Billiger Minispeicher mit 500 MByte, Mini-Funkchip lässt sich in Papier integrieren, Blutiger Handy-Rohstoff, Wenn grau und hart langweilig wird, Der "Air Palm" mit Michael Jordan
Text: Anton Waldt aus De:Bug 50

Welt am Chip
Produkte

Billiger Minispeicher mit 500 MByte
DataPlay hat bereits im Januar das optische Speichermedium “DataPlay-Disc” mit 250 und 500 MByte-Kapazität vorgestellt, das nur rund zehn Euro kosten sollte. Jetzt hat das Unternehmen mit Imation einen Produzenten für das Scheibchen im Briefmarkenformat gefunden, so dass die Datenträger noch in diesem Jahr auf den Markt kommen werden. Die kleine optische Speicherscheibe mit 32 mm-Durchmesser steckt in einer Cartdridge mit 39,5 mal 33,5 mal 3 mm. Die Übertagungsrate soll bei einem MByte pro Sekunde liegen. Die 500 MByte-Disk soll jetzt “rund zwölf” Euro kosten und das 250 MByte-Medium die Hälfte. Die Disc soll auch vorbespielt auf den Markt kommen.

Mini-Funkchip lässt sich in Papier integrieren
Der japanische Elektronikkonzern Hitachi hat einen winzigen RFID-Chip [Radio-Frequency Identification] namens “Meu” entwickelt, der sich in Papier integrieren lässt. Auf diese Weise kann “Meu” nach Angaben des Herstellers u.a. zur Echtheitsprüfung von Geldscheinen oder Dokumenten verwendet werden. Der quadratische Chip hat eine Seitenlänge von nur 0,4 Millimeter und kann in einem ROM von 128 Bit ID-Codes oder andere Sicherheitsinformationen speichern. “Meu” wartet ferner mit einer drahtlosen Funktechnik im 2,45-GHz-Band und einer Reichweite von etwa 30 Zentimeter auf.

Blutiger Handy-Rohstoff
Der extrem unübersichtliche und blutige Bürgerkrieg im Kongo, der für die Kriegsparteien schon lange zum Selbstzweck geworden ist, wird seit letztem Jahr nicht mehr in erster Linie um die Gold- und Diamanten-Vorkommen des Landes geführt und gleichzeitig finanziert, sondern von einem Rohstoff für die Informationsgesellschaft. Tantal [Ta] ist ein rares Metall, das für
bestimmte Komponenten wie Kondensantoren gebraucht wird und dessen Nachfrage vor allem durch den Handyboom im letzten Jahr explodiert ist. Die Rolle des “Handy-Rohstoffs” im Bürgerkrieg stieß allerdings bislang kaum auf Interesse in den Industrieländern. Dies dürfte sich jetzt allerdings ändern, da Tierschützer durch den Rohstoffabbau auch eine Gefahr für “Gorillas, Schimpansen und andere vom Aussterben bedrohte Tiere” ausgemacht haben. Nach einem Bericht des Diane Fossey Gorilla Fund in London hat die Suche nach Coltan verheerende Folgen für bedrohte Tierarten im Kongo.

Wenn grau und hart langweilig wird
Neue Spielzeugmäuse für Kinder bietet der US-Hersteller KidzMouse an, wobei in der Werbung auch auf den Markt gelangweilter erwachsener PC-Nutzer geschielt wird – die farbigen Zumutungen könnten demnach auch bald in Büros
auftauchen. “MollyMouse”, “BenjiBee” und “CoolBug” heißen die drei Mäuse, die “speziell für PC-begeisterte Kinder ab drei Jahren” gefertigt wurden. Damit die Mäuse besser in der Kinderhand liegen, sind sie aus einem weichen, zusammendrückbaren Material gefertigt. Gesteuert werden sie durch das “Eindrücken des Gesichtes”, womit die gesamte Vorderfläche gemeint ist.

Der “Air Palm” mit Michael Jordan
Der finanziell angeschlagene Handheld-Primus Palm will unter anderem mit einem Sneakerrezept seinen Absatz ankurbeln: Nach bewährtem Muster soll es eine “Spezial-Edition” der Palm-Modelle m100 und m500 geben, die den Namen des Sportlers Michael Jordan tragen werden. Die “Air Palm”-Modelle werden in den USA für 25 bzw. 30 USD mehr als die regulären Versionen der PDAs
verkauft werden, dafür kommen sie mit Extra-Software. Jordan wird für die Verwendung seines Namens jeweils zwölf Prozent der Verkaufserlöse erhalten.

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Text: Anton Waldt aus De:Bug 40

Welt am Chip: Produkte

TV-Surfen mit Microft und Compaq
Microsoft und Compaq haben eine Surfstation vorgestellt, mit der vor Kunden ohne PC ins Netz – und auf Microsofts Sites – gebracht werden sollen. Die neue Surfstation läuft unter Windows CE, hat eine kabellos verbundenes Keyboard, einen 10,1 Zoll-Flachbildschirm und vier USB-Ports aber keine Festplatte. Beim Surfen mit dem “iPaq Home Internet Appliance” kann außerdem nur ein Fenster geöffnet werden. Durch seine Beschränkungen ist die Surfstation ohne Umwege auf nachhaltige Folgegewinne für Microsoft ausgerichtet: Nutzer können keinen anderen Provider als MSN in Anspruch nehmen, keinen anderen Browser als den Explorer verwenden und ein Shortcut-Button führt direkt zur MSN-Homepage. Mit dem iPaq ist Microsoft der Konkurrenz von Gateway und AOL voraus, die erst später im Jahr mit einem ähnlichen Gerät, das unter Linux läuft, auf den Markt kommen werden.

Luxus-TV-Surfen mit Nokia
Auch Nokia hat seinen Einstieg in das Geschäft mit TV-Set-Top-Boxen für den Netzzugang und interaktive Fernesehinhalte angekündigt. Der Mobilfunkkonzern setzt dabei auf Open-Source und eine Box, die durch ihre Mulifunktionalität in der Tat den Namen Home-Entertainment-Center verdient. Der “Media Terminal” soll im zweiten Quartal 2001 auf den Markt kommen und bietet neben dem Zugang zum Netz und interaktiven TV-Inhalten auch einen Harddisk-Video-Rekorder und einen MP3-Player. Das Gerät läuft unter Linux mit einem Intel 366MHz Celeron-Prozessor, der allerdings durch leistungsfähigere Modelle ersetzt werden kann. Für die Video-Rekorder-Funktion nach dem “Personal Video Rekorder”-Model von TiVo, dass das gleichzeitige Aufnehmen und Abspielen erlaubt, hat der “Media Terminal” eine 20 GB Festplatte. Neben Linux als Betriebssystem setzt Nokia auch den Open-Source-Browser von Mozilla ein. Der Konzern kündigte an, seine Versionen der Quellcodes weiter als offene Plattformen zu führen.

Pocket PC Camera von Intel
Nachdem Intel vor einigen Monaten eine Surfstation, die in ein Telefon integriert ist [“Dot.Station”], vorgestellt hat, ist eine Digital-Kamera [“Pocket PC Camera”] für Netzbilder der nächste Schritt des Chip-Unternehmens in den Konsumentenmarkt. Die beiden Produkte sind die ersten Ergebnisse der Arbeit von Intels neuer “Connect Products”-Abteilung, die im Laufe des Jahres noch eine Reihe weiterer Gadgets und relativ günstiger Tools auf den Markt bringen soll. Die “Pocket PC Camera” wird seit Mitte August in den USA und über Intels Web-Shop für 149 US-Dollar verkauft. Sie hat eine maximale Bild-Auflösung von 640 mal 480 Pixeln, der eingebaute acht MB-Speicher kann in dieser Qualität 128 Fotos oder zwei Minuten Film speichern. Die mitgelieferte Software soll die Kamera zu einem Plug-Play-Tool machen.

Neue interaktive Maus von Logitech
Logitech hat eine neue interaktive Maus vorgestellt, die eine Weiterentwicklung der “WingMan Force Feedback”-Maus darstellt und sehr viel genauer und differenzierter verschieden Texturen und Materialien spürbar machen soll. Für diese Effekte hat die “iFeel MouseMan” einen Motor, der im Gehäuseinneren verschiedene Vibrationen erzeugen kann. “iFeel MouseMan” soll in diesem Herbst für 39 USD [rund 43 Euro] auf den Markt kommen. Sie wird mit einer Software ausgeliefert, mit der Icons und Oberflächen bestimmte Material-Eigenschaften zugeordnet werden können.

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Text: anton waldt aus De:Bug 32

welt am chip: produkte Windows-Bier und Intel-Fleischknödel Die “Professor Solonin” Wodka-Fabrik aus St. Petersburg hat ein Bier mit dem Namen “Windows ’99” auf den lokalen Markt gebracht. Möglich wird dies durch eine Eigenheit im russischen Patentgesetz. Zwar ist internationaler Namensrechtstatndard, dass besonders bekannte Marken-Produktgruppen übergreifend geschützt sind, aber in Russland gibt es diese Regelung einfach nicht. Professor Solonin hält die russischen Namensrechte an “Windows” für Getränke, Lebensmittel und Tabakwaren. Zukünftig will Professor Solonin “Windows”-Kaugummi, -Mineralwasser und -Zigaretten [“Windows Ultra Light 100” oder “Windows ohne Filter” ?] produzieren. Der Namenstransfer in abwegige Bereich ist in Russland weit verbreitet: Im Oktober hat die Firma Darya mit der Produktion von “Intel-Fleischknödeln” begonnen. Bei Anruf Schleudergang Margherita2000.com heisst die erste Waschmaschine, die per Handy oder Internet gesteuert wird. Ab Ende des Jahres soll das digitale Wäschewunder in Italien vermarktet werden, danach in Grossbritannien und Frankreich. Deutsche High-Tech-Wäscher werden sich noch etwas länger gedulden müssen. http://www.margherita2000.com Erste Handys mit echten Farbdisplays In Japan ist das erste Handy mit echtem Farbdisplay auf den Markt gekommen. Das “Digital Mova F502i Hyper” von Motorola kann 256 Farben darstellen, bisherige Handy-“Farbdisplays” wie das Siemens “S10” hatten nur drei Farben. Das “F502i” wird in Zusammenarbeit mit der Telefongesellschaft NTT-DoCoMo vertrieben, die entsprechend farbige WAP-Websites für das Telefon anbietet. Das 71 Gramm schwere Handy kostet rund 360 Dollar. In diesem Frühjahr werden mindestens drei japanische Hersteller mit ähnlichen Telefonen folgen. Motorola: http://www.mot.com/GSS/CSG/Japan/English/html/products/product.html Terristrisches Fernsehen wird digital Der NDR hat ein Pilotprojekt zur digitalen Sendetechnik DVB-T [Digital Video Broadcasting – Terrestrisch] vorgestellt, das zur Expo in Hannover als erstes Netz dieser Art in Deutschland getestet wird. Das System soll bis 2010 die bisherige Analogtechnik komplett ablösen. DVB-T dürfte der terrestrischen Verbreitung von Fernsehprogrammen eine Renaissance bescheren: das bislang begrenzte Programmangebot über Antennen-Empfang wird mit minimalem Installationsaufwand auf 20 bis 25 Programme anwachsen. Digitale Übertragungen sind bislang nur über Kabel oder Satellit realisiert worden, DVB-T funktioniert im Gegensatz dazu auch in mobilen Anwendungen. Für den Empfang genügt eine kleinen Stabantenne. Mobile Geräte sollen den störungsfreien Empfang im Auto, Zug oder Bus ermöglichen. NDR-DVB-T: http://www.ndr.de/technik/dvbt/ Infrarot -Nachtsichthilfe im Cadillac Cadillac bietet seit letzter Woche Kunden des neusten DeVille-Modells gegen 2.000 Dollar Aufpreis eine Infrarot-Nachtsichthilfe an. Der Sensor des Systems ist im Kühlergrill integriert, das Infrarotbild, auf dem Objekte temperatur-abhängig zu erkenen sind, wird auf die Windschutzscheibe projiziert. Es ist zwar nicht deckungsgleich mit der Umgebung, aber hat den gleichen Massstab. Die Technologie hat eine zehnjährige Entwicklungszeit hinter sich, sie wurde erstmals im Golfkrieg massenhaft vom amerikanischen Militär eingesetzt. Jetzt hat sie die Technik zur zivilen Nutzung freigegeben. Deville: http://www.cadillac.com/deville/index.htm WICHTIG: filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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