Nach Virtual Guitarist 1 & 2 sowie den Schlagzeugern Groove Agent 1 & 2 kommt nun der Bassspieler, Virtual Bassist von Steinberg.
Text: Benjamin Weiss aus De:Bug 96

Nachwuchs für die automatische Band

Übersicht
Virtual Bassist ist aufgeteilt in die Fenster Play (mit naturidentischer Bassgitarrenabbildung), Groove Match und Amp & FX. Direkt am Bass lässt sich die Anzahl der Basssaiten auswählen (4 oder 5), rechts daneben finden sich diverse Abspielparameter, wie man sie schon aus Virtual Guitarist kennt. So kann der Swing verändert, die Geschwindigkeit zwischen halber, normaler und doppelter Geschwindigkeit eingestellt werden sowie Variance (Variantenreichtum) und falls nötig die Sequenz auch noch vor- oder zurückgezogen werden. Zusätzlich kann der Charakter der Nebengeräusche ausgewählt sowie eine einfache Kompression, Drive und der Volumeregler eingestellt werden. Rechts daneben gibt es eine Liste mit den Styles (von Samba, Pop über 60s-Soul bis hin zu Power-Pop findet sich eine illustre Auswahl), daneben unter Parts die auf die Miditastatur verteilten jeweiligen Parts des Styles. Mit aktivierter Chord Recognition kann der Virtual Bassist auch die passenden Basslines zu den über Midi gespielten Akkorden erzeugen.
Um den Groove genau anpassen zu können, gibt es die Groove-Match-Seite. Hier werden die gespielten Noten in einem Taktraster dargestellt und können individuell vor oder zurückgezogen werden, wobei Virtual Bassist bei überlappenden Noten wahlweise eine löscht oder verkürzt.
Ebenfalls auf dieser Seite finden sich sieben Modifiers mit je zwei Varianten, mit denen man schnell Variationen von Parts und Fills erzeugen kann.
Amp & FX beherbergt eine feste Auswahl von Effektgeräten (Octaver, BassTremolo, WahWah, Distortion, Chorus/Flanger, Stereokompressor und eine Speakersimulation sowie eine Art Mastereffekt mit 3Band-EQ), die mit einem Haufen Presets kommen, aber natürlich auch selbst eingestellt werden können. Von der Qualität her kommt die Effektsektion nicht ganz an die von Native Instruments Guitar Rig ran, klingt aber insgesamt recht gut und ist auch separat als Effekt-PlugIn nutzbar.

Performance & Sound
Okay, bei diesen musikalischen Vollautomaten gehen die Meinungen natürlich extrem auseinander, was für einen Sinn das denn machen soll. Sieht man das Ganze aber nicht unbedingt als Emulation wirklicher Spieler und lässt den Realismusgedanken mal ein klein wenig außen vor, so ist Virtual Bassist sowohl ein ordentliches Soundmodul für Basssounds mit guter Effektsektion als auch eine Art Preview für das, was der “echte” Bassspieler spielen würde. Schade nur, dass Virtual Bassist (noch?) kein Midi ausgibt, wie das Groove Agent tut.

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Elektronische Lebensaspekte.