Bis jetzt endete Filesharing beim MP3-Player. Musi k rauf, ja, aber runter nur unter Mühen. Die Firma Venzero hat sich für ihren ersten Player Venzero One dem reibungslosen Runter mit verschiedensten Features gewidmet. Endlich.
Text: Sascha Kösch aus De:Bug 101


Lauschen und tauschen
MP3-Player von Venzero

Wir haben mittlerweile ja schon so gut wie alles an MP3-Playern gesehen, aber eins fehlte uns immer sofort: Filesharing. Jetzt endlich aber scheint uns mal jemand erhört zu haben und eine Company Namens Venzero, die quer über den Erdball verteilt ist (Seattle, München, Hamburg und New York), hat für ihren ersten Player, Venzero One, auch noch einige andere innovative Ideen.

Das Filesharing über den male/female USB-Anschluss nennt sich Shareport und funktioniert – selbst das ist in der iPod-Welt ja keine Selbstverständlichkeit – nicht nur mit dem Computer, sondern eben auch zwischen zwei Venzero One Playern. Einfach miteinander über USB verkabeln und schon kann jeder der beiden nicht nur Tracks vom anderen ziehen, sondern auch von anderen USB-kompatiblen Playern und sogar von USB Sticks. Und auch Daten auf einen Stick oder anderen Player vom eigenen aus rüberzuspielen, ist kein Problem. Es wundert einen wirklich, dass bislang sonst niemand genau das verwirklicht hat, denn bislang waren MP3-Player wirklich einfach Endgeräte für Computer. Jetzt endlich werden sie mit einem Mal so aktiv, dass man sich schon fragen muss, was Venzero als nächste Innovation plant. Dazu kommt alles, was ein Player heutzutage an Features braucht, Radio, Voice-Recorder, Podcastclient, Photo Viewer und Video Player, Touch Pad und eine Festplatte von 4 bis 10GB, die man natürlich auch für Daten und als Backup für Kameras verwenden kann. Zwar spricht der Player nicht mit Apples iTMS, dafür aber mit Services, die sowohl mit Napster als auch Microsoft Plays For Sure kompatibel sind. Die zweite Killerapplikation, mit der Venzero One auf den Markt kommt, gehörte anfänglich direkt zu Venzero, ist aber nun als eigene Firma ausgekoppelt worden und nennt sich MusikMarker. Damit nimmt man Tracks einfach direkt auf dem MP3 Player auf und wenn der Player über den Computer ans Netz angeschlossen ist, sucht er selbstständig über eine Audioerkennungssoftware, wie dieser Track nun eigentlich hieß, und bietet einem, sofern es ihn gibt, auch zum Download an, da die Entwickler von Venzero einiges vom ersten Jahr Web 2.0 Hype gelernt haben und die Integration diversester Contentpartner sowie einer Community rings um den MusicMarker gleich mitgedacht haben. Die nächste Runde der Weiterentwicklung von MP3-Playern jedenfalls hat begonnen.

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Elektronische Lebensaspekte.