DRM-Zweifler mehren sich. Erst Apple, dann Emi, jetzt Yahoo. Die DRM Politik der Musikindustrie kommt zumindest ins Wanken.

DRM Resteverwertung. Da war doch noch was. Richtig. Jobs DRM-Blase und die Folgen. Die EMI lässt langsam stärker durchblicken wohin die DRM-freie Reise geht. Zu Kooperationen mit Emusic und Wippit (sorry Steve). Tja. EMI wollte schon immer lieber ein Indie sein. Dass sie sich von den Services eine Versicherung gegen mögliche DRM-Schäden als Vorkasse zahlen lassen wollen schmälert allerdings die Hoffnung auf eine Interoperabile Musikwirtschaft. Und zuletzt hat sich nun auch Yahoo eingemischt.

Yahoo Music general manager Dave Goldberg predicts that by Christmas, most of Yahoo’s catalog will be DRM-free. “The labels understand that DRM has to go,” he says. “It’s nothing but a tax on digital consumers.”
USATODAY.com

Waghalsige Vorausschau. Gute Erfahrungen haben sie ja schon gemacht mit DRM-freien MP3s aber ob das wirklich so schnell gehen wird? Nunja. General Manager kann man ja immer noch feuern.

So könnten Jobs “Thoughts On Music” sich lustigerweise jedenfalls ins Gegenteil verkehren, und am Ende alle mit DRM-freien Lösungen da stehen, ausser Apple, die darauf beharren: Ganz oder gar nicht.

Die größere Welle von Musik-Download-Konkurrenz dürfte aber vom Telefonmarkt kommen. Downloads mit und auf das Handy darben nämlich nur in UMTS-Entwicklungsländern wie z.B. Deutschland. Auf der 3GSM in Barcelona – wo die Mobilfunker sich zusammenknuddeln – ist die Hauptnews gester scheinbar der Reuters-Goodie “Mobilfunkbranche bläst mit Musikdienst zum Angriff auf iPhone” gewesen.

Skurril weil, erstens gibts noch lange kein iPhone, und zweitens gibts fürs iPhone bestimmt kein Abomodell, wie sich das der MusicStation genannte Service so denkt.

MusicStation soll bereits im zweiten Quartal freigeschaltet werden und das grenzenlose Herunterladen von Liedern für lediglich 2,99 Euro je Woche ermöglichen.

Ach, und kann man mit dem iPhone überhaupt direkt übers Mobiltelefon Tracks aus iTunes laden? Ich dachte das wäre überhaupt noch nicht klar. Egal, hauptsache iPhone in die News, dann klapps schon mit der globalen Headline. Dass es auf die Dauer aber nicht so weitergehen kann mit dem Umweg: erst auf den Rechner laden, dann auf den iPod, dürfte eigentlich allen klar sein.

Mobile Wi-Fi aufzubohren dürfte wohl in diesem Jahr zum Hacker-Volkssport werden. HD-DVD und Blue-Ray sind ja wohl erledigt.

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2 Responses

  1. Die Sache mit dem Urheberrecht « musenbloggerei

    […] Vorteile aus der freien Verfügbarkeit, Weitergabe und Verarbeitung von Inhalten im Netz nur an, wenn die Öffentlichkeit nichts anderes mehr zulässt. Statt in diese positive Veränderung zu investieren und ein intelligentes System zu entwickeln, […]