Der iPod als Werbefläche wiederentdeckt

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Bei all dem iPhone Gebrabbel hätten wir ihn fast vergessen. Den iPod. Und auf dem sind ja eigentlich – jedenfalls wird die IFPI nicht müde das zu betonen, und CD-Rippen würden sie ja am liebsten auch illegalisieren – nur wenig bezahlte Tracks. Alles P2P-Piraten-MP3s. Und die wird man einfach nicht los. Da muss ein anderes Businessmodell her.

Klar, Coverflow war aber auch einfach zu verlockend. Und jetzt haben sich die findigen Kids von Media Defender etwas tolles ausgedacht, um P2P-Netzwerke nicht nur mit gefakten MP3s zu verstopfen oder jugendliche Videoenthusiasten in die Downloadfalle zu locken, schliesslich ist die P2P Szene ja ihr Kapital. Und warum damit nicht Geld machen.

Neuste Idee: sie verteilen MP3 Files auf Filesharing-Netzwerken in denen die Albumcover durch Werbung ersetzt werden. Sprint, ein Handyprovider u.a., wagt sich vor und bezahlt angeblich eine sechstellige Summe dafür.

According to sources familiar with the deal, Media Defender will push 16 million Plies song files embedded with the Sprint logo onto peer-to-peer networks over a three-month period in return for a “substantial six-figure” fee to be divided between Media Defender, Atlantic Records, Plies and his publishing company.
Once embedded, the Sprint logo will be attached to the files forever and will appear alongside Plies’ name and the song title on the screen of a desktop computer, iPod, cellphone or any other digital music player.
SPRINT TAKES LEAD AS 1ST SPONSOR OF FILE-SHARE SONG | By PETER LAURIA | Business News | Financial | Business and Money

Wie Media Defender 16 Millionen Tracks unterbringen will von einem Raptypen den ich nicht mal kenne und obendrein auch noch verhindern möchte, dass man als erstes das Sprint-Logo wieder aus dem Track löscht und durch das richtige Album Artwork ersetzt, ist mir allerdings nicht klar.

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