Das Festival für experimentellen Film feierte gestern Eröffnung mit "Sonnensystem"

by Thomas Heise

by Thomas Heise

Gestern feierte beim Opening Screening nicht nur das Festival für für experimentellen Film und zeitgenössische Kunst seinen Auftakt in Berlin, sondern auch ein Berliner Regisseur seine deutsche Premiere. Thomas Heise, Dokumentarfilmer und Professor für Film an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, der in Vergangenheit schon mit dem Dokumentarfilm Schwergewicht 24 Stunden Berlin auf sich aufmerksam machte, zeigte hier gestern seinen neusten Film.

“Sonnensystem” ist ein Film über das Verschwinden. Er erzählt vom Alltag der indigenen Gemeinschaft der Kollas von Tinkunaku in den Bergen Nordargentiniens. Er erzählt von Ramona und Viviano im hoch gelegenen Santa Cruz und in Blanquito im Tal und vom taubstummen Fortunato und von Luis Familie, und von Soto dem Hirten, von Cecilia und Bernardo, dessen Traktor sich überschlug, von Gott und vom Fasching den alle feiern, und von fließenden Wassern. Der Film zeigt Begegnungen ohne Kenntnis der Sprache des andern.Ausschließlich über Bilder, ohne jedes Interview oder Kommentar nähert sich der Film den Menschen in diesem kleinen Dorf.

Eine perfekte Metapher bietet der Eröffnungsfilm damit auch für das Filmfestival an sich, haben sich doch die Rencontres Internationales Paris/Berlin/Madrid als Ziel gesetzt, den Dialog zwischen zwischen jungen und alten Künstlern, Filmemachern und Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kunstszene der ganzen Welt zu fördern. Das Haus der Kulturen der Welt in Berlin bildet nun die dritte Ausstellungsstätte, nach Paris und Mailand.
Jeden Tag bis zum 3. Juli können dort Filme geschaut werden, jeweils um 14, 16, 18, 20 und 22 Uhr – Meist in Anwesenheit der Filmschaffenden, ausserdem ist jeden Tag ab 12 Uhr Zeit für Begegnungen, Podiumsdiskussionen oder Publikumsgespräche.

Das morgige Filmprogramm wird um 14 Uhr eröffnet mit Filmen, die die Auswahl schwer machen. Aglaia Konrad filmt die von dem Architekten Fritz Wotruba in Wien erbaute Kirche, ähnlich einer riesigen abstrakten Skulptur, ein kubistisches Arrangement aus 152 Betonklötzen. Die Pink Twins verflüssigen die Form und die Struktur majestätischer architektonischer Werke.

Aglaia KONRAD : Concrete & Samples

Vivian Ostrovsky interessiert sich für Paulo Werneck, Mitarbeiter von Oscar Niemeyer in den 50er und 60er Jahren. Imogen Stidworthy verflicht normales Englisch mit einem modfizierten Englisch zu einem Slang, der seine Benutzer vor allem vor den Ohren des Gesetzes zu schützen weiß.
Knut Asdam zeichnet in seinem Film “Abyss” das Porträt einer urbanen Realität, geprägt von Immigration, von menschlicher Bewegung, Geld und Macht.

Das komplette Programm gibt es hier
Der Eintritt ist frei!


Trailer zu Nuit Bleue, von Ange Leccia, morgen um 20 Uhr

2 Responses

  1. Jude

    ElkeDas ist ja ein tleols Rad. Da bei meinem alten Drahtesel immer wieder die Kette abspringt, bin ich gerade auf der Suche nach einer Alternative. Wenn ich meine Suche mit einem Gewinn beenden könnte, wäre das ein Traum. Mir gefällt der Ständer besonders gut, da ich mit meinem Rad beim Einkaufen immer Schwierigkeiten beim Beladen habe.Mein Link: