Plitsch, Platsch, Kamera ab
Text: Anton Waldt aus De:Bug 117

Wasserdichte Digicams eröffnen völlig neue Filmwelten, und offensichtlich müssen die Geräte nicht einmal mehr umständlich in ein Extra-Gehäuse verpackt werden. Eine psychedelische Video-Schwemme aus der Badewanne scheint vorprogrammiert.

Unter Wasser filmen ist prima und für den feuchten Filmspaß muss man nicht mal ins Schwimmbad oder gar auf den nächsten Sommerurlaub warten. Schon die Badewanne oder die Küchenspüle bieten jede Menge exotische Szenerien. Da spiegelt sich die Wasserunterfläche wie Blei und verleiht auch banalen Objekten ein sphärisches Glänzen. Luftblasen werden zu Mikrosensationen, schwimmendes Spielzeug schaukelt psychedelisch und die Strudel erinnern an Hurricans.

Das Auf- und Abtauchen rund um die Wasserlinie ist dabei immer wieder ein beeindruckender Effekt, bei dem Objekte eine verwirrende Spiegeltransformation erleben. Ganz zu schweigen von der Tonspur, auf der sich die obskursten Ambientsounds wiederfinden, von denen man oft beim besten Willen nicht sagen kann, wie sie entstanden sind. Und natürlich ergeben sich unterwegs noch viel mehr Möglichkeiten, angefangen vom Video im strömenden Regen über Sightseeing aus der Brunnenperspektive und natürlich der ganz große Unterwasserspaß in Schwimmbädern und Seen.

Designer-Gadget

Es gibt zwar zahllose Spritzwasser-restistente Digicams, aber richtiggehend wasserdichte Kameras sind noch relativ rar. Dabei zeigt Sanyo mit dem Modell “Xacti CA65”, dass wasserdicht nicht mit umständlichen Gehäusekonstruktionen und eingeschränkter Bedienung unter Wasser einhergehen muss: Das Gadget verträgt laut Hersteller ohne weiteres Wassertiefen von 1,5 Metern. Dabei liefert das 169 Gramm leichte Gerät sogar ziemlich eindrucksvolle, erstaunlich brillante Filme, und natürlich kann es auch hoch auflösende (6 Megapixel) Fotos schießen.

Das schnuckelige Designer-Stück soll natürlich vor allem beim Strandurlaub zum Einsatz kommen, aber angesichts der kompakten Ausmaße kann man auch, wie oben beschrieben, zu Hause eine Menge unterhaltsamen Spaß haben. Die Videos in VGA-Auflösung (640 mal 480 Pixel) werden auf einer SD-Karte gespeichert, auf die dank des Komprimierungsformats MPEG-4 AVC/H.264 2 erstaunlich viel passt. 1GB reicht schon für mehr als eine Stunde Material. Für etwas weniger als 400 Euro bekommt man zudem ein ziemlich beeindruckendes Makro.

waserdicht.jpg

http://www.sanyo.de

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.