Text: anton waldt aus De:Bug 33

welt am chip: handy Freunde per Handy lokalisieren Die schwedische “GSM-Positioning”-Firma CellPoint hat einen Service namens “Finder” vorgestellt, der die Lokalisierung bestimmter Handys erlaubt. Mit “Finder” kann am Mobiltelefon oder im Internet jederzeit der Aufenhaltort eines GSM- oder WAP-Handys festgestellt werden – sofern der Besitzer vorher seine Einwilligung dazu gegeben hat. Um “Finder” zu benutzen muss zunächst auf der CellPoint-Website eine Art “Buddylist” mit [Spitz]-Namen und Telefonnummern angelegt werden. Die Handybesitzer auf der Liste erhalten danach eine SMS, in der sie gefragt werden, ob sie mit ihrer Lokalisierung einverstanden sind. Ist dieses der Fall kann danach jederzeit mobil oder im Netz festgestellt werden wo das betreffende Handy sich derzeit aufhält. Die Genauigkeit der Ortsangabe hängt dabei von der Dichte der Handystationen im jeweiligen Gebiet ab. Da Handys durch den Kontakt zu verschiedenen Sendestationen sowieso “wissen”, wo sie sich aufhalten, ist das Service technisch keine Neuerung. CellPoint will in der nächsten Zeit europaweit Verträge mit Mobilnetzbetreibern zur Übernahme des Services aushandeln. Vordergründig dürfte es – durch explizit geforderten Einwilligungen – keine juristischen Bedenken gegen das System geben. CellPoint http://www.cellpt.com/v2/000201.htm Patente gefährden WAP-Entwicklung Der bisher als “offen” klassifizierte WAP-Standard ist offensichtlich derzeit in Gefahr, zu einem “geschlossenen” Industriestandard zu werden. WAP benutzt eine Anzahl von patent-geschützten Technologien, deren Eigentümer aber bisher keine Lizenzgebühren geltend gemacht haben. Die Firma Geoworks ist jetzt dabei, genau dieses zu tun, dabei geht es um eine User-Interface-Technologie, die in den WAP-Standard integriert ist. Potentiell sind fast alle WAP-Anwendungen von den Geoworks-Lizenzgebühren betroffen, von Endgeräten über Server bis hin zu Browsern. Wie die Geoworks-Ankündigung hinter den Kulissen des WAP-Konsortiums diskutiert wird und ob weitere Firmen Lizenzgebühren geltend machen werden, ist momentan unklar. Es liegt jedoch auf der Hand, dass Lizenzgebühren viele Entwickler abschrecken werden und so den Fortschritt und die Durchsetzung des Standards massiv behindern. Dies wäre aber bei der geringen Zeitspanne, die WAP wahrscheinlich hat, bevor andere, leistungsfähigere Standards auf den Markt drängen, eine Katastrophe. Wireless Application Protocol Forum http://www.wapforum.org/ Geoworks http://www.geoworks.com/technology/ipr/index.html Bikinis blockieren Präsidentenrechner Verschiedene Nachrichtenagenturen berichteten Ende Januar von massiven Computerproblemen im deutschen Bundespräsidialamt, die nach den Kommentaren des Amtes entweder den Schluss zulassen, dass die Institution einen Taschenrechner als Server verwendet, oder aber dass ein Mitarbeiter “Bikinibilder” auf die präsidialen Internet-Sites gestellt hat. Laut Präsidialamts-Sprecherin Kerstin Kießler habe sich “ein Aushilfsmitarbeiter die Bilder einiger Bikini-Schönheiten aus dem Internet gefischt.” Ein Server des Amtes sei dadurch am Donnerstag zeitweise überlastet gewesen. Die Fotos von insgesamt vier [!] Pin-up-Girls seien auf den Rechner geladen worden. Kießler dementierte, dass es sich um Porno-Bilder gehandelt habe. Die “nichtdienstlichen Dateien” seien inzwischen gelöscht worden. Dafür sei vorübergehend auch der Rechner des Amtes heruntergefahren worden. Bundespräsident http://www.bundespraesident.de/ WICHTIG: filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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Elektronische Lebensaspekte.