Text: anton waldt aus De:Bug 33

Welt am chip: mp3 EU will kommerzielle Downloads besteuern Die EU geht in der Besteuerung des E-Commerce auf Konfrontationskurs mit den USA und der Welthandels-Organisation WTO. Der zuständige Vertreter der EU-Handelskommission Stephen Bill kündigte einen Gesetzes-Entwurf zur Besteuerung von “nicht-physischen” Gütern im elektronischen Handel an – also von allen kommerziellen Downloads: Musik, Fotografien, Filmen oder Software. Die Steuervorschläge sollten so einfach wie möglich verfasst werden, sagte der Sprecher weiter. Er erklärte allerdings nicht, wie die Steuern in den einzelnen Ländern eingetrieben werden sollten. Handelskomission europa.eu.int/en/comm/dg21/dg21.html CDs mit Selbstzerstörungs-Mechanismus CDs und DVDs, die sich nach dem ersten Lesevorgang selbstständig zerstören, sind nicht länger Hollywood-Fantasien überlassen: Die Firma Spectradisc hat entsprechende Silberscheiden vorgestellt, die sich nur begrenzt abspielen lassen. Eine chemische Beschichtung sorgt dafür, dass der Datenträger nach einer bestimmten Zeitspanne nicht mehr lesbar ist. Der Prozess wird durch Laser des CD- bzw. DVD-Players ausgelöst. Angeblich kann die Lebensdauer durch die Stärke der Beschichtung exakt eingestellt werden, derzeit zwischen drei Minuten und drei Tagen. Die Beschichtung soll in Zukunft von Audio- und Filmverleihen [Keine Rückgabe mehr nötig], von Softwareunternehmen für Testversionen und für Werbedatenträger eingesetzt werden. Spectradisc http://www.Spectradisc.com/ Audio-CDs mit Kopierschutz floppen Im Januar hat BMG Entertainment die erste Audio-CD mit einem Kopierschutz ausgeliefert. Nach ersten Tests der CDs mit dem “Cactus Data Shield-Kopierschutz” stellte sich heraus, dass die Technik bei ihrem eigentlich Zweck versagt, aber dafür auch bei einigen herkömmlichen CD- und DVD-Playern das Abspielen unmöglich macht. BMG hat die Produktion der geschützten CDs vorerst eingestellt. Der CDS-Schutz soll ein digitales Auslesen am PC unmöglich machen und so neben dem Duplizieren auch die Herstellung von MP3-Dateien verhindern. Die Schutztechnik der CDs basiert unter anderem auf einem verfälschten Inhaltsverzeichnis, die CD-ROM-Laufwerke und CD-Recorder in Computern verwirren soll. MP3.com lanciert Werbe-Kettenbrief MP3.com hat die Klage der Recording Industry Association of America [RIAA] gegen den personalisierten Online-Jukebox-Service “My.MP3.com” als Anlass für eine fragwürdige und plunpe Werbekmapagne genutzt. Die RIAA wirft MP3.com vor, illegal 40.000 copyright-geschützte Titel gesammelt zu haben. Die Klage zielt auf eine Schliessung der Kunden-Jukeboxes. In einer Mail an alle MP3.com-Kunden forderte Firmen-Chef Michael Robertson unter dem pathetischen Titel “Deine Rechte von der Musik-Industrie attakiert” dazu auf, die Mail jeweils an zehn Freunde weiter zu leiten. Robertson will eine “Armee von Musikfans” gegen die böse Industrie mobilisieren: Die Kämpfer sollen als erste Waffe möglichst viele Titel auf My.MP3.com parken. Anonymität der Napster-User fraglich Auch die MP3-Firma Napster – ebenfalls von der RIAA verklagt – hat selbstgemachte Probleme: Ein Sicherheitsexperte machte das Unternhemen darauf aufmerksam, dass die IP-Adressen von Napster-User während des herunterladen von Musikfiles lesbar sind. Gerade im Hinblick auf den laufenden Prozess könnten sich idenfizierbare User aber zum Desaster für Napster auswirken, da diese in der Regel illegale Kopien austauschen. Napster http://www.napster.com/ WICHTIG: filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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Elektronische Lebensaspekte.