Text: anton waldt aus De:Bug 45

Welt am Chip: Copyright

Copyright bleibt konsumentenfreundlich
Die neue Copyright-Richtlinie der EU [Urheberrechtsrichtlinie in der Informationsgesellschaft] hat eine weitere entscheidende Hürde genommen. Der Justizausschuss des Europaparlaments verabschiedete eine entsprechende Vorlage, nach der vor allem die Rechte der Verbraucher beim Herunterladen von Musik aus dem Internet weiterhin geschützt werden. Demnach können Musikstücke aus dem Netz für rein private, nicht-kommerzielle und Unterrichtszwecke weiterhin ohne Kompensation kopiert werden. Nach jahrelanger Diskussion hatten sich zunächst die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Sommer 2000 auf eine Richtlinie zum Schutz von Musikerrechten in der Informationsgesellschaft verständigt. Sie sieht mehrere Ausnahmen von der Regel vor, dass die Urheberrechte der Autoren grundsätzlich geschützt und vergütet bleiben müssen – eben wenn Kopien zu rein privaten Zwecken angefertigt werden. Die Parlamentsabgeordneten wiesen die meisten von rund 200 Ergänzungsanträgen ab und folgten damit weitgehend der Linie der EU-Kommission. Allerdings wird den Mitgliedstaaten eingeräumt, für eine “faire Kompensation” zu sorgen. Die Ergänzungsanträge kamen vor allem von der Musikindustrie und zielten auf Einschränkungen der freien Kopien für private Zwecke ab.

MP3-Player mit zwei Slot-Formaten
Ponits wird auf der CeBit einen MP3-Player vorstellen, der zwei Slots für verschiedene Speicherformate besitzt. Der 90 mal 65 mal 20 mm kleine und 100 Gramm leichte Player “SP600” besitzt einen Kartenschacht für die MultiMediaCard/SD-Card/ROScard und einen zweiten für die Compact Flash-Card. Letztere werden in den meisten Digitalkameras eingesetzt. Der empfohlene Verkaufspreis liegt inklusive einer 64MB MultiMediaCard und Sennheiser-Ohrhörern bei rund 325 Euro. Über den Compact Flash-Slot kann der “SP600” direkt Daten aus dem Internet saugen, in Kürze wird Pontis dazu ein Modem als Zusatzmodul anbieten. Neben MP3 beherrscht der Player auch AAC und das WindowMedia-Format.

Microsofts Spielkonsole im Namens-Debakel
Die Erlöse von Xbox Technologies, einem wenig bekannten US-Softwareunternehmen, das im letzten Geschäftsjahr knapp 900.000 USD [rund 965.000 Euro] umsetzte, dürften künftig beträchtlich anwachsen. Die kleine Firma in Coconut Grove, Florida, steht nämlich “in Gesprächen” mit Microsoft, bezüglich des Namens der neuen Microsoft Videospielkonsole. Im Oktober 2000 wurde die X-Box offiziell unter diesem Namen vorgestellt. Dabei war “X-Box” ursprünglich nur als Codename für die MS-Konsole gedacht. Möglicherweise hat man sich deswegen zu spät darum gekümmert, die Rechte am vermeintlichen Codenamen zu sichern. Xbox Technologies, eine Holding, die unter anderem elektronische Lernsoftware verkauft, hat den Namen “Xbox” zuerst im März 1999 beim US-Patentamt angemeldet, sieben Monate vor Microsoft. Microsoft hat laut “Forbes” bereits 500 Millionen USD an Marketingausgaben für die neue Konsole ausgegeben, bevor im März 2000 beschlossen wurde, dass der Codename “X-Box” zum offiziellen Markennamen wird. “Wir sind nicht im Waschmittelgeschäft, wir wollen nicht, dass unsere ernsthaften Geschäftanwendungen mit Spielen verwechselt werden”, kommentierte der Xbox-Chef den Fall.

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