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Text: anton waldt aus De:Bug 32

welt am chip: netzpolitik ISP-Datenpolitik darf veröffentlicht werden Der legendäre holländische Provider xs4all hat einen Prozess gewonnen, der nachhaltige Auswirkungen auf die Datenpolitik aller europäischen ISPs [Internet Service Provider] haben dürfte. In einer Anzeigenkampagne hatte xs4all die Privacy-Bestimmungen verschiedener holländischer Provider und Microsofts Hotmail veröffentlicht, dass diese sich vorbehalten, Kundeninformationen an Dritte zu verkaufen. Einige der betroffenen ISPs hatten gegen die Veröffentlichung eine Klage eingereicht, die ein Amsterdamer Gericht jetzt aber abgewiesen hat. http://www.xs4all.nl/ Wirklich anonym durchs Netz Die kanadische Firma Zero Knowledge hat ihr “Freedom”-Paket veröffentlicht, das Surfern echte Kontrolle über ihre Daten im Netz geben soll. Mit der “Freedom”-Software können Nutzer bestimmen, unter welchem Pseudonym sie im Netz auftreten wollen, der gesamte Datenverkehr läuft dann über das Cluster der 150 Zero Knowledge-Server, die eine Verfolgung und Identifizierung unmöglich machen sollen. Das “Freedom”-Paket für 49,95 Dollar umfasst die Software und fünf Pseudonyme für ein Jahr, jedes weitere Pseudonym kostet 10 Dollar. Mit dem Paket können beliebig viele Online-Identitäten aufgebaut werden, zwischen denen kein Zusammenhang festgestellt werden kann. “Dataminig” erzielt aber in der Regel erst dann kommerziell verwertbare und gleichzeitig die persönliche Datensphäre verletzende Ergebnisse, wenn verschiedene Quellen abgeglichen werden. http://www.zeroknowledge.com PGP zum Export freigegeben Network Associates hat bekannt gegeben, von der amerikanischen Regierung eine volle Exportlizenz für das Verschlüsselungs-Programm PGP [Prettey Good Privacy] erhalten zu haben. Die Erlaubnis wäre das Ende von über zehn Jahre andauernden Versuchen, die Verbreitung des Programms zu verhindern. Die Ankündigung ist vor dem Hintergrund des Tauziehens um eine generelle Lockerungen der amerikanischen Exportregeln für Kryptografie-Produkte zu sehen. Network Associates: http://www.nai.com E-Commerce killt Datenschutz im Netz Der aktuelle Report des Electronic Privacy Information Center [EPIC] zur Datensicherheit beim Online-Einkauf kommt zu dem Fazit, dass sich die Situation für die Konsumenten seit dem ersten Bericht der Organisation von 1997 kontinuierlich verschlechtert hat. EPIC fand auf 18 der hundert beliebtesten Onlinehändler-Sites keine Erklärung der Privacy-Policy, der überwiegende Rest war schlecht platziert sowie verwirrend und umständlich formuliert. Mehr als ein Drittel der Sites verwendeten profiloptimierte Werbung und 86 Prozent setzen Cookies zur Wiedererkennung von Konsumenten ein. http://www.epic.org/ Unfähige Hacker und SysAds Ira Winkler, Sicherheitsexperte, Geheimdienstveteran und derzeit Präsident der “Internet Security Advisor’s Group”, schätzt, dass die Anzahl der weltweit aktiven Hacker in den letzten zwei Jahren von etwa 35.000 bis 50.000 auf eine Zahl um 100.000 gestiegen ist, wobei der überwiegende Teil aber nicht in der Lage ist, eigene Tools zu schreiben. Die nennt man die “Waden-Beisser”. Da die meisten Attacken mit bekannten Tools durchgeführt werden, die auf bekannte Schwachstellen abzielen, kommen auch System-Administratoren nicht gut weg: 95 Prozent würden die Basisregeln der Sicherheit nicht einhalten, Systeme in der Regel viel zu offen konfigurieren und versäumen, regelmässig Patches und Antiviren-Updates zu installieren. Durch diese Versäumnisse würden dann auch die “Weiden-Beisser” unter den Hackern oft erfolgreich in Systeme eindringen. Internet Security Advisor’s Group: http://www.isag.com WICHTIG: filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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Elektronische Lebensaspekte.