Text: anton waldt | waldt@debug-digital.de aus De:Bug 51

Der eigene Kopf auf dem Game-Helden
Die auf 3D-Lösungen spezialisierte Firma Interzart hat eine Software entwickelt, mit der Computer-Spieler ihr Gesicht dreidimensional einscannen lassen können. Mit dem passenden Kunstkörper kombiniert können sie dann selbst zu Helden in Computerspielen werden. Für die Erstellung des Computerkopfes werden lediglich zwei Fotos nötig sein – eines von vorne und eines im Profil. Innerhalb “weniger Minuten” soll das Programm ein “zum Verwechseln ähnliches” Modell generieren können. Der dazu passende Körper kann aus 18 vorgegebenen ausgesucht werden. Im Anschluss können Spieler sich selbst z.B. in “Counter Strike”, “Quake III”, “Unreal Tournament” oder “Die Sims” spielen.

Karatetritte als Game-Steuerung
Thrustmaster arbeitet derzeit daran, die Steuerung von Kampf-Games drastisch neu zu gestalten: Statt mit dem Joystick sollen die Avatare künftig mit den eigenen Bewegungen gesteuert werden, die dazu über Infrarot- und Drucksensoren auf einer Spiel-Matte registriert werden sollen. Auf der Grundmatte, über die man sich bewegt, sind auch Felder für die Start- und Stop-Funktion untergebracht.

Erster 32-Bit Prozessor aus China
China gibt die erfolgreiche Entwicklung seiner ersten 32-bit-CPU bekannt. Der Prozessor namens “Fangzhou-1” wurde von der China Semiconductor Manufacturing International [SMIC] in der 0,25 Micron-Technologie gefertigt und wird von Chinas Nachrichtenagentur Xinhuan als “historischer Erfolg” für die Mikroelektronik gefeiert, der China vom ausländischen Markt unabhängig machen soll.

Die “Porno-Sperre” am Internet-PC
Laut der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften wird “Schmuddelkram unter Internet-Surfern immer beliebter.” Als “wirkungsvolle und vor allem praktische Lösung zur Sperrung von Gewalt- und Porno-Sites” wird daher die “digitale Datei der Bundesprüfstelle” angepriesen. In ihr sind nicht weniger als “rund 500 Links in aller Welt” verzeichnet, die nach Meldung bei der Bundesprüfstelle und Beschluss durch eine Kommission auf den Index gesetzt wurden. Die Liste wird zudem “ständig aktualisiert”, sie wächst “bis zu 15 Prozent” monatlich.

Zahnbürste mit Videokamera
Mit einer winzigen Videokamera wollen Entwickler des Elektronik-Konzerns Matsushita eine gründlichere Zahnreinigung ermöglichen. Ohne gewinkelte Zahnarzt-Spiegel lässt sich mit einer innovativen Video-Zahnbürste bis in die hintersten Ecken des eigenen Gebisses schauen, berichtet das Magazin “New Scientist”. Die Bildsignale werden von der Kamera auf der Spitze der elektrischen Zahnbürste via Funkverbindung auf einen Monitor im Badezimmer geschickt. “Verborgene Essensreste oder blutendes Zahnfleisch” sollen so leichter erkannt werden.

AOL testet kompatiblen Instant Messenger
AOL hat der Federal Communications Commission [FCC] einen Statusbericht zur Öffnung des AOL Instant Messenger [AIM] für andere Instant Messaging Services abgeliefert. Die Kompatibilität des AIM zu anderen IM-Diensten war eine Auflage für die Fusion von AOL mit Time Warner. In dem Schreiben an die FCC erklärt AOL, dass Ende des Sommers ein Feldversuch für die Kommunikation zwischen AIM und anderen Instant Messenger Services beginnen soll. AOL will außerdem ein Abkommen über die Zusammenarbeit mit “einem der führenden Anbieter” abschließen. Vor der Fusion hat sich AOL standhaft den Service für Konkurrenzprodukte etwa von Yahoo! oder Microsoft, zu öffnen.

filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.