Whitelist, die neue Waffe gegen Blacklist!

David Cameron! Es muss ein Schock für ihn sein. Wollte er doch ein reineres Internet mit seinen landesweiten Filtern für England bekommen. Close your eyes and think of David! (Nein, nicht der furchtbar unsittliche von Michelangelo.) Nu aber ist auch der britischen Regierung aufgefallen, dass mit den Filtern etwas nicht stimmt. Ach? Die Blacklist hatte Seiten auf den Index und damit aus dem Internet geworfen, die schon beim leichtesten Anflug von schmutzigen Wörtern zusammen als ratzefummelwürdig galten. Die kongeniale Lösung folgt jetzt auf dem Fuße. Gegen die Blacklist wird eine Whitelist eingeführt. Böse Seiten, die nicht böse waren, können sich – so die oberguten es wollen – von Filterverunreinigungen reinwaschen lassen. Selbstreden nicht in einem öffentlichen Prozess, sondern so unter der Hand.

Damit kann man natürlich auch endlich so richtig zensieren. Man ist dann nämlich selber schuld wenn man es tut, nicht mehr die unfähige Software, das heisst die nächste Ausrede aus dem Filter-Dilemma muss sich jetzt schon mal gute Ausreden einfallen lassen. Wir empfehlen: Überarbeitung. Die Kinder jedenfalls, um die geht es ja angeblich, sind so lange wieder sicher vor der bösen Welt da draußen. Ernsthaft, wir haben uns nicht getraut ein Foto von nackten Jesus-Babys zu nehmen, weil das hätte uns in UK sicher schon als ein erster Schritt in die falsche Richtung ausgelegt werden können. Was fällt ihnen wohl als nächstes ein? Honeypots?

Via BBC