Technische Mängel ausgeschlossen.Mit dem neuen Vestax-Battlemixer kann kein Turntablist mehr sagen: Die Technik ist schuld.
Text: Sebastian Eberhard aus De:Bug 101

Mit dem Vestax PMC-08 Pro gibt es die allerjüngste Fortsetzung der Erfolgsgeschichte der Battle-Mixer-Serie von Vestax. Nachdem schon der PMC-05 Pro der weltweit meistverkaufte Battle-Mixer war und sich der Nachfolger PMC-07 Pro bei vielen Turntablists allergrößter Beliebtheit erfreut, setzt Vestax mit dem PMC-08 noch einen drauf. Bei den Vorberatungen und der Entwicklung holte Vestax die Ratschläge von mehr als 25 namhaften DJs ein und setzte diese direkt in einem außergewöhnlichem 2-Kanal-Mischpult mit einer Vielzahl von neuen und beachtenswerten Features und Funktionen um.
Der PMC-08 ist ein komplett digitales Pult und seine 24bit/96kHz-Verarbeitung der Signale legt das Fundament für seine Neuartigkeit, denn damit einhergehend war auch die Verwendung einer neuen Fadertechnik möglich. Somit sind wir auch sofort beim heiligen Allerwichtigsten jedes Mischpultes: dem Crossfader. Und genau hier liegt das ganz Besondere und Erstaunliche des Mixers: butterweichestes Gleiten, unheimliche, auf den Millimeter genaue Kontrolle und das Ding rutscht bei Antippbewegungen kein bisschen nach. Noch besser wird alles mit einem Blick auf die Mixerfront unterhalb des Crossfaders. Dort gibt es für jede Seite des Crossfaders nach links und rechts anhand von drei Reglern die Möglichkeit, den ”Cut-In“-Punkt individuell einzustellen, wodurch die Wirkung des Crossfaders fabelhaft exakt und auf den Millimeter genau geregelt werden kann. Außerdem lassen sich die Kurven der beiden Kanalfader bestens mit einem seperaten Regler kontrollieren. Einen weiteren Ausstattungstrick gibt es dann für die Fader noch mal dazu: Alle Faderkurven von Kanal- und Crossfadern können noch zusätzlich mit Hilfe einzelner Schalter für unendliche Battlemanöver umgekehrt werden. Wie bei allen Vestax-Mixern können selbstverständlich die Fader relativ problemlos ausgewechselt werden. Für jeden der beiden Kanäle lassen sich weiterhin 2 Effekte einschleifen, die mit einem eigenen 2-Band EQ reguliert werden können. Dadurch ist die Einspeisung von Studio- und sogar Gitarren-Effektgeräten möglich. Der Effektanteil kann dann zusätzlich noch über einen “Dry-Wet“-Crossfader reguliert werden. Ansonsten haben die beiden Kanäle einen mächtigen Gainregler; einen separaten Balanceregler; einen effektiven Dreiband EQ – oder wahlweise den, wofür Vestax in meinen Augen weltberühmt geworden sind, frequenzlimitierenden Bässe-Mitte-Höhen-Isolator (und Isolator heißt das Ding, da null auch null und zehn auch zehn ist); und natürlich zuletzt den obligatorischen Transformknipser. Die Kopfhörereinheit hat einen Crossfader zum hin und her schalten zwischen den beiden Kanälen, die Wahlmöglichkeit zwischen Abhören von Master, Effekt-Return oder ”Session-In“ und einen Lautstärkeregler, der schon im unterem Drittel so viel Volumen rauspumpt, dass beim Vorhören Probleme ausgeschlossen sind.
Auf der Eingangsseite können neben CD-Spielern und Mikrofoneingang über ein ”Session In“ noch weitere Mischpulte eines Turntablist-Teams angeschlossen werden. Über eine Input-Matrix lässt sich ein Eingangssignal auf beide Kanäle leiten.
Auf der Ausgangsseite ist auch an alles gedacht worden: Das Master-Signal kann wahlweise über XLR oder Cinch ausgegeben und getrennt geregelt oder stumm geschaltet werden. Zuletzt kündigt Vestax noch an, demnächst eine digitale Schnittstelle zum Nachrüsten anzubieten.
Insgesamt macht der Mixer bei seiner Verarbeitung einen unheimlich soliden und robusten Eindruck und schickt einen hervorragend ausgewogenen und sehr druckvollen Sound aus den Boxen. Beim Design kann zwischen zwei schicken Versionen in Weiß/Orange oder in Silber/Schwarz gewählt werden.

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.