Hammerschläge auf Regierungspolitiker legal, Großer Bär beaufsichtigt Kinder, Handyversand geht auf die Nieren, Seifenopern kommen aufs Handy
Text: anton waldt aus De:Bug 49

Welt am Chip

Hammerschläge auf Regierungspolitiker legal
Die CDU-Jugendorganisation, Junge Union, darf weiterhin online ein Spiel anbieten, bei dem mit Hammerschlägen auf Politiker der in Deutschland regierenden rot-grünen Koalition Punkte gemacht werden können. Ein Berliner Justizsprecher teilte mit, ein auf Grund einer Strafanzeige des rechtspolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag, Volker Beck, eingeleitetes Ermittlungsverfahren sei eingestellt. Nach Auffassung der Berliner Staatsanwaltschaft stelle das Spiel namens “Schwarzwild” keine öffentliche Aufforderung zu Straftaten dar. Das Spiel auf der Site der Jugendorganisation der CDU belohnt Schläge auf aus Erdlöchern auftauchende Politiker der Koalition mit Pluspunkten, während es für Hiebe auf ebenfalls erscheinende Unionspolitiker Punktabzüge gibt.

Großer Bär beaufsichtigt Kinder
Die Siemens-Tochter Mobile Family Services hat zusammen mit dem GPS-Spezialisten GAP ein Service entwickelt, mit dem Eltern ihre Kinder rund um die Uhr beaufsichtigen – oder überwachen – können. Für das “Projekt Leonie” wurden GPS-Sender und Handys in “kindgerechten” Teddys integriert. Eine Testphase von sechs Monaten mit “einer repräsentativen Auswahl von fünfzig deutschen Haushalten” wurde im April nach Angaben der Unternehmen zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen. Jetzt sollen die High-Tech-Teddys zunächst in ausgewählten deutschen Großstädten vermarktet werden. Das Projekt besteht neben den Teddys aus einem Call-Center-Service. Anders als die Eltern, die ihre Kinder jederzeit anrufen können, haben die Kinder lediglich die Möglichkeit, sich beim Call-Center zu melden. Dies geschieht einfach durch das Drücken des Sprechknopfes am Spielzeug. Die Mitarbeiter leiten die Kinder auch nur in bestimmten, vorher definierten Fällen an die Eltern weiter, in Notfällen alarmieren sie mit genauer Ortsangabe die Polizei.

Handyversand geht auf die Nieren
Mediziner der British Medical Association [BMA] machen in einem Report auf neue Gefahren der Handystrahlung aufmerksam. Da die Handys beim Versenden von SMS eher in Bauchhöhe gehalten werden, wollen die Wissenschaftler jetzt die möglichen Auswirkungen der Strahlung auf die inneren Organe untersuchen. Prinzipiell gilt es als möglich, aber nicht als gesichert, dass die Strahlung von Handys Schäden anrichten kann. Dabei gelten insbesondere Kinder als gefährdet, bisherige Untersuchungen zum Thema haben aber widersprüchliche Ergebnisse hervorgebracht. Seriöse Mediziner wollen sich bislang bei der Einschätzung der möglichen Auswirkungen der Handystrahlung auf den menschlichen Körper nicht festlegen, da vor allem die Langzeitwirkungen noch gar nicht fundiert ermittelt werden konnten.

Seifenopern kommen aufs Handy
Derzeit etabliert sich ein neuer Ansatz, um Handys zum Unterhaltungsmedium zu machen: SMS-Seifenopern, also Fortsetzungsgeschichten, die täglich kostenpflichtig in mehreren “Folgen” ausgesandt werden. Die derzeit zwei SMS-Soaps erreichen schon jetzt die Mehrheit der deutschen Mobilkunden [T-D1, D2, Vodafone und E-Plus]. Demnächst sollen alle deutschen Handy-Besitzer Zugriff auf die mobile Seife haben. Materna, ein Unternehmen, das mobile Anwendungen entwickelt und für E-Plus eine SMS-Soap gestaltet hat, steht zudem in Verhandlungen mit verschiedenen britischen TV-Sendern, die das Konzept als Begleitmedium für neue Serien einsetzen wollen. Die Mobilnetzbetreiber werden in den nächsten Jahren in zunehmendem Maß gezwungen sein, Datendienste zu verkaufen, da einerseits die Sprachtelefonie immer unrentabler wird und andererseits die steigenden Übertragungsraten ausgenutzt werden müssen, um die hohen Investitionskosten für die GPRS- und UMTS-Netze zu decken. Die SMS-Soaps könnten dabei ein ausbaufähiger Ansatz sein.

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"Hacker steuern Spionagesatelliten", Aus Angst vor Giftdrohnen Online-Treffen, Biometrie-Software gegen "Asylbetrug", Musiker sollen gegen Napster antreten, Hollywood umarmt "MP3 für Videos"
Text: anton waldt aus De:Bug 49

Welt am Chip

“Hacker steuern Spionagesatelliten”
“Computer-Hacker” [dpa] sind anscheinend in Rechner der Universität Kaiserslautern eingedrungen, um in den USA ein Programm zur Steuerung von Satelliten zu stehlen. Unbekannte hätten bereits während der Weihnachtstage “über das Internet zwei Rechner der Universität angezapft”. Von den Uni-Computern aus sei dann der Zugriff auf einen Computer in den USA erfolgt. Der wirtschaftliche Schaden ist angeblich enorm. Allein eine Lizenz des Satellitenprogramms kostet für ein Jahr offiziell 60 Millionen USD. Wie die “Hacker” allerdings die vermutlich entwendete Software zu Geld machen könnten, bleibt schleierhaft. Die gestohlenen Daten sind außerdem auch militärisch brisant. Mit ihrer Hilfe sollen sich “Spionagesatelliten” steuern lassen. Woher die “Hacker” allerdings einen Spionagesatelliten nehmen sollen, bleibt ebenfalls schleierhaft.

Aus Angst vor Giftdrohnen Online-Treffen
Aus Furcht vor gewalttätigen Ausschreitungen militanter Globalisierungsgegner hat die Weltbank eine für Juni in Barcelona geplante Konferenz über Entwicklungshilfe abgesagt. Angesichts der angekündigten Proteste mache ein solches Treffen keinen Sinn, erklärte eine Sprecherin der Weltbank. Unterdessen befürchtet die italienische Polizei schwere Ausschreitungen von Globalisierungsgegnern beim G8 Gipfel Ende Juli in Genua. Italienische Zeitungen berichteten, ausländische Demonstranten wollten etwa Beutel mit Aids infiziertem Blut auf Gipfelteilnehmer werfen. Außerdem sei geplant, mit kleinen ferngesteuerten Flugzeugen chemische und biologische Giftstoffe über dem Tagungsgebäude abzuwerfen. Die Debatten der Weltbank sollen jetzt online geführt werden.

Biometrie-Software gegen “Asylbetrug”
Die Innenbehörden der deutschen Bundesländer sollen künftig mit einer Gesichterkennungs-Software mögliche “Asylschwindler” ertappen. Dabei haben die Beamten jene Ausländer “im Visier”, die nach der Ankunft in Deutschland ihren Pass wegwerfen und behaupten, sie kämen aus einem Land, für das ein Abschiebestop bestehe. Zwar tauchen zahlreiche weggeworfene Pässe wieder auf. Eine Zuordnung war aber bisher nur selten möglich. Künftig soll deshalb eine Software eingesetzt werden, die die Passbilder der gefundenen Ausweise digital erfasst und mit den Fotos von möglichen “Asylschwindlern” abgleicht.

Musiker sollen gegen Napster antreten
Der internationale Verband der Musikindustrie bietet Künstlern eine Software an, mit der sie gegen den Tausch ihrer Titel via Napster vorgehen können. Das Programm “Songbird” durchsuche Napster nach einzelnen Titeln und könne bis zu 1.000 Treffer pro Minute erzielen, teilte die deutsche Landesgruppe der IFPI mit. So könnten die Interpreten überprüfen, ob ihre Stücke ohne ihre Zustimmung getauscht werden. Die Künstler sollen damit Napster auffordern, konkrete Titel aus dem Angebot zu entfernen.

Hollywood umarmt “MP3 für Videos”
Im Vorfeld der “DivX Summit”, die Ende Juli in Los Angeles stattfindet, versucht die Filmindustrie die Kompressionstechnik zu vereinnahmen, der immer wieder nachgesagt wird, das MP3 für Videos zu werden. Die Filmindustrie hat offensichtlich aus den Fehlern der Musikindustrie zumindest teilweise gelernt und versucht, frühzeitig auf die Technik zu reagieren. Bevor sie ähnliche Verluste wie die Musikbranche durch MP3 erleidet, soll der DivX-Codec zu einem sicheren Standard entwickelt werden, der den freien Tausch im Internet “unmöglich” macht. DivX basiert auf Microsofts MPEG-4-Version, die allerdings von den ersten DivX-Entwicklern gehackt und nicht lizenziert wurde. Die Tonspuren werden im MP3-Format komprimiert. Mit der DivX-Komprimierungsrate kann der Inhalt einer DVD auf einer normalen CD-ROM untergebracht werden.

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Schnapsfluss online kontrollieren, Programmierbarer Roboter-Käfer, Software "erkennt" Highlights in Sportsendungen, Computer mit Gesten steuern
Text: anton waldt aus De:Bug 49

Welt am Chip

Schnapsfluss online kontrollieren
Mit dem “Beverage Tracker” der Firma VitalLink können misstrauische Chefs jetzt ihr Barpersonal online kontrollieren. Die Geräte bestehen aus einem üblichen Flaschenaufsatz mit Dosiervorrichtung und einem Chip, der die ausgeschenkten Mengen registriert und an einen PC funkt. Das System soll verhindern, dass beispielsweise Barkeeper zu großzügig ausschenken oder gar kostenlose Runden spendieren. Jeder Flaschenaufsatz hat seine eigene Seriennummer und kann einer Alkoholsorte zugeordnet werden. Jeder Ausschank wird dann per Funk übertragen. Der Wirt logt sich in sein passwortgeschütztes Konto im Netz ein und kann jeden Drink und auch den Report bei Schichtwechsel akribisch verfolgen.

Programmierbarer Roboter-Käfer
Von Bandai kommt ein “intelligenter” Roboter-Käfer, der allerdings nur mit Programmier-Unterstützung seines Besitzers zu wirklich smarten Formen aufläuft – ohne Anweisungen krabbelt oder rollt er recht planlos geradeaus bis er auf ein Hindernis stößt, dem er dann in zufälliger Manier ausweicht. Mittels des – extra zu erwerbenden – “WonderSwan”-Hanhelds kann der “WonderBorg” allerdings seine Infrarot-, Akustik- und Tastsensoren dazu einsetzen, recht komplexe Strecken zurückzulegen und dabei kleinere Hindernisse zu überwinden. Der “Wonder Borg” ist etwa elf cm lang, wird von einem 8-Bit-Prozessor gesteuert und ist – bislang nur in Japan – für rund 112 Euro zu haben.

Software “erkennt” Highlights in Sportsendungen
Das Sharp-Forschungslabor hat eine Software entwickelt, die aus der Videoaufzeichnung einer Sportveranstaltung die Höhepunkte herausfiltern soll. Das System macht sich dabei zunutze, dass Fernsehsender die spannendsten Szenen meist in Zeitlupe wiederholen. Ein Algorithmus sucht gezielt nach diesen Sequenzen, markiert sie und stellt daraus einen Index zusammen. Zudem soll der Algorithmus Spezial-Effekte der Sender erkennen, die vor Zeitlupen-Wiederholungen gerne fliegende Logos einbauen oder ähnliche Zeichen setzen. Aus dem Analyse-Ergebnis entsteht ein Index der Highlights, die sich in dichter Folge abspielen lassen. Zeitlupen-Sequenzen aus im Umfeld laufenden Werbespots geraten allerdings nicht mit in den Index, denn die Software prüft alle Szenen auch auf das typische Farbspektrum des Sportereignisses.

Computer mit Gesten steuern
Die “Human Senses Group” der NASA hat nach eigenen Angaben eine Software entwickelt, die zuverlässig Gesten der Hände in Steuerbefehle umsetzt. Dazu werden in einer Lernphase zunächst bestimmte Bewegungen aufgezeichnet und analysiert, später werden bestimmte Bewegungsgrundmuster aus Kamerabildern errechnet. Die NASA-Techniker demonstrierten ihr Programm jetzt anhand eines Flugsimulators für F-15 Kampfjets. Kevin Wheeler von der “Human Senses Group” hatte bei der Vorführung sogar ersichtlich Spaß, was auf eine Massenanwendung der Technologie hindeutet: Die Steuerung von Videospielen. “Die Steuerung ist wirklich intuitiv und sogar schwierige Flugmanöver wie Rollen lassen sich einfach ausführen,” beschrieb Wheeler seinen Spielspaß. Die NASA-Techniker haben mit ihrer Entwicklung allerdings weitaus ernsthaftere Anwendungen als die Steuerung von Games im Sinn. Vor allem in der Medizin soll die Technik zum Einsatz kommen, so etwa für die Steuerung von Operations-Robotern oder von Prothesen. Zunächst soll allerdings die nötige Hardware dadurch reduziert werden, dass die Bewegungen durch ein einfaches Armband analysiert werden. Dieses soll dann Muskelbewegungen der Hand direkt abnehmen, sodass keine aufwendige Analyse von Kamerabildern mehr nötig wäre.

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Text: anton waldt aus De:Bug 44

Sony im MP3-Krieg mit Sony

Ein MP3-Krieg der besonderen Art findet seit geraumer Zeit zwischen verschiedenen Abteilungen von Sony statt: Dabei stehen sich Sony-Music und Sony-Consumer-Electronics so feindlich gegenüber. In dem Konflikt kehrt sich ein eigentlich unschlagbarer Vorteil Sonys zum Nachteil: Der Konzern ist weltweit einmalig sowohl als Hersteller von Hardware [Vom Walkman bis zu Notebooks] als auch auch Inhalten [Filme und Musik] positioniert. Die Auseinandersetzung spielt sich laut Insidern schon seit rund einem Jahr hinter verschlossenen Türen ab, über Industrie-Foren und Indiskretionen gelangt sie jetzt aber immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit. Den bisherigen Höhepunkt erreichte der Bruderkrieg nach der Vorstellung von neuen Musik-Playern auf der Consumer Electronics Show [CES] in Las Vegas. Sony-Electronics präsentierte drei neue Player, die auch MP3s abspielen [auf CD-ROM gebrannt], ein Standgerät, einen portablen und ein System für Automobile. Ein Vertreter von Sony-Electornics beschrieb die Reaktion seiner Kollegen aus der Musikabteilung einfach mit: “They we´re pissed.”

Urheberabgabe auf PCs teilt Europa

Für jeden in Deutschland verkauften PC muss seit Anfang Januar eine Vergütungspauschale von 30 Euro [58,67 DM] gezahlt werden. Die Abgabe wurde nicht im Einvernehmen mit der Hardware-Industrie beschlossen, sondern von den VGs schlicht und einfach angeordnet – die Rechtmäßigkeit der Abgabe dürfte daher vor Gericht entschieden werden. Neben diesem rigiden Vorgehen ist vor allem bemerkenswert, dass durch die Abgabe die Situation auf europäischer Ebene noch komplizierter wird, als sie es ohnehin schon ist: Bisher scheiterten alle Versuche einer Harmonisierung der Regeln für Urheberabgaben in Europa, der nächste Anlauf steht Mitte 2001 an. Die markante Verteuerung von PCs in Deutschland könnte daher zu einem regen “kleinen Grenzverkehr” von Rechnern via Onlinehändler führen. Mit der neuen deutschen Abgabe sollen die Urheberrechte von Verlegern und Künstlern abgegolten werden, teilte die VG Wort mit. Die Verwertungsgesellschaften legten die Abgabe demach im Alleingang fest, weil Verhandlungen mit der Industrie zu keinem Ergebnis führten.

“Urheberabgabe” auf SAT-Receiver

Ab 1. Januar 2001 muss in Österreich für jeden SAT-Receiver bzw. -Decoder eine Abgabe von 120 ATS plus 20 Prozent Mehrwertsteuer bezahlt werden. Die Abgabe kommt nach dem Willen der Bundesregierung der Künstlersozialversicherung zugute, wobei laut Wirtschaftskammer hauptsächlich “bildende Künstler wie Maler und Bildhauer sowie Literaten etc.” unterstützt werden sollen, die mit der Erstellung von TV-Inhalten “nur am Rande” zu tun haben.

Urheberabgabe auf CD-ROMs in Frankreich

In Frankreich wurde Ende Januar eine Steuer auf unbespielte digitale Datenträger wie CD- oder DVD-Rohlinge eingeführt. Die Abgabe soll Musik- und Filmautoren Einnahmen aus den digitalen Kopien ihrer Prodkte auf diesen Formaten sichern. In der Praxis wird eine für 74 Minuten ausgelegte unbespielte Audio-CD zusätzlich mit 3,70 Franc [0,56 Euro] belastet, eine beschreibbare DVD mit 24,75 Franc [3,77 Euro]. Für andere Datenträger wie MiniDisc und Speicherkarten für MP3-Spieler gelten vergleichbare Sätze. Die französische Steuer geht auf hartnäckige Forderungen der Musik- und Filmindustrie zurück, die ihren Anteil am Boom der privaten digitalen Kopien fordert.

Timex zeigt Internet-Armbanduhr

Timex hat bei der Consumer Electronic Show in Las Vegas eine Uhr mit Internetanschluss vorgestellt. Die Übertragungstechnik stammt von Motorola Wireless, die Inhalte in Form von News liefert SkyTel. Der Timex Internet Messenger spult seine drahtlos empfangenen Nachrichten als Lauftext im Display der Uhr ab. Die Uhr kann E-Mails empfangen und als Pager eingesetzt werden. Die Uhr kommt für rund 100 USD vorerst nur auf den amerikanischen Markt.

Erstes Produkt aus Intels Spielzeugreihe

Mit dem “QX3” getauften Computermikroskop hat Intel das erste “Spielzeug” aus seinen Smart Toy Labs auf den Markt gebracht. Das QX3 bietet eine Vergrößerung von 10x bis 200 x und arbeitet ohne Okular: Die Bilder werden via USB zum PC übertragen und auf dem Monitor dargestellt. Entwickelt wurde das Computermikroskop gemeinsam mit Spielzeughersteller Mattel. Kernstück des QX3 ist ein VLSI CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 352×288 Pixel. Die Bildqualität des QX3 ist schwer mit der eines klassischen Mikroskops zu vergleichen, entspricht aber subjektiv dem eines Schülermikroskops. Die Beleuchtung kann per Software von Durchlicht auf Auflicht umgeschalten und gedimmt werden. Bei hohen Vergrößerungen ist die Beleuchtung aber etwas zu schwach, eine zusätzliche Lampe neben dem Mikroskop reduziert das Rauschen des CMOS-Sensors deutlich und verbessert so die Bildqualität.

Mobile “Speicher-Briefmarke” fasst 500 MB

Auf der Consumer Electronics Show hat die Firma DataPlay die “DataPlay Disc” gezeigt, ein optisches Speichermedium in Briefmarkengröße, das bis zu 500 MByte aufnimmt und zwischen 5 und 10 USD kosten soll. Verglichen mit anderen mobilen Speichermedien sind Preis und Fassungsvermögen ein Quantensprung. Für den anvisierten Preis pro 500-MByte-Medium ist die DataPlay Disc gegenüber der Konkurrenz unschlagbar billig: Für eine CompactFlash-Karte mit 128 MByte sind rund 400 Euro fällig. Sony verlangt für einen 64-MByte-Memory-Stick rund 150 Euro. Iomega lässt sich für Clik!-Medien mit 40 MByte rund 12 Euro zahlen. Das IBM Microdrive kostet mit 340 MByte rund 450 Euro. Auf der CES waren bereits Prototypen zu sehen. Fertige Produkte sind für die zweite Hälfte des Jahres angekündigt.

TDK kündigt CD-RWs mit 2 GByte an

TDK hat auf der Consumer Electronics Show angekündigt, noch im Herbst diesen Jahres Brenner und CD-Rs und -RWs mit 2 GByte Kapazität auf den Markt zu bringen. Dabei setzt TDK das so genannte MultiLevel-Recording [ML] ein. Statt wie bei herkömmlichen Disks nur zwischen hell und dunkel zu unterscheiden, kann das MultiLevel-Verfahren acht Graustufen lesen. Grob gesagt lassen sich auf der Fläche, die bisher 0 oder 1 [hell oder dunkel] speichern konnte, nun Werte von 0 bis 8 [Graustufen] ablegen. Die Differenzierung bietet zum einen mehr Speicherplatz, zum anderen soll sich die Schreibgeschwindigkeit verdreifachen und so bis zu 36x entsprechen.

Kinder wegen Internet-Surfens verhaftet

Der pädagogische Nutzen des Internets scheint von der türkischen Polizei noch nicht wirklich erkannt worden zu sein: Bei einer Razzia in Internet-Cafes in der zentralanatolischen Stadt Kirikkale sind 130 Kinder in Gewahrsam genommen worden. Wie die Zeitung “Milliyet” berichtete, führte Polizeichef Hayrettin Gök die Kinder der Presse wie Verbrecher vor. Anschließend hielt der Polizeichef den Kindern im Alter zwischen zehn und 16 Jahren eine Standpauke: “Wenn Ihr wieder in Internet- Cafes geht, werden wir Euch erneut aufgreifen….Wir wollen Euch nicht an schlechten, sondern an guten Orten sehen.” Die Kinder sollten lieber ihre Hausaufgaben machen und lernen, statt in den Cafes im Internet zu surfen, meinte Gök. Anschließend seien die eingeschüchterten Kinder und Jugendlichen wieder frei gelassen worden. Die Betreiber der Internet-Cafes seien verwarnt worden.

Ohrenschäden durch Spielzeughandys

Laut einer Überprüfung des Bayerischen Landesamtes für Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik klingelt jedes zweite Spielzeug-Handy für Kinder zu laut. Die deutsche Spielzeug-Norm legt einen akustischen Grenzwert von 92 Dezibel fest. Den Eltern wurde empfohlen, “sich vor einem Kauf eines Spielzeug-Handys davon zu überzeugen, dass die Telefone nicht zu laut sind”. Die zuständigen Gewerbeaufsichtsämter sollen jetzt dafür sorgen, dass derartige Handys aus dem Handel genommen werden, teilte das Amt heute mit.

Der Narr verlässt Deutschland

Nach rund einem Jahr beendet das US-Finanzmagazin “Motley Fool” den Versuch, eine deutsche Tochter zu etablieren und gibt die deutschsprachige Site auf. Die “närrische” Sicht auf Finanzthemen und insbesondere auf die Börsen hob sich auch in seiner deutschen Ausgabe wohltuend von anderen Sites der Branche ab. Die Sprache war im Gegensatz zum üblichen “Analystensprech” verständlich und die Narren vermieden – besonders lobenswert im letzten Jahr – Aktien und Firmen über Gebühr zu loben. Grund für die Einstellung der deutschen Site ist der vergebliche Versuch, einen potenten ökonomischen Partner zu finden. In der närrischen Abschlusserklärung heißt es dazu, dass “Euphorie und Panik an den Finanzmärkten auch vor unseren Toren nicht halt machen.”

Playstation 2 auf Saddams Wunschzettel

“MSNBC” will von “Regierungsquellen” erfahren haben, dass Saddam Husseindas Weihnachtsgeschäft hemmungslos ausgenutzt haben will, um unauffällig tausende Playstations ihrer eigentlichen Bestimmung zu entreißen. Statt kleine und große Kinder zu unterhalten, sollten die Konsolen demnach für geheime Rüstungsprojekte ausgeschlachtet werden. Nach dem Bericht soll eine Gruppe von Irakern vorgehabt haben, “tausende” PS2 im Raum Detroit aufzukaufen, um sie anschließend nach Bagdad zu verschiffen. Allerdings hatten die Agenten schnödes Shopper-Pech und bekamen kaum noch eine der begehrten Konsolen ab. Danach sollen die skrupellosen Waffeneinkäufer einfach 1.400 alte Modelle der Playstation erworben haben. Schon zum Verkaufsstart der PS2 in Japan ließ Sony durchblicken, dass es Schwierigkeiten bei den Exportgenehmigungen gab, da die schnellen 3-D-Prozessoren zu schnell für Zivilisten seien. Nach dem entsprechenden Medienecho wurden die Schwierigkeiten natürlich wieder dementiert.

Softwarefehler fährt Autos in den Graben

Der Autohersteller Ford wird 110.00 Fahrzeuge der Modelle “Explorer” und “Mountaineer” in die Werkstätten beordern, weil ein Softwarefehler zu ungewollten Beschleunigungen und damit zu Unfällen führen kann. Offensichtlich ist die Kontrollsoftware des Tempomaten fehlerhaft und kann zum Kontrollverlust des Lenkers über das Fahrzeug führen. Der britische “Channel 4” sprach in einem Bericht sogar von einem Todesfall durch die ungewollte, plötzliche Beschleunigung.

PCs und Spielkonsolen machen Kinder fett

Der Befund liegt zwar eigentlich auf der Hand, aber britische Wissenschaftler haben ihn in einer Langzeitstudie mit breit angelegter Datengrundlage jetzt gründlich bestätigt: Immer mehr Kinder [in den Industriestaaten] werden wegen Bewegungsarmut vor ihren Spielkonsolen, TV-Geräten und PCs medizinisch bedenklich korpulent. Die Forschergruppe vom Londoner King’s College fing mit ihren statistischen Untersuchungen 1974 an und wog allein zwischen 1984 und 1994 mehr als 30.000 Kinder, die zum Messzeitpunkt jeweils zwischen vier und elf Jahren alt waren. Nachdem die Zahl der übergewichtigen Kinder zwischen 1974 und 1984 relativ konstant blieb, nimmt sie seitdem immer stärker zu. Dabei stieg die Zahl der Jungen proportional stärker als die der zu schweren Mädchen. Als Hauptursache für den Anstieg der übergewichtigen Kinder bennent Sue Chinn vom Forschungsteam eindeutig die abnehmende Dauer von physischen Aktivitäten – die Kinder bewegen sich schlicht weniger als noch vor 20 Jahren. Die britische Presse von der “Daily Mail” bis zum “Register” [“Turn off the console, Fat Boy”] machte als Hauptschuldige für die Bewegungsarmut neben dem Fersehen sofort PCs und Spielkonsolen aus.

Blutiger Krieg um Handy-Rohstoff

Der extrem unübersichtliche und blutige Bürgerkrieg im Kongo, der für die Kriegsparteien schon lange zum Selbstzweck geworden ist, wird seit letztem Jahr nicht mehr in erster Linie um die Gold- und Diamanten-Vorkommen des Landes geführt und gleichzeitig finanziert, sondern von einem Rohstoff für die Informationsgesellschaft. Tantalum [Ta] ist ein rares Edelmetall, das für bestimmte Komponenten wie Kondensatoren gebraucht wird und dessen Nachfrage vor allem durch den Handyboom im letzten Jahr explodiert ist. Die Preise stiegen vom Februar bis Dezember von 75 auf 350 USD pro Pfund. Das Pentagon stuft Tantalum schon seit langem als strategischen Rohstoff ein, der für die Rüstungsindustrie und die Raumfahrt benötigt wird. Aber erst die Verwendung in vielen Kommunikationsgeräten für den Konsumentenmarkt hat Tantalum, dessen wichtigste Reserven außer im Kongo in Australien und Brasilien zu finden sind, so kostbar gemacht, wie es heute ist. Wegen dem anhaltend niedrigen Goldpreis und der internationalen Aufmerksamkeit, die der Diamantenhandel als Triebfeder und Finanzquelle des Krieges erhalten hat, ist Tantalum inzwischen der interessanteste Rohstoff für alle Kriegsparteien. Unabhängige Beobachter gehen davon aus, dass der Krieg für die meisten Kämpfer inzwischen zur einzigen Aufgabe und damit zum Selbstzweck geworden ist. Die Förderung und der Verkauf des begehrten Tantalums zeigt diesen Zustand deutlich an: Die Exportfirma “Somigl”, die vom lokalen Ankauf bis zum internationalen Verkauf den Markt kontrolliert, gehört zwar zu 75 Prozent der größten Rebellengruppe RCD [Kongolesische Sammlung für Demokratie], handelt aber auch mit Tantalum aus Gebieten, die von der Regierung kontrolliert werden.

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Text: Anton Waldt aus De:Bug 43

Welt am Chip

Napster wegfiltern
Der Online-Musik-Abo-Service EMusic will mit einer “neuen Technologie” verhindern, dass seine Musikstücke über Napster kostenlos vertrieben werden. Eine “spezielle Software” werde das Napster-Angebot künftig nach Liedern aus dem EMusic-Repertoire durchsuchen. Mit einer E-Mail würden die Anbieter der entsprechenden Songs dann “ultimativ aufgefordert”, die Musikdatei zurückzuziehen. Wenn die Napster-Mitglieder die aufgespürten Songs nicht binnen 24 Stunden von der Tausch-Website entfernten, solle Napster aufgefordert werden, den Napster-Zugang für die entsprechenden Nutzer zu sperren. Napster lehnt eine Kooperation mit EMusic bisher allerdings ab. Die Methode sei nach einer ersten Prüfung in der vergangenen Woche technisch nicht durchführbar, sagte Napster-Chef Hank Barry. EMusic-Chef Hoffman warf Napster vor, den Vorschlag nicht umsetzen zu wollen.

Preise für Kopierschutz-Hacks
Die Secure Digital Music Initiative [SDMI] will das Preisgeld ihres 10.000 USD des umstrittenen Hackwettbewerbs an zwei Teilnehmer auszahlen. Nach Meinung der SDMI-Verantwortlichen haben beide erfolgreich nach dem SDMI-Verfahren verschlüsselte Musikstücke cracken konnten. Für SDMI-Direktor Leonardo Chiariglione hat der Wettbewerb seine Schuldigkeit getan, indem er die kleinen Mängel des SDMI-Kopierschutzes aufgezeigt und gleichzeitig die generelle Tauglichkeit des Systems unter Beweis gestellt hat.

Gewerkschaften in der New Economy
Amazon hat sich mit Nachdruck gegen jeden gewerkschaftlichen Einfluss im Unternehmen ausgesprochen. Gewerkschaften schadeten dem Unternehmen und den Mitarbeitern gleichermaßen, da sie “aktiv Misstrauen gegenüber Vorgesetzten schüren”, argumentierte das Amazon-Management in einer internen Empfehlungsliste an die leitenden Angestellten.
Die Amazon-Führungskräfte wurden aufgerufen, das Entstehen möglichen gewerkschaftlichen Engagements sorgsam zu überwachen. Verräterisch sei beispielsweise, wenn Mitarbeiter in Gruppen zusammenstünden und “plötzlich ihr Gespräch beenden, wenn ein Vorgesetzter naht”. Auch ein plötzlicher Qualitätsabfall in der Arbeitsleistung oder wachsende Aggressivität in der Abteilung sowie unhöfliches Auftreten in der Kantine seien ein Zeichen.

Microsoft trifft Quellcode-Spion
Vertreter der holländischen Niederlassung von Microsoft haben sich mit dem unter dem Pseudonym “Dimitri” bekannten Hacker des Microsoft-Netzwerkes getroffen. Einzelheiten des Gesprächs wurden nicht bekannt gegeben, der 19-jährige Student ist aber wohl nicht angezeigt worden. Dass Microsoft sich offiziell mit einem Hacker trifft, ist ein Novum. Dimitri hat auf Reporterfragen nach dem Treffen nur geantwortet, man habe sich gegenseitig Geheimhaltung zugesichert. Nach dem Bericht hat der 19-Jährige einen “etwas eingeschüchterten Eindruck” gemacht. Dimitri hat sich zweimal in das Microsoft-Netzwerk eingeschlichen.

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Pokemon tötet Tech-Klassiker
CAD für Lego, Lego-Video-Games und Lego-Roboter: All diese Bemühungen, den Tech-Spielzeugklassiker zu digitalisieren, scheinen nichts genützt zu haben. Die dänischen Bauklötze verlieren immer weiter an Boden gegen den Computer als Kinderspielzeug und “Trendartikel” wie die Pokemon-Produkte. Der Familienkonzern muss in diesem Jahr mit Verlusten von bis zu 67 Millionen Euro und damit dem höchsten Minus seit der Gründung in den dreißiger Jahren rechnen. Nachdem bereits im vergangenen Jahr 1.000 Stellen und damit zehn Prozent der Belegschaft abgebaut wurden, sollen 2001 weitere 300 Mitarbeiter Lego verlassen. Konzernchef Kirk Kristiansen: “Kinder werden heute früher älter. Sie spielen nicht mehr so viel im traditionellen Sinn und betreiben andere Dinge wie Videospiele, Fernsehen und Freiluftaktivitäten.” Kristiansens Stellvertreter Poul Plogmann erklärte, der Erfolg von Pokemon habe Kaufkraft von Lego abgezogen.

Der Kopf als Joystick
Cybernet Systems hat eine Software vorgestellt, die die Gamesteuerung über die eigenen Kopfbewegungen möglich machen soll. Das Programm “UseYourHead” hieß als Beta noch “HeadHunter” und kostet 25 USD. UseYourHead erfordert eine USB-Kamera und läßt sich mit anderen Spiel-Peripherie-Geräten kombinieren. Bestimmte Buttons sollten wahrscheinlich auch besser nicht “auf den Kopf gelegt” werden: Dauerfeuer auf Monster aller Art könnte sonst schnell Kopfschmerzen verursachen.
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Handys als Dolmetscher
Hitachi und Samsung wollen bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 einen Handy-gestützten Übersetzungsdienst für Japanisch und Koreanisch zur Marktreife bringen. Das “Mobi-lingual” getaufte System soll in den nächsten zwei Monaten in Japan und Südkorea getestet werden. Der Einsatz des Mobilfunkdienstes ist geplant, um Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Japanern und Südkoreanern bei der Fußball-WM 2002 vorzubeugen. Beide Länder tragen die kommende Fußball-WM gemeinsam aus. Mit dem Übersetzungssystem wird ein Handy zum – rudimentären – Übersetzungsgerät umfunktioniert, um bei der WM zumindest eine Minimalkommunikation zwischen japanischen und koreanischen Vertretern zu gewährleisten. So könnte etwa ein Japaner, der kein koreanisch spricht, das elektronische Übersetzungszentrum anwählen, erklärte Hitachi. Dort sucht das System aus rund 1.500 gespeicherten Satzmustern die passende Übersetzung ins Koreanische aus. Der Japaner übergibt den Hörer an seinen koreanischen Gesprächspartner, der sich dann – hoffentlich den richtigen – Satz in seiner Muttersprache anhören kann. Beide Konzerne wollen den mobilen Übersetzungsservice in einer Probephase im Vorfeld der WM zunächst für zwei Monate kostenlos anbieten. Sollte der Test erfolgreich sein, könnten auch Angebote in anderen Sprachen folgen.

Pistolen als Handy getarnt
Das deutsche Bundeskriminalamt [BKA] hat vor Pistolen gewarnt, die wie Handys aussehen. Mehr als ein Dutzend derartiger Waffen sei bereits in zwei Fällen an der slowenisch-kroatischen Grenze und in Amsterdam sichergestellt worden, berichtete BKA-Sprecher Gerd Schlemmer. Er bestätigte einen Presse-Bericht, dem zufolge aus den Handy-Gehäusen vier Kugeln vom Kaliber 22 abgeschossen werden können – telefonieren kann man mit den Geräten allerdings nicht. Die Schieß-Handys tragen die Fantasie- Aufschrift “Nokitel”. Ihre Herkunft ist unklar, das BKA geht von einem Eigenbau aus.

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Text: Anton Waldt aus De:Bug 42

Welt am Chip

G4 mit 600 MHz ab Januar
Eigentlich wollte Apples Prozessorlieferant schon im Januar diesen Jahres G4-Chips mit 600 MHz liefern, jetzt sollen sie nach Insider-Informationen, die sich auf “Löcher” in der Kommunikation zwischen den beiden Unternehmen berufen, genau ein Jahr später auf den Markt kommen. Die 600 MHz-G4s werden demnach 0,18 Micron “PowerPC 7410”-Prozessoren sein, also aus der derzeit mit 500 MHz ausgelieferten Chip-Reihe. Die ersten G4-Prozessoren [“7400”] konsumierten vor allem deutlich mehr Energie als die “7410”-Chips [Ein “7400”-G4 mit 400 Mhz genausoviel wie ein “7410” mit 500 MHz].

Mehr Apfel wird billiger
Mit Preisnachlässen von 300 USD will Apple die Verkäufe des “G4 Cube” ankurbeln. Der enttäuschende Absatz des Rechners war einer Hauptgründe für die Gewinnwarnung im September, die die Apple-Aktien um rund 50 Prozent in den Keller schickten. Ob die Rabatt-Aktion nur den USA durchgeführt wird oder weltweit gelten soll, ist derzeit allerdings noch unklar. Apple gewährt Kunden, die einen “G4 Cube” zusammen mit einem Apple-Monitor erwerben, einen Preisnachlass von 300 USD. Bei einem US-Preis von 499 USD für das kleinste Monitor-Modell [17 Inch CRT], ist der Rabatt ein durchaus kräftiger Kaufanreiz. Käufern von aktuellen Powerbooks bietet Apple in den USA einen Preisnachlass von 200 USD.

Intel beurteilt Rambus-Pakt als Fehler
Intel CEO Craig Barrett hat in einem Interview mit der “Financial Times” die Partnerschaft mit dem Chip-Designer Rambus bedauert: “Wir haben viel von Rambus erwartet, aber das hat sich nicht erfüllt.” Barret fügte hinzu, dass es ein Fehler war, bei einer Technologie, die die Performance bestimmt, auf eine andere Firma zu vertrauen. In dem Interview greift Barret Rambus auch wegen deren breitangelegten Klagen gegen Chip-Hersteller an: “Wir dachten, wir wären Partner einer Firma, die sich auf Technologie konzentriert und nicht drauf aus, von anderen Unternehmen Gebühren einzutreiben.” Abgesehen davon, dass insbesondere vor dem Hintergrund der Prozess-reichen Intel-Firmengeschichte diese Aussage etwas naiv klingt, wird sich Intel allerdings damit von Rambus nicht schnell lösen können: Der Pentium 4 muss gemäß den abgeschlossenen Verträgen den Rambus-Speicher unterstützen.

Microsofts .NET-Anwendungen für Palms
Microsoft will im Rahmen seiner Internet-Initiative .NET eventuell Anwendungen wie Word, Excel oder Exchange auf die PDAs des Pocket-PC-Konkurrenten Palm portieren. In einem Interview begründete CEO Steve Ballmer diese Option mit der beherrschenden Position der Palm-OS-Plattform in diesem Marktsegment. Palm ist bei den tastaturlosen PDAs mit einem Anteil von etwa 65 Prozent unangefochtener Marktfuehrer. Gemeinsam mit dem Visor von Handspring verbucht die Palm-OS-Fraktion in den USA einen Marktanteil von 85 Prozent. Die Pocket-PCs mit Microsofts Betriebssystem Windows CE von Casio, Compaq oder Hewlett-Packard kommen dort nur auf etwa 15 Prozent. Entsprechend gering sind auch Programme wie Pocket Word oder Excel in der mobilen Gemeinde verbreitet. Der Gedanke an eine Zusammenarbeit mit Palm bedeutet aber laut Ballmer keine Abkehr von den PDAs mit Windows CE 3.0: “Wir werden die Pocket-PCs auf keinen Fall aufgeben. Wir stehen mit 100 Prozent hinter dieser Technologie”, sagte er.

Die DARPA [Defense Advanced Research Projects Agency] des US-Verteidigungsministeriums hat ein “selbstheilendes Minenfeld” entwickelt. Die Antipanzer-Minen kommunizieren dazu ständig untereinander ihre Entfernungen. Wird durch ein Fahrzeug oder eine Räumaktion des Feindes eine Bresche in das Feld geschlagen, “hüpfen” einzelne Minen bolzengetrieben und pro Sprung bis zu zehn Meter weit, bis die Lücke geschlossen ist. Die Darpa plant derzeit Testfelder des “selbstheilenden Minenfeldes”, bei dem mit 50 Minen auf einem halben Hektar verschiedene Selbstanordungstaktiken ausprobiert werden sollen. Das vernetzte Minenfeld soll das “gemischte” ersetzen, bei dem Anti-Personenminen vor allem an den Rändern des Antipanzer-Feldes platziert werden, um eine Räumung zu erschweren. Hintergrund ist die geplante Unterzeichnung der Konvention von Ottawa durch USA. Die Konvention fordert einen Verzicht auf Antipersonenminen – auf die die US-Army dann teils sowieso verzichten kann.

darpa

Quake als billiges 3-D-Programm
Am Architektur-Institut der Cambridge University wird derzeit an einer kostengünstigen Alternative für die 3-D-Darstellung von geplanten-Gebäuden gearbeitet – auf der Basis von “Quake”. “Wir bekommen bessere Resultate mit einem 50 Euro-Spiel als mit den üblichen, sehr teuren Architektur-Programmen,” kommentiert der Projektleiter Paul Richens. “Quake” als Grundlage für Architektur-Darstellungen birgt aber offensichtlich auch einige überraschende Schwierigkeiten: “Wir haben viel Zeit damit verbracht, Treppengeländer einzufügen, da zuviele Besucher abstürzten.” Außerdem mussten auf Drängen der Institutsleitung die Waffen aus dem Spiel entfernt werden.

Monopoly als “Internet-Version”
Der US-Spielehersteller Hasbro hat eine “Internet-Version” des Spieleklassikers Monopoly auf den Markt gebracht. Das Brettspiel sieht auf den ersten Blick genau so aus, wie das Original – doch statt der Schlossallee oder der Badstraße können Spieler bekannte Internet-Firmen und Sites erwerben. In der “dot-com Edition” geht es darum, “ein Monopol in der Internet-Branche” aufzubauen. Im Monopoly-Update wetteifern die Spieler um Firmen der New Economy wie Geocities, eBay, Excite und Yahoo!. Statt Eisenbahnen finden sich auf dem Spielbrett jetzt AT&T, Sprint, MCI WorldCom oder Nokia.

monopoly

500.000 Euro-Preis bei Online-Gewinnspiel
Eine Million Mark will das Online-Werbeunternehmen Cyquest bei einer “Millionenjagd durchs Netz” an den Gewinner auszahlen. Cyquest will die Internet-Werbung zum Spielinhalt und damit “attrakiver” machen. “Zur Zeit setzt ein Umdenken bei den Werbetreibenden ein”, sagte Geschäftsführer Joachim Diercks. Die Werbe-Banner im Internet zeigten kaum noch Wirkung: Lediglich 0,4 bis ein Prozent der Nutzer würden darauf aufmerksam. Daher müssten neue Spielformen Nutzer auf Unternehmen und Werbebotschaften aufmerksam machen. Cyquest lässt sich dabei von den Unternehmen bezahlen, die während des Spiels angesurft werden müssen. Aus dem Verhalten der Surfer während des Spiels will Cyquest außerdem Nutzerprofile erstellen, die danach an Drittfirmen verkauft werden. Persönliche Daten werden aber angeblich nicht ohne Zustimmung der Nutzer weitergegeben.

cyquest

Musik-Industrie unterstützt MP3.com-Klon
Nach Warner, BMG und Universal hat jetzt auch Sony-Music eine Kooperation mit dem “My-MP3.com”-Klon Musicbank bekannt. Musicbank will ab Herbst diesen Jahres Besitzern von CDs via Internet jederzeit den Zugriff auf die Musik ermöglichen, auch wenn der erworbene Tonträger gerade nicht bei der Hand ist. Dabei geht Musicband allerdings anders als MP3.com vor, dessen Service “My-MP3.com” nach dem gleichen Schema funktioniert. Statt den Dienst zu starten und dann die Klagen der Musikindustrie abzuwarten, werden die potenziellen Prozessgegener von vorneherein mit ins Boot geholt. Die für seine Musikindustrie-Partner wichtigste Frage konnte oder wollte Musicbank bislang allerdings nicht öffentlich beantworten: Wie die Zugriffsrechte der einzelnen Nutzer überprüft werden sollen.

musicbank

Mit dem Handy auf “Verbrecherjagd”
Die japanische Polizei will sich zur Verfolgung von Schwerstkriminellen jetzt die “Handy-Begeisterung der Bevölkerung” zunutze machen. Eine über Mobiltelefon abrufbare Site soll es “auch normalen Bürgern ermöglichen, auf Verbrecherjagd zu gehen”, sagte ein Polizeisprecher. Auf der Site finden sich den Angaben nach Fahndungsfotos der 25 meistgesuchten Verbrecher Japans, darunter auch bewaffnete Räuber und führende Mitglieder der Aum-Sekte, die für den Giftgasanschlag auf Tokios U-Bahn vor fünf Jahren verantwortlich gemacht wird. “Jeder Handy-Benutzer mit Internetzugang” könne sich “die Konterfeis auf sein Telefondisplay laden und mit den Gesichtern verdächtiger Personen auf der Straße vergleichen”, erklärte der Polizeisprecher. Jetzt wird mit Spannung erwartet, wie lange es dauert, bis die japanische Polizei ihren fragwürdigen Fahndungsansatz aufgibt, weil ihre Notrufnummern überrannt werden: Denn auch auf den in Japan verbreiteten Farbdisplays dürfte die Wiedererkennungsrate von Gesichtern nicht besonders hoch sein.

Erster deutscher “Internet-Kindergarten”
Der “erste Internet-Kindergarten Deutschlands” ist in Mölln eröffnet worden. Die Einrichtung ist nach Angaben der Initiatoren der erste Kindergarten der Bundesrepublik, in dem Kinder zwischen drei und zehn Jahren spielerisch den sinnvollen Umgang mit Computern und dem weltweiten Datennetz erlernen sollen. Die Zeit, die die Kinder vor dem Bildschirm verbringen dürften, sei auf maximal eine Stunde pro Tag begrenzt.

internetkindergarten

Autoreifen melden Zustand via Bluetooth
Der finnische Reifenproduzent Nokian Renkaat hat Pläne für “intelligente” Reifen vorgestellt, die via Bluetooth an das Handy des Fahrers Informationen senden. Schon ab nächstem Jahr sollen Chip-bestückte Reifen, die Daten zu ihrem Luftdruck und ihrer Temperatur senden, auf den Markt kommen. Da dabei auf Bluetooth gesetzt wird, müssen am Fahrzeug selbst keine Modifikationen vorgenommen werden.

nokiantyres

NSI hortet angeblich 3 Millionen Domains
Der ehemalige Monopolist auf die Vergabe der Top Level Domains [TLD] “com”, “org” und “net”, Network Solutions [NSI] wird nach ähnlich lautenden Gerüchten jetzt auch vor Gericht beschuldigt, Domain-Namen zu horten. Konkret wirft die US-Sammelklage NSI vor, rund drei Millionen Domain-Namen unrechtmäßig zurückzuhalten, um sie besonders gewinnbringend zu versteigern.

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Text: waldt aus De:Bug 35

Welt am Chip: Anton Waldt waldt@lebensaspekte.de Panzer und Kreuzer unter Hackerkontrolle Die U.S. Army hat ein neues Risiko des Informationskrieges ausgemacht, das darin besteht, dass Cracker zeitweise die Kontrolle über die automatisierten Steuereinheiten von Panzern oder Kriegsschiffen erlangen könnten. Auf der “Army Directors of Information Management Conference” in Houston erklärte Major Sheryl French, dass diese Gefahr existiere und mit fortschreitender Abhängigkeit einzelner Kriegsgeräte von digitalen Daten für Navigation und Steuerung noch zunehme. Das U.S. Militär hat nach eigenen Angaben [Auf einer Schulungs-CD-ROM für Offiziere] die Übernahme der Kontrolleinheiten von Panzern und Kreuzern schon “getestet”. Konkret wird ein Versuch erwähnt, bei dem ein Navy-Offizier in Boston mit einem Laptop die Navigationsdaten eines Kriegsschiffs verändert und so den Kurs bestimmt. Major French ist als Programm-Manager für Sicherheitsmassnahmen der “Digitized Force” zuständig. U.S. Army http://www.army.mil/ Hacker muss als Strafe Sozial-Software herstellen In Singapur muss ein ertappter Hacker zur Strafe Software für soziale Zwecke herstellen. Nach lokalen Zeitungsberichten verurteilte ein Gericht den 16-jährigen, Lehr- und Hilfsprogramme für alte sowie behinderte Menschen zu schreiben. Zudem müsse er Web-Seiten entwerfen, in denen Eltern aufgefordert werden, auf den legalen Umgang ihrer Kinder mit dem Internet zu achten. Aus den Berichten geht leider bisher nicht hervor, worin die Straftaten des Hackers bestehen. Die Strafe des Gerichts erscheint wesentlich durchdachter als der – von amerikanischen Gerichten fallweise angeordnete – Computerentzug. Chatroom-Verbot nur bei Verstoss gegen “Chatiquette” Ein virtuelles Hausverbot gegen Besucher von Chat-Räumen darf nur bei ausdrücklichen Verstössen gegen “die üblichen Verhaltensmassregeln” ausgesprochen werden. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn gilt für Chatrooms das gleiche Recht wie für normale Geschäftslokale. Danach habe jeder das Recht auf freien Zutritt und der Inhaber dürfe sein Hausrecht nicht willkürlich ausüben [Az.: 10 O 457/99]. Die Richter verwiesen auf die “Chatiquette”, nach denen Beleidigungen oder rassistische Ausfälle verboten sind. Das Gericht wies damit das Begehren eines Chatroom-Betreibers ab, der einen “ausgewiesenen Streithahn” juristisch von seinen Sites vertreiben wollte. Der Betreiber fürchtete, dass sich andere Nutzer wegen der Streitereien von seinem Dienst abwenden könnten. Ein virtuelles Hausverbot wäre erst gerechtfertigt, wenn der Kunde den Betriebsablauf gestört oder “die Software nicht im Rahmen des üblichen Chatter-Verhaltens genutzt hätte”. Solarenergie für Handys und PDAs Forscher des japanischen Konzerns NTT haben Zwischenergebnisse eines Forschungsprojekts für die Stromversorgung von Handys und Handhelds durch Solarenergie vorgestellt. Die “Solar Card Power” genannten Solarenergie-Einheiten von der Grösse einer Kreditkarte können derzeit nach vier Stunden Tageslicht ein Handy im Sprachbetrieb für eine halbe Stunde mit Strom versorgen. Die gewonnene Energie wird elektromagnetisch mittels Induktion auf das mobile Gerät übertragen. Die NTT-Forscher wollen in Zukunft die Ladezeit der Solar-Karten durch die Verwendung von Solarzellen mit einem höheren Wirkungsgrad halbieren und durch Verbesserungen bei der Energieübertragung auf die mobilen Geräte, die verwertbare Energiemenge steigern, so dass mobile Geräte nach zwei Stunden Ladezeit eine Stunde lang betrieben werden können. NTT http://www.ntt.co.jp/gnavi/e/index.html filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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