Gewerbeanmeldungen sind öffentlich

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Wie ihr alle wisst, ist durch den Wegfall der Laptop-Pauschale seit dem 1. April der DJ in der Pflicht für manche Kopien (insert umständliche Übersetzung von Gesetz in die reale Computerwelt von heute, kurzum totales Kuddelmuddel, das wollen wir euch heute nicht antun) eine Abgabe an die GEMA zu zahlen.

Nun wundern sich Tag für Tag DJs, warum die GEMA weiss wo sie wohnen und weshalb sie seit einer Weile GEZ-ähnliche Aufforderungen bekommen doch nun endlich mal ihre Musik zu lizenzieren. Die Antwort darauf ist recht einfach: Gewerbeanmeldung. Solche Anmeldungen kann man öffentlich einsehen und genau daher hat die GEMA im Normalfall die Adresse.

Und nu? Müsst ihr selber wissen. Fakt ist, bis Ende des Jahres hat man Zeit diese Anmeldung zu machen, auch wenn die Briefe der GEMA einen auf dringlich machen. Fakt ist auch, so unüberprüfbar wie man gemeinhin denkt, ist das nicht.

Ihr kennt vielleicht alle den Fall des Piratenabgeordneten aus Berlin, dem die Polizei sein Handy zur Überprüfung entwendet hat, um dabei in Messages rum zu suchen. Der hatte versucht dagegen zu Klagen, aber die Klage wurde abgewiesen, weil das Handy nicht geschützt war. D.h. sollte ein GEMA-Beauftragter mit Hilfe der Polizei euren Rechner in einem ungesicherten Zustand mitnehmen, dann ist es durchaus möglich, dass legal drin rumgeschnüffelt wird. Ein einfacher Passwortschutz nach dem Einschlafen und Rechner nur zugeklappt übergeben sollte dagegen allerdings helfen, denn dann tritt § 202a in Kraft.

Nun aber eine Frage an euch: habt ihr schon eine Aufforderung der GEMA bekommen? Und vermutet ihr vielleicht, dass eure Daten aus einer anderen Quelle stammen als einer Gewerbeanmeldung?