Das neue Hall PlugIn Z-Room von Duy bietet nicht nur internes 64 Bit Processing, sondern ist auch gleich für alle erdenklichen PlugIn-Platformen erhältlich. Für 500 Dollar kann Z-Room außerdem mit einem dreibandigen Equalizer aufwarten, was Konkurrenten klar auf die Plätze verweist.
Text: benjamin weiss | nerk@de-bug.de aus De:Bug 47

Business oder Economy?

“Z-Room”: Das neue Hall PlugIn von DUY

Oberfläche
Z-Room unterstützt MAS, RTAS, VST und Audiosuite, allerdings habe ich für diesen Test nur die VST-Version zur Verfügung gehabt, im großen und ganzen dürften aber sowohl Funktionalität als auch Performance und Sound bei den anderen Plattformen vergleichbar sein. Ganz oben befindet sich eine Leiste, mit der sich Presets laden und speichern, kopieren und pasten lassen, daneben gibt es noch eine per Click aktivierbare Balloon Hilfe, ganz unten eine grafische Darstellung des Eingangssignals und des hinzugefügten Hall / Reverb Signals. Die Hauptparameter sind übersichtlich in sechs Bereiche unterteilt: Input, Early Reflections, Mass Control, Diffusion, Color Control und Mixer. In der Input Sektion befindet sich je ein Schieberegler für den Input Gain und den Tiefpassfilter von 0 bis 22 kHz, um hohe Frequenzen aus dem Input ausfiltern zu können. Drei verschiedene Modi stehen im Input Sektor zur Verfügung: Earlies, Deluxe und Economy. Bei Earlies konzentriert sich der Algorithmus auf die Early Reflections, Economy senkt die Qualität ein wenig, um auch auf langsameren Rechnern zu Ergebnissen zu kommen während Deluxe die beste Qualität bietet. Darüber hinaus ist per Pulse die Pulsfrequenz des Z-Room einstellbar (mit einem Maximalwert von 10 Sekunden). Schließlich gibt es noch den Rehearsal Button, mit dem sich die Parameter editieren lassen, während die Impulsreaktion des PlugIns hörbar ist. Die nächste Sektion beinhaltet die Parameter zur Einstellung der Early Reflections: Pre Delay (in einer Bandbreite von 0 bis 250 Millisekunden), Stretch (von 0 – 100%) sowie Geometry, mit dem sich zwölf verschiedene Hallcharakteristika, z. B. Gate, Stage, Short Room etc., auswählen lassen. Rechts daneben befindet sich das Input Levelmeter, in der nächsten Spalte dann Diffusion und Mass Control. Sowohl Diffusion als auch Mass Control kommen mit den Parametern Base Time und X Decay, Diffusion bietet darüber hinaus noch Depth und Level, Mass Control einen Regler für die Intensität des PreDelays. Die Sektion Colour Control kommt mit einem dreibandigen Equalizer (pro Band ein Gain) für das Hallsignal, dessen Frequenzbereich nach oben und unten definierbar ist. Schließlich gibts noch die Mixersektion: hier können Direct Gain (das Input Signal), Early Gain (die Early Reflections) sowie Reverb Gain (für den Hallanteil) per Schieberegler aufeinander abgestimmt werden. Gleich daneben gibt es noch den Output Levelmeter.

Performance, Bedienung & Sound
Das leidige Thema bei Hall-PlugIns ist und bleibt nach wie vor die Performance: je besser der Hall, um so größer der Anspruch an die Host CPU. Z-Room ist da leider keine Ausnahme, ohne G4 oder verhältnismäßig schnellen G3 ( ab 400 MHz) kann man es im Deluxe Mode zwar benutzen, die Anzahl anderer gleichzeitig benutzbarer Plugs / Instrumente ist dann aber an einer halben Hand abzählbar. Im Vergleich mit Hallgrößen wie dem TrueVerb von Waves hat Z-Room performancemäßig zwar die Nase vorn, allerdings kommt der Sound nicht ganz an die Referenzklasse heran. Dafür überzeugt die Bedienung und Übersichtlichkeit, am Klang gibt es nichts zu mäkeln, und mit dem EQ verfügt das Z-Room sogar über ein Feature, das man beim TrueVerb vergeblich sucht.

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Elektronische Lebensaspekte.