Text: Anton Waldt aus De:Bug 45

Welt am Chip

Das Wegwerf-Handy aus Altpapier für 10 Euro
Die Erfinderin Randice-Lisa Altschul will mit ihrer Firma Dieceland im Herbst diesen Jahres in den USA ein Wegwerf-Handy aus Altpapier auf den Markt bringen, Anfang 2002 soll das Einweg-Mobiltelefon weltweit vermarktet werden. Grundidee der Wegwerf-Telefone ist es, die flexible Platine, die jetzt schon in vielen Handys verwendet wird, so zu formen, dass sie zum Gehäuse wird, wodurch die Kosten für ein Plastikgehäuse entfallen – Displays sind natürlich erst gar nicht vorhergesehen. Das Phone-Card-Phone soll um die 10 USD [derzeit rund 10,6 Euro] kosten und als Trägermaterial für die Funktionselemente Altpapier nutzen. Die “Card” führt das Billig-Produkt nur im Namen, sein Guthaben aufladen kann man höchstens online mit der Kreditkarte. Altschul hat 1999 zusammen mit einem Partner ein Patent für Einweg-Handys angemeldet und inzwischen 21 weitere Patente, die Details des Junk-Fons betreffen, hinzugefügt. Die Papierhandys, die mit 60 Minuten Sprechzeit aufgeladen sind, werden entweder einzeln verkauft [In Supermärkten genauso wie von der Modekette “The Gap”] oder aber als Werbegeschenke vermarktet [“Happy-Meal mit Handy”]. Phone-Card-Phone
sfmoma

MP3-Player mit zwei Slot-Formaten
Ponits wird auf der CeBit einen MP3-Player vorstellen, der zwei Slots für verschiedene Speicherformate besitzt. Der 90 mal 65 mal 20 mm kleine und 100 Gramm leichte Player “SP600” besitzt einen Kartenschacht für die MultiMediaCard/SD-Card/ROScard und einen zweiten für die Compact Flash-Card. Letztere werden in den meisten Digitalkameras eingesetzt. Der empfohlene Verkaufspreis liegt inklusive einer 64MB MultiMediaCard und Sennheiser-Ohrhörern bei rund 325 Euro. Über den Compact Flash-Slot kann der “SP600” direkt Daten aus dem Internet saugen, in Kürze wird Pontis dazu ein Modem als Zusatzmodul anbieten. Neben MP3 beherrscht der Player auch AAC und das WindowMedia-Format.

Der Microsoft-Multimediasessel
Das US-Unternehmen LA-Z-BOY ist in den Staaten bekannt für bequeme Sitzmöbel. Zusammen mit Microsoft hat LA-Z-BOY den Multimediasessel Explorer e-Cliner entwickelt, den es jetzt zu kaufen gibt. Rund 1.300 USD [1.360 Euro] muss einem das entspannte Zurücklehnen beim Surfen und Fernsehen aber schon wert sein. So viel kostet der Explorer-e-Cliner-Sessel bei LA-Z-BOY in Lederausführung. Das Multimedia-Equipment verbirgt sich in den Armlehnen. Von dort lässt sich ein drahtloses Sony-Keyboard ausfahren, das zugeklappt als Tisch dient. Mit dem Keyboard navigiert man in Microsofts Web TV, das über den beiliegenden Receiver auf den Bildschirm kommt.

Barcelonas Müll wird digitalisiert
Die Stadtverwaltung von Barcelona will ihre 18.000 Papierkörbe demnächst mit Mikrochips ausstatten, um der Stadtreinigung die Arbeit zu erleichtern. Die Chips ermöglichen es den Müllmännern, mit einem handlichen Taschen-Computer abzufragen, wie voll ein Abfalleimer ist und wann er zum letzten Mal geleert worden ist, sagte ein Sprecher der spanischen Stadt. Zudem könne so auch geklärt werden, ob ein Behälter einen neuen Anstrich [!] benötige. Wie dies genau funktioniert, verriet der Sprecher allerdings nicht. Die Austattung der Mülleimer produziert allerdings mittelfristig wieder neuen Abfall – Chip-Schrott. Mit der speziell entworfenen Software will man eine Optimierung des Reinigungsdienstes und der Müllabfuhr-Routen erreichen, sagte der Sprecher weiter.

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Elektronische Lebensaspekte.