Text: anton waldt [waldt@lebensaspekte.de] aus De:Bug 36

Welt am Draht: Poutpurri Kameraüberwachung Die Bilder von Überwachungskameras sind in der Regel relativ unscharf, unter schlechten Lichtverhältnissen entstanden und werden auf Videobändern aufgenommen, die die Qualität noch einmal herabsetzen. Eine eindeutige Identifizierung von Personen ist oft nicht möglich. Dies gilt insbesondere bei der Kameraüberwachung von öffentlichen Strassen und Plätzen, auf die die englische Polizei seit geraumer Zeit setzt, um “Problemgebiete” sicherer zu machen (und die jetzt verstärkt auch in Deutschland diskutiert wird). Forscher der englischen Staffordshire University arbeiten derzeit an einem Verfahren, dass die Qualitätsmankos der Videobilder ausgleichen soll. Die dazu entwickelte Software erfodert noch eine manuelle Vorarbeit, in den nächsten Versionen soll das Programm dann vollautomatisch laufen. Das System erfordert zunächst, dass einige Videostills ausgewählt und auf diesen bestimmte Punkte markiert werden [Haaransatz, Mund- und Augenwinkel]. Danach errechnet das Programm ein drei-dimensionales Bild des Kopfes, von dem eindeutige biometrische Parameter abgeleitet werden können. Gesundheitswarnungen vor Handys Eine von der britischen Regierung eingesetzte Expertenkommission hat verschiedene bindende Empfehlungen zu potentiellen Gesundheitsrisiken von Handys ausgesprochen. Demnach werden auf Handys in Grossbritannien zukünftig – ähnlich wie jetzt schon auf Zigarettenpackungen – Gesundheitswarnungen platziert. Die Kommission stellt zwar eindeutig fest, dass die Erkenntnisse über Gesundheitsgefahren durch Handys alles andere als gesichert und eindeutig sind, aber gerade deshalb sollen Konsumenten auf mögliche Gefahren hingewiesen werden. Microsoft will neues Image Microsoft möchte mit einer neuen Strategie sein schlechtes Image aufbessern. Künftig soll die bisherige Forschungs-Chefin für den Bereich “Virtuelle Welten”, Linda Stone für eine “grundlegende Veränderung der Unternehmenskultur” sorgen. Stone wurde dafür zur Vize-Präsidentin für Unternehmens- und Industrie-Initiativen ernannt. Sie soll als “Microsoft-Botschafterin im Silicon Valley” fungieren und das Verhältnis des von einer Zerschlagung bedrohten Softwaregiganten zu Kunden, Partnern und konkurrierenden Unternehmen verbessern. Eine Veränderung der Unternehmenskultur ist Microsoft-Chef Steve Ballmer zufolge dringend erforderlich, um das Image einer “stiernackigen” und “unsensiblen” Firma abzulegen. Warum Bill Gates der reichste Mensch bleibt In zahlreichen Medienberichten wurde diesem Augenblick entgegengefiebert und -geschrieben: Nach Börsenschluss am Freitag dem 30. April waren Larry Ellisons 662,6 Millionen Oracle-Aktien mit rund 53 Milliarden Dollar erstmals mehr wert als Bill Gates 741,7 Millionen Microsoft-Aktien [51,7 Milliarden Dollar]. Trotzdem bleibt Bill Gates durch seinen sonstigen Aktienbesitz der reichste Mensch der Welt: Das “Forbes”-Magazin schätzt den Wert von Gates Besitz neben seinen Microsoft-Aktien auf deutlich mehr als 10 Milliarden Dollar, während Ellison “nur” auf 200 Millionen Dollar Besitz neben seinen Oracle-Anteilen kommt. Der Schlusskurs vom Freitag dürfte Gates Image als erfolgreichster Selfmade-Man denoch zumindestens ankratzen und sein Erz-Rivale Ellison vorübergehend als neuer “Technologie-Top-Tycoon” [“Forbes”] gelten. filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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Elektronische Lebensaspekte.