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Während die Clubwelt noch vor Empörung schäumt, weil eine rückwirkende Mehrwertsteuererhöhung auf Eintrittsgelder droht, wurde just bekannt, wofür so alles Steuergelder in popmusikalischen Gefielden ausgegeben werden:

aus Sicht der Bundesregierung handelt es sich bei Tokio Hotel um eine Kulturinstitution, die der Steuerzahler unterstützen muss. Im Rahmen einer “direkten Projektförderung des Auswärtigen Amtes” hat Deutschland den Auftritt in Tokio vom Dezember jedenfalls mit 25.738 Euro bezuschusst. Begründung: Das Auswärtige Amt fördere “in Einzelfällen auch Kunstprojekte direkt, wenn außenpolitische Erwägungen und auch das Projektvolumen dafür sprechen”.

Die gleiche Logik macht dann auch Tote-Hosen-Gigs förderwürdig, wie eine Große Anfrage der SPD-Fraktion im Bundestag ans Tageslicht brachte. Awesome!

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10 Responses

  1. Henry

    da freut es mich zu hören das das Berghain auf knapp 2 Millionen Senatsgelder verzichtet….

  2. Mururoar » Die Kulturexperten vom Finanzamt

    […] die Massenkompatibilität und scharenweise kreischende Teens im Publikum, wenn man auf der anderen Seite lesen darf das ein Konzert von Tokio Hotel in Japan mit 25.738€ Steuergeldern finanziert wurde! […]

  3. Sorry

    Erm. Also ein paar Rotznasen, von denen einer rumläuft wie eine explodierte Magafigur, repräsentieren offiziell Deutschland im Ausland!? Wir schreien ja förmlich danach dass uns andere Staaten den Krieg erklären und unser Land überfallen.