Text: Anton Waldt aus De:Bug 45

Welt am Chip

Microsoft wirbt mit Bluescreen
Daran, dass es Microsoft nicht an Selbstvertrauen fehlt, erinnert der Konzern mit einer Anzeige im “PC-Magazine”. Das zweiseitige Inserat zeigt den klassischen “Bluescreen” und erklärt, dass dieser beim Umstieg von Windows 98 auf Windows 2000 Professional der Vergangenheit angehören würde. Das neue Betriebssystem ist demnach “13 mal zuverlässiger als Windows 98”. Stolz verweist Microsoft auf unabhängige Testergebnisse. Denen zufolge ist die durchschnittliche Zeit bis zum Absturz von 216 Stunden [Windows 98] auf sagenhafte 2893 Stunden [Windows 2000 Professional] gestiegen. Im Klartext bedeutet die Anzeige wohl, dass nur der Kauf eines neuen Microsoft-Produkts den Ärger mit dem alten beenden kann. Für Nostalgiker, die sich an den Bluescreen gewöhnt haben, gibt MS in der Anzeige auch noch den folgenden Basteltip: “If you find yourself missing the downtime, cut out and tape to monitor.”

“Online-Krimminalität”
Nachdem die Medien den beiden zweifach adoptierten US-Säuglingen den griffigen Namen “Internet-Zwillinge” verpasst hatten, weil “Telefon-Zwillinge” oder “Banküberweisungs-Zwillinge” zwar genauso stimmig, aber längst nicht so griffig klingt, wird jetzt aus einfachem Betrug “Internet-Kriminalität”. Die britische Regierung will als Konsequenz aus der Affäre Sites mit nicht staatlich genehmigten Adoptionsangeboten schließen und dabei die Provider in die Verantwortung nehmen – Telefongesellschaften und Banken bleiben allerdings verschont.

Microsofts Spielkonsole im Namens-Debakel
Die Erlöse von Xbox Technologies, einem wenig bekannten US-Softwareunternehmen, das im letzten Geschäftsjahr knapp 900.000 USD [rund 965.000 Euro] umsetzte, dürften künftig beträchtlich anwachsen. Die kleine Firma in Coconut Grove, Florida, steht nämlich “in Gesprächen” mit Microsoft, bezüglich des Namens der neuen Microsoft Videospielkonsole. Im Oktober 2000 wurde die X-Box offiziell unter diesem Namen vorgestellt. Dabei war “X-Box” ursprünglich nur als Codename für die MS-Konsole gedacht. Möglicherweise hat man sich deswegen zu spät darum gekümmert, die Rechte am vermeintlichen Codenamen zu sichern. Xbox Technologies, eine Holding, die unter anderem elektronische Lernsoftware verkauft, hat den Namen “Xbox” zuerst im März 1999 beim US-Patentamt angemeldet, sieben Monate vor Microsoft. Microsoft hat laut “Forbes” bereits 500 Millionen USD an Marketingausgaben für die neue Konsole ausgegeben, bevor im März 2000 beschlossen wurde, dass der Codename “X-Box” zum offiziellen Markennamen wird. “Wir sind nicht im Waschmittelgeschäft, wir wollen nicht, dass unsere ernsthaften Geschäftanwendungen mit Spielen verwechselt werden”, kommentierte der Xbox-Chef den Fall.

Obacht bei Mails an den US-Präsidenten
Zwei britische Schüler haben mit einer offenbar als Streich gedachten “Todesdrohung” gegen US-Präsident George W. Bush einen weltweiten Terroristen-Alarm ausgelöst. Die beiden 15-Jährigen haben eine Email zur Website des US-Präsidialamtes geschickt und mit einem Anschlag auf Bush gedroht. Der US-Geheimdienst CIA hat die Drohung allerdings todernst genommen und die Mail zum Absender zurückverfolgt. Die Suche hat die Ermittler zur Blake High School im mittelenglischen Cannock geführt. Die beiden Jungen seien zwar nicht von der Schule verwiesen, aber kräftig ins Gebet genommen worden, sagte Schulleiterin Heather Bowman

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Elektronische Lebensaspekte.