. MPEG-Files: Digitale Bezeichnung für komprimierte Musikdaten, eigentlich Moving Pictures Experts Group. Seit 1992 konkurrieren JPEG (eher im Videobereich) und MPEG miteinander. Dies liegt an den Herstellern, die sich nicht auf ein einheitliches System einigen konnten. In vielen Bereichen lohnt sich jedoch manchmal zwei Formate zu benutzen, wenn z.B. bestimmte Teiliinformationnen wie Farbe oder Rhythmik nicht so wichtig eerscheinen. Diese komprimierten Verfahren erfordern nach wie vor im Netz (nur bei Musik!!) eine Hohe download-Zeit, daher kam man auf das real-streaming-Formmat, was mit ISDN fast 1:1 Qualität besitzt. MPEG3/4 lohnt sich bald über die schnnellen xdsl-Leitungen, auch Internet-unabhängig sowie im Bertich der Satelliten-Videokomprimierunegn (Video onn demand usw..) Music On Demand: Musik oder Video nach Abruf oder Wunsch; nur was unmittelbar erwünscht wird, wird als sofortige Kopie erzeugt und versendet. Mindert die Produktionskosten im Ferndruckbereich, Musik und Filmindustrie. Der Begriff on demand wird zunehmend auch im soziologischen Sinne verwendet. Real Networks: Neuer Name (seit 1997) der Progressive Networks, den Erfindern von Real Audio und Video, eine Zweiggesellschaft befindet sich auch in Deutschland. Arbeiten mittlerweile konform mit Musiklabels, würden aber gerne noch konstruktiver mit der GEMA zusammenarbeiten. Einige Gemeinschaftsideen gibt es aber schon. Seit Juli 97 besitzt Microsoft 10% dieser Firma. Z.Zt. sind Real Networks verärgert, weil sie vermuten, daß Microsoft ihre effizienteren Entwicklungen behindert und der Explorer an eigenen Zusattztools arbeitet, die sich nicht so mit den Real Audio-Produkten vertragen, wie erforderlich. Red Tool: Produktname von mov.a.bit. Gliedert sich in die Hierarchien pitbull und trendbull; siehe Bericht vonn Johnnie Stieler. Res Rocket: Englische Firma, die General-MIDI -Signale in Echtzeitt in verschiedenen music-groups über das Netz vebreiten. In sogenannten Sessions können theoretisch unendlich viele Musiker gemeinsam an einem Stück arbeiten. Vor einem Jahr noch spektakulär, ist diese etwas klienisch klingende Bearbeitung etwas in den Hintergrund getreten. SMS-Shooter: Short Messages Service über Z:B Handy. Weiterentwickelte Methode, die es auch schon über Pager gab. Hier können Kurznachrichten oder Emails versendet werden, die dann auf dem Display auftauchen. Es besteht die Sorge, daß zunehmend fremde Werbebotschaften auftauchen könnten, falls man immer mehr Handy-Nummern outen könnte; zahlen müsste dann der Empfänger. Es gibt aber auch kommerzielle Messages, die vom Tele-provider frei verbreitet werden wie Wetter, Börse oder Wahlhochrechnungen. Kannn abonniert werden oder wird als Service so zugeschickt.

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Elektronische Lebensaspekte.


Text: Vanishing Point aus De:Bug 17

Die Zukunft der Musik: Am Vanishing Point c netzkraut@aachen.heimat.de EINLEITUNG Im Bereich der Musik scheint sich endlich abzuzeichnen, was in Medien und Politik längst Realität ist: Das geistige Überdach eines Kulturguts ist durch eine digitale Dezentralisierung unregelbar geworden. Die Perfektion der eigenen Materialität und Wiedergabe, die Entgrenzung der Zeiträume, der Einklang von Wiedergabe und Berichterstattung ist ihr und uns zum Verhängnis geworden. Musik als schnellstes Kulturgut wird weiter atomisiert und im physikalischen Sinne lichtgeschwind-träge. Rapider wird derzeit nur das menschliche DNA entschlüsselt. Der sogenannte Vanishing Point der Musik stürzt sowohl Konsument wie Produzent und Künstler in grosse Verwirrung. Die Verhältnisse werden völlig neu geordnet, das Jahr 2000 als zusätzliches Regulationsmotiv scheint hier nur ein zusätzlicher Auslöser zu sein. Zum Phänomen an sich Was genau ist der Vanishing Point in der Musik? Hat er eher etwas Bedrohliches in sich oder birgt er gar riesige Chancen, sowohl für den Ersteller wie auch den Abnehmer? Zunächst zum Phänomen an sich: Im Prinzip bedeutet der Vanishing Point nichts anderes, als dass die Herstellung von Musik und ihre Veröffentlichung sich überdimensional schnell angenähert haben, dass man beinahe glaubt, eine Art statischen Zustand erreicht zu haben. Das äußert sich in der verzweifelten Suche nach neuen Musikgenres. Immer seltener gelingt es dabei den Strategen, Begriffe zu kreieren, die auf Anhieb nachvollziehbar sind. Auf den ersten Blick erscheint das nichts neues, doch die Auswirkungen sind unüberschaubarer geworden. Man muss sich also die Komponenten anschauen, die zu diesem Zustand geführt haben – nicht als provokante Analyse, sondern als neutrale Parameter, die konstruktiv weitergedacht werden sollen. Die Verhältnisse haben sich radikal umgedreht. Der Mainstream-Kuchen, der ohnehin nur noch von einer Handvoll Labels vertreten zu werden scheint, muß die Kunden aus seiner steigenden Bevölkerungspyramide mit Altstars locken. Helfen tut hierbei der Elder-Effekt, auf den schon unsere Vorfahren reingefallen sind. Man glaubt, seinen eigenen Generationsabschnitt überschauen zu können, flüchtet sich in Retrogefälligkeiten, verweist dabei auf Reminiszensen seiner Jugend und schon rechtfertigt sich der 80er-Boom, bis er einem über 0190er-Nummern aus den Ohren rausquillt. Dabei sind es bereits schon die Neunziger, die 95er Monate, die 96er Stunden oder die 97erSekunden, auf die zurückgeäugt wird. Das Jahrzehnte-Planen und Denken ist endgültig vorbei. Die Spirale des Rückbezugs nimmt zu und bringt Musikwirtschafter ins Schleudern. Kalkulationen und Recherchen scheinen Kopf an Kopf zu stehen, was die kühne These aufwirft: Klassische Labels sterben aus, der Direct Promoter (vielleicht bald in Gestalt des Music Profile Bot) dem Music Makler, dem SMS-Shooter über Handy oder Anbieter anderer Lifestyle-Endgeräte (garantiert PC-frei) für die Mittelschicht gewinnen an realistischer Grösse. Es scheint nicht mehr länger um Musik an sich zu gehen, sondern nur noch um konkurrierende Distributionsformen. Gestern noch Utopie Schafft sich jedoch die GEMA und deren Partner endlich (vermutlich von alleine) ab, so könnte man beispielsweise mit Hilfe neuartiger Tools völlig neue Chancen schaffen: Gegen eine Kennung könnte man in Zukunft Live-Überarbeitungen von Tracks aus Web-datenbanken durch Net-Js erlauben. Das Remixen nimmt weiter zu und ermöglicht pro Downloading dem Originalmusiker zusätzliche Tantiemen. Einen fairen Ansatz bietet ab diesen Monat das Red Tool von mov.a.bit (www.movabit.de) der Tochterfirma von Liquid Audio (www.liquidaudio.com). Dort ist der Musiker mit einem Copyright geschützt und kann über gestreamten Text wie Bild sofort selbst entscheiden – im Gegensatz zu applet-ärmeren Ansätzen wie z.B. bei o.m.d (www.online-music-library.com) bei denen eher die Werbebranche angesprochen wird. Im Red Tool von mov.a.bit kann man seine Veröffentlichung nach Domainen steuern. Konkurrierende VÖ-Termine in USA und Europa sollten deswegen angeglichen werden. Es bedarf keiner klassischen Musikagentur mehr. Editierprogramme wie auch -kenntnisse sind immer erschwinglicher und leichter verständlich, um seine eigenen Erzeugnisse über Pushmedien, Classic Sites oder vermutlich auch Konkurrenzprogramme zum Red Tool zu verbreiten. Voraussetzung natürlich: Die weitere Liberalisierung des europäischen Telefonmarktes, sprich subventionierte Ortstarife, eine weltweite Angleichung von Wirtschafts- und Steuerreformen oder am besten gleich die Synchronisation von digitalen Währungsarten. Die Lebensdauer von klassischen Marketingkonzepten für Newcomer nimmt zunehmend ab und erreicht höchstens noch diejenigen, die vermeintlich technikfeindlich sind oder es sich einfach nicht leisten können. Die Zweitklassengesellschaft setzt ein. Trotzdem verblüfft es aber alle nicht mehr, wenn Namen von Keller-DJs plötzlich gleichwertig an die Stelle von Markennamen rücken, dennoch mit keiner Garantie auf längere Überlebensdauer. Der Musikmechaniker Der nächste Trend wäre es wohl, den A&R-Beruf abzuschaffen und an seiner Stelle den Musikmakler zu präsentieren. Eine Unterspezies davon ist der Musikbörsianer. David Bowie und der noch nicht singende Leonardo di Caprio haben es vorgemacht. All dies umfasst aber den sogenannten Musikmechaniker. In Wahrheit gibt es keinen Konsumenten, der sich von dieser Attitüde freisprechen kann. Der Musikjournalist, der aktive CD-Brenner, der High Tech Fetischist, der Compilation-Junkie, sogenannte No-Time Eskapadeure, die zu müde sind, herkömmliche Zentren wie Club oder Laden aufzusuchen und sich stattdessen medleyesk noch so abwegig voneinander getrennte Trends zusammenstellen, sei es mit noch so gegensätzlichen Schubladen. Perverse Effekte überbieten sich: Soundtracks, deren Lieder nie im Film zu hören waren, TV-Serien, Talkshows, Medienereignisse, Printerzeugnisse mit dem Hang, Musik einzupflechten. Keiner ist sich schade genug, einen Sampler unsensibel zusammenzustellen. Der Konsument ist aber längst auch mit dem Produzenten zusammengewachsen. Frei nach Warhol und Beuys gibt es niemanden mehr, der sich nicht einmal als DJ versucht hat, mit hoch- oder minderwertigen Musiktools seinen Track heranbastelt oder passiv CDs brennen lässt. Die Musikjuristen Nun aber tritt die sogenante Lobby auf den Plan. Da gibt es immer noch die Verwertungsgesellschaften, die sich als Vertreter der Musiker fühlen, in Wahrheit aber zu träge gegenüber dem Informationszeitalter geworden sind. Hörte man sich die Sprecher der GEMA oder GVL auf der diesjährigen Popkomm an, so glaubte man, ein Band zu hören, daß ähnlich der legendären Sylvesterrede Helmut Kohls falsch eingespult wurde. Nichts hat sich getan, außer halbherzigen Kompromissen mit den Herstellern von Streaming Software. Intelligent dagegen die Statements der CCS (Copyright Clearing System). Im Zeitalter der Interaktivität scheint es in Zukunft eine Sysyphusarbeit zu werden, wenn man den Auschnitt einer Musik, die theoretisch bald per GPS geortet werden könnte, sofort dem Urheber zuordnen will. Hier kann eine riesiger Bürokratieapparat entstehen, zumal ähnlich wie beim Problem des Web-Caches oder Proxy-Servern eine Zwischenlagerung von Musikteilinformationen (für den schnelleren Zweitzugriff) sofort eine Straftat bedeuten würde. Wie soll sich also der Empfänger einer Musikdatei verhalten, wenn er durch die Wasserzeichen der IFPI z.B. sofort geortet würde und blechen muss. Eine kleine Musikweltwirtschaftskrise über Nacht ist da kein Szenario mehr. Firewallideen wie die Ansicht, erst Auschnitte hören zu dürfen, dann downzuloaden gegen Bezahlung, scheinen da auch nur oberflächlich zu Ende gedacht worden zu sein. Solche Technomanen wie die IFPI vermischen in ihren Argumentationen für bessere Kontrolle gerne Piraterie (also das illegale Ablegen von MPEG-Files im Web) und Copyright-Bemühungen über Downloading und Distribution. IFPI Veraltete Denkweise im Zeitalter von copy-left. Dies ist zur Erinnerung die Ideologie, Konsumgüter wie etwa Software nur einmal zu vergüten und danach als Source File völlig freizugeben. Die IFPI glaubt, mit ihrem weiterentwickelten ISRC-Code dagegen anhalten zu können, wird vermutlich aber nur behäbige Musikkonsumenten erreichen. Zudem verstehen sie die Metapher der virtuellen Musikplattform nicht. Wenn ich in einen Plattenladen gehe, werde ich auch nicht dafür bestraft, dass ich über Kopfhörer einem neuen Erzeugnis lausche, und der Besitzer zahlt auch nicht für die Mietfläche, solange seine georderten CDs oder Vinyls dort stehen. Warum aber müssen Provider, Serverbetreiber oder Net-Radiostationen zahlen, wenn sie Werbung für Musik machen wollen (¤16, eigenständige Speicherung), und warum soll man um Gottes Willen Live-DJ-Mixe inklusiver Millionen von Samples bestrafen? Hier wird das Pferd von hinten aufgezäumt; eine klassische Haltung für das einzige Land der Welt mit Ordnungsämtern oder Politikern, die Pentagon-Softwares wie PGP verbieten lassen wollen und Kinderpornos als Alibi nutzen, um eine feste IP für jeden User fordern zu dürfen. >Zum Glück sind aber intelligentere Distributionshersteller und deren Tools an die Stelle von alt gewordenen Ordnungshütern getreten, die verständlicherweise um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Teilweise wird die Technik bei den virtuellen Musikdistributoren in einem viel liberalerem Masse eingesetzt, als viele Skeptiker oder bewusste Antistrategen (?) befürchten, die irgendwo zwischen Vinyl und CD aufgewachsen sind. Dazu gehören z. B. nach wie vor Real Networks (www.real.com) mit ihrem Live-Streaming Ansatz und dem jüngst veröffentlichten, fast drop-out-freien G2-Server, Liquid Audio oder die Tochterfirma mov.a.bit, die Musikern (noch!) einen kostenlosen Space zur Verfügung stellen, bis eine bestimmte Downloadanzahl die des reinen Echtzeitkonsums übersteigt. Danach müssen Musiker wie Downloader bezahlen, zu verhältnismäßig annehmbaren Kosten. Nachahmer von mov.a.bit, die ebenfalls Kenntnisse von Java haben, werden rigoroser vorgehen oder vielleicht in die Fußstapfen der legendären Independent-Szene treten. Daß Idealismus aber auch bestraft werden kann, zeichnet sich derzeit bei subaudio ab, dem geschätzten E-zine mit vielen freien Live-Sessions, Interviews und Real Videos. Schon müssen sie sich gegenüber szenefremden Anbietern behaupten. Der durchschnittliche AOList oder T-Onliner schert sich einen Dreck um die Entstehungsgeschichte von Hip Hop oder House. Die Musikbranchen Viele haben einseitig auf das Web gesetzt. Die einen glaubten, mit Kontrollen wie Music On Demand die Übersicht zu gewinnen. Die Ideologie sicherte sich bekanntlich die Telekom mit ihrer Marke MOD, sie möchte Major Labels und deren Oldies sammeln. In den USA hingegen kann man an jeder Pommesbude seine CD sofort brennen. Doch das Verbreitungsmonopol der Ex-Postkutscher läuft gegen Ende des Jahres ab, und danach müßten die Erfinder von MOD sofort auf billigere Provider setzen. Andere ehemalige Independent Labels glaubten dagegen, gemeinschaftliche ãKaufhäuser” wie Wildpark oder IUMA (.iuma.com) dürften als gemeinsame Adresse ausreichen, um klassische Terrains zu sichern. Doch der digitale Konsument ist gnadenlos. Er raubkopiert, crackt ra-files, wandelt sie um, komponiert per MIDI live bei Res Rocket (www.resrocket.co.uk) und wird sicherlich auch das absehbare Doom der Kaufhausmusik unterstützen. Und was macht der klassische reale Club? Er fröhnt dem Wohnzimmereffekt, versucht tägliche Abwechslung, stellt Displays auf und duldet entnervt die stehenden Kunststudenten, die vermutlich lieber heute als morgen ihr PDA, Smart Cards oder Infrarot-Tamagotchi hätten, um ihre Sounds one-to-one austauschen zu dürfen. Wie also lautet nun die verzweifelte Devise? Soll man Musikrechte völlig freigeben, soll man in abermillionen Newsgruppen oder icq-chats sein Stück direkt vermarkten? Wie sieht der Zeitplan von Real Audio gegenüber dsl und mpeg aus? Werden Musikopis das Net sprengen oder werden sich doch Bewegungsmelder durchsetzen? Dazu wieder ein Bild: Ich mache mit meinem digitalem Recorder im PC oder sonstwo einen Mitschnitt eines Songs (Länge offen) und friere ihn unmittelbar in eine von mir garantiert selbst gestaltete, endlos zoombare 3D-Grafik ein. Ein einmaliges Codewort ermöglicht nur mir den Zugriff. Übrig bleibt die byte-Statistik mittels meinem Dateimanager. Wer berechnet mir dann den Anteil von Daten, den ich dann bezahlen muß? Welche Einheiten sollen dann als Maßstab gelten und was passiert, wenn mir jemand diese Datei über Nacht klaut und woanders zwischenlagert? Was ist, wenn er dies auch noch über Inter- oder Intranet schafft? Wer ist dann der Anstifter zur Straftat? Die Telefon- oder Webprovider, die Stromwerke, die laxen Firewallentwickler, der Angestellte, der das Stück nicht rechtzeitig gesichert oder versichert hat, der ungeschulte Musikschnipseljurist, der faule Netzadministrator oder der blöde Musiker selbst? Wer auf alles das eine pfiffige Antwort finden kann, weiß, was wirklich aus der Zukunft von Musik wird. ————————————————————– ZITAT: Der Direct Promoter, vielleicht bald in Gestalt des Music Profile Bot, dem Music Makler, dem SMS-Shooter über Handy oder Anbieter anderer Lifestyle-Endgeräte (garantiert PC-frei) für die Mittelschicht gewinnen an realistischer Grösse. —————————————————————- Kasten: SERVICE: CCS (Copyright Clearing System): Interessensgemeinschaft zur Klärung alter Copyright-Veerhältnisse in Anpasung an digitale Systeme icq-chats: Echtzeitchat der israelischen Firma Mirabilis, mittlerweilee anteilig gekauft von Microsoft (oder war es AOL?). Hier erhält man eine sofortige Übersicht über alle Teilnehmer, die gerade online sind. Vom Komfort noch individueller, ausführlicher und schneller als die klassischeen IRC (Internet Relay Chats), da man auch Übersicht über Multimediaanwendungen erhält wie CUSeeMe (Videokonferenz), Telefonie usw.. Kann man unmittelbar konfigurieren. Ebenfalls vielseitig konfigurierbar: private rooms. ISRC-Code: Kryptischer Zahlencode, der als sogenanntes Wasserzeichen schon in Vinyls oder CDS eingabuat wurde, um Raubkopien zu outen. Kan im Prinzip als Rauschauslöser oder Bewegungsmelder auch in virtuellen Erzeugnissen eingabaut werden. Viele Musiklabel stehen diesem Code aber auch kritisch gegenüber und trauen den Abrechnungsmodi nicht. IFPI: (Französische?) Gesellschaft, die diesen Code mitentwickelt hat. Gelten als Bindeglied zwischen Musiklabeln und Musikern, haben aber bei beiden nicht die Lobby, die sie gerne hätten, da GEMA selber weiter mitmischen möchte. IUMA: Allererste Musikdatenbank im WWW seit 94. Viele Labelose und Independents finden sich dort wieder. Zunächst gab es dort wave, mpeg files, dann die ersten real audio und video-files. Hat international immer noch hohen Stellenwert und Beliebtheitsrang. MPEG-Files: Digitale Bezeichnung für komprimierte Musikdaten, eigentlich Moving Pictures Experts Group. Seit 1992 konkurrieren JPEG (eher im Videobereich) und MPEG miteinander. Dies liegt an den Herstellern, die sich nicht auf ein einheitliches System einigen konnten. In vielen Bereichen lohnt sich jedoch manchmal zwei Formate zu benutzen, wenn z.B. bestimmte Teiliinformationnen wie Farbe oder Rhythmik nicht so wichtig eerscheinen. Diese komprimierten Verfahren erfordern nach wie vor im Netz (nur bei Musik!!) eine Hohe download-Zeit, daher kam man auf das real-streaming-Formmat, was mit ISDN fast 1:1 Qualität besitzt. MPEG3/4 lohnt sich bald über die schnnellen xdsl-Leitungen, auch Internet-unabhängig sowie im Bertich der Satelliten-Videokomprimierunegn (Video onn demand usw..) Music On Demand: Musik oder Video nach Abruf oder Wunsch; nur was unmittelbar erwünscht wird, wird als sofortige Kopie erzeugt und versendet. Mindert die Produktionskosten im Ferndruckbereich, Musik und Filmindustrie. Der Begriff on demand wird zunehmend auch im soziologischen Sinne verwendet. Real Networks: Neuer Name (seit 1997) der Progressive Networks, den Erfindern von Real Audio und Video, eine Zweiggesellschaft befindet sich auch in Deutschland. Arbeiten mittlerweile konform mit Musiklabels, würden aber gerne noch konstruktiver mit der GEMA zusammenarbeiten. Einige Gemeinschaftsideen gibt es aber schon. Seit Juli 97 besitzt Microsoft 10% dieser Firma. Z.Zt. sind Real Networks verärgert, weil sie vermuten, daß Microsoft ihre effizienteren Entwicklungen behindert und der Explorer an eigenen Zusattztools arbeitet, die sich nicht so mit den Real Audio-Produkten vertragen, wie erforderlich. Red Tool: Produktname von mov.a.bit. Gliedert sich in die Hierarchien pitbull und trendbull; siehe Bericht vonn Johnnie Stieler. Res Rocket: Englische Firma, die General-MIDI -Signale in Echtzeitt in verschiedenen music-groups über das Netz vebreiten. In sogenannten Sessions können theoretisch unendlich viele Musiker gemeinsam an einem Stück arbeiten. Vor einem Jahr noch spektakulär, ist diese etwas klienisch klingende Bearbeitung etwas in den Hintergrund getreten. SMS-Shooter: Short Messages Service über Z:B Handy. Weiterentwickelte Methode, die es auch schon über Pager gab. Hier können Kurznachrichten oder Emails versendet werden, die dann auf dem Display auftauchen. Es besteht die Sorge, daß zunehmend fremde Werbebotschaften auftauchen könnten, falls man immer mehr Handy-Nummern outen könnte; zahlen müsste dann der Empfänger. Es gibt aber auch kommerzielle Messages, die vom Tele-provider frei verbreitet werden wie Wetter, Börse oder Wahlhochrechnungen. Kannn abonniert werden oder wird als Service so zugeschickt.

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