news aus De:Bug 30

welt am chip III Einweg-Handys Die Erfinderin Randice-Lisa Altschul hat ein Patent für Einweg-Handys angemeldet. Grundidee der Wegwerf-Telefone ist es, die flexible Platine, die jetzt schon in vielen Handys verwendet wird, so zu formen, dass sie zum Gehäuse wird. Dadurch entfallen die Kosten für ein Plastik-Gehäuse und ausserdem können die Telefone nicht manipuliert werden, da beim Öffnen des Gerätes automatisch Schaltkreise beschädigt werden. Altschul hat bislang eine Millionen Dollar in das Projekt gesteckt, derzeit führt sie Verhandlungen über eine Serienfertigung. Nach ihrer Kalkulation können die Handys für 14 Dollar angefertigt und mit einem Gesprächsguthaben von einer Stunde für 20 Dollar verkauft werden. Ausserdem sollen die Einweg-Telefone in entsprechenden Designs als Marketingprodukt angeboten werden. Die Idee für das Wegwerf-Produkt hatte Altschul beim Telefonieren im Auto. Die Verbindung riss immer wieder ab und sie hätte ihr Handy am liebsten sofort aus dem Fenster geworfen. Computer meldet kranke Schweine Ein Computer soll Krankheiten im Schweinestall am Husten der Tiere erkennen und den Landwirt frühzeitig Bescheid geben. Ein belgische Forscherteam hat das Programm mit insgesamt 5 000 verschiedenen Lauten von sechs Schweinen gespickt. Das Programm enthalte ein grosses Repertoire aus dem Grunzen und Quiken der Schweine und daneben auch Hintergrundgeräusche aus dem Stall. Verräterisches Husten im lauten Schweinstall erkenne das Programm am Ausschlag von bestimmten Frequenzbändern. Bei ersten Tests hat der Computer in 92 Prozent der Fälle das Husten korrekt erkannt. Nun möchten die Forscher noch einzelne Huster analysieren, so dass der Computer in Zukunft verschiedene Krankheiten erkennt. Cyber-War Die Angriffe auf Datennetze des amerikanischen Defense Departments haben sich in diesem Jahr mehr als verdreifacht. 1998 registrierte die Organisation 5.844 Attacken mit destruktiver Absicht und nicht-autorisierte Eindringlinge, in diesem Jahr sind es jetzt schon 18.433. “Wir brauchen neue, selbstregulierende Verteidigungs-Systeme, um zukünftigen Angriffen zu begegnen,” sagte Kelley. “Mit 100 prozentiger Sicherheit werden wir in der nächsten Zeit einen wirklich ernstzunehmenden Angriff erleben.”Als schwerster Angriff diesen Jahres werd bisher, die professionell koordinierten Eindring-Versuche zwischen Januar und März gewertet. Das FBI ermittelt immer noch in diesem Fall und verfolgt dabei vor allem Spuren, die nach Russland führen. Defense Department http://www.defenselink.mil/pubs/dod1 Chip im Arm Der englische Professor Kevin Warwick ist spätestens seit seinem ersten Chip-Implantat-Experiment heftig umstritten. Letztes Jahr liess er sich einen Chip in den Arm einpflanzen, der dem Zentral-Rechner seines Institutes an der Reading University seinen Aufenhaltsort mitteilte. Dem Professor wurden dadurch Türen automatisch geöffnet und seine Aktivitäten standen unter permanenter Kontrolle. Nach dem Experiment machte sich Warwick zahlreiche Feinde mit seinem Plädoyer für massenhafte Chip-Implatate zur Kontrolle von Angestellten. In seinem nächsten Experiment will Warwick die Bewegung eines Arms von einem Chip beeinflussen lassen. Der Chip soll an die Nervenbahnen seines Arms angeschlossen werden, der die eintreffenden Signale an einen Rechner schickt. Wenn dieser die Daten zufriedenstellend analysiert, soll er in der zweiten Phase die Signale “modulieren” und so die Bewegungen des Arms beeinflussen. Warwick scheint dieses Szenario aber noch nicht utopisch genug zu sein, er plant bereits ein weiteres Experiment, bei dem ein Chip-Implantat seine Gefühle beeinflussen soll. Kevin Warwick http://www.cyber.rdg.ac.uk/K.Warwick/home.html WICHTIG: filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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Text: robots aus De:Bug 31

Welt am Chip III ”Robofly” ab 2004 im Einsatz Die US-Navy finanziert derzeit die Entwicklung eines regelrechten Robotor-Zoos: Robo-Fische [genauer Hechte], Robo-Hummer und Robo-Fliegen. Das “Robofly”-Projekt wird an der University of California in Berkeley betrieben und ist dort mit dem wirklich utopischen “Smart Dust”-Projekt verbunden, das die Bots auf Staubkorngröße minimieren soll. Die “Roboflys” werden zwar nur so klein wie ihre Namensgeber, dafür gibt es einen recht übersichtlichen Zeitplan bis ins Jahr 2004. Dann sollen die Spionagebrummer einsatzfähig sein. Möglich wurde das “Robofly”-Projekt durch die Erkenntnis wie Hausfliegen fliegen – eine Frage, die jahrzehntelang nicht beantwortet werden konnte. Michael Dickinson, ein Biologe des “Robofly”-Teams, konnte 1998 den Funktionsablauf in drei verschiedene Flügel-Bewegungen trennen, deren Zusammenwirkung die komplexe Flugbahn der Fliegen ermöglicht. “Robofly” wird zwar nur ein Auge bekommen und dafür aber vier Flügel benötigen, um annähernd die Manövrierfähigkeit einer Hausfliege zu bekommen. Gewicht und Größe stimmen dafür mit denen einer fetten, echten Hausfliege überein. Unvermeidlich: Während die Wissenschaftler von der Suche nach Erdbeben-Opfern sprechen, sieht das Militär die fliegenden Augen als “Informationsvorteile in einer städtischen Umgebung”. http://robotics.eecs.berkeley.edu/~ronf/mfi.html Roboter fängt und tankt Schnecken Schnecken sind in vielen Bereichen der Landwirtschaft ein Problem und deren Bekämpfung ist bis heute nicht wirklich zufriedenstellend gelöst. Forscher der Universität von Bristol haben jetzt einen Roboter vorgestellt, der die schleimige Plage in den Griff kriegen sollte. Der Slug-Bot sammelt nicht nur die Tiere ökologisch korrekt einzeln auf, sondern bezieht sogar seine Energie aus den Schnecken. Dazu werden die Tiere in einer Fermentierungsanlage in Biogas und anschliessend in elektrische Energie für den Bot umgewandelt. Der Roboter navigiert mit GPS durch sein Einsatzgebiet und spürt seine Opfer mittels optischer Sensoren auf. Ein Greifarm kann bis zu zehn Schnecken pro Minute fangen und in den Sammelbehälter bugsieren. Ist der Behälter voll oder die Akkus leer, fährt der Roboter zu seiner Basisstation, wo er die Tiere ablädt und Energie tankt. Der Prototyp funktioniert bereits recht vielversprechend, so dass eine kommerzielle Anwendung des autonomen Systems bald zu erwarten ist. http://www.uwe.ac.uk/facults/eng/ias/iankelly/tta.htm 0,5 Millimeter dünne Batterie Matsushita Battery Industrial hat eine ultradünne Lithium-Batterie im Minizellen-Format vorgestellt, die in intelligenten Karten zum Einsatz kommen soll [Smartcards]. Die Batterien sind erstmals dünn und klein genug, um in Karten nach dem ISO-Standard [Kreditkartenformat], die 0,76 Millimeter dick sind, eigebettet zu werden. Bislang war die Stromversorgung der Chips in Smartcards ein Problem, das durch die externe Versorgung über die Lesegeräte nur unzureichend gelöst war, weil die Fehlerquote zu hoch liegt. Mit einer integrierten Stromversorgung kann die Leistungsfähigkeit der Smartcard-Chips voll ausgeschöpft und damit drastisch erhöht werden. Auch die Einbettung in Verpackungskartons [Smart-Labels, Barcodenachfolger], ist in Zukunft denkbar. Diese Entwicklung beinhaltet die übliche Mischung aus Chancen und Risiken intelligenter Gegenstände: Auf der einen Seite werden neue Serviceleistungen möglich, auf der anderen Seite unaufälliges Sammeln von Daten. Panasonic http://www.mbi.panasonic.co.jp/english/index_e.html Smart Card Forum http://www.smartcrd.com/ WICHTIG: filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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