Medienwirksame Kritik um jeden Preis?

Bei der am 12. September stattfindenden Aktion “product placements“, will der Komponist Johannes Kreidler ein 33-sekündiges Stück, bestehend aus 70200 Samples, bei der GEMA in Berlin anmelden. Die dazu nötigen 70200 Formulare möchte er mit LKW und Trägern im Berliner GEMA-Büro vorbeibringen, um damit eine medienwirksame Anmeldung zu inszenieren. Zitat: “Presse und Schaulustige sind während der Aktion wilkommen”. Ziel ist es das bestehende Urheberrecht zu kritisieren, da es nicht sein kann, “dass eine ästhetische Frage mit einer juristischen Frage identisch ist”.

Beim Betrachten des dazugehörigen Videos inklusive eines Telefonats à la Studio Braun und eines fingierten Presseauftritts im Stile der Schleyer-Entführer wirkt die Aktion eher wie ein Profilierungsversuch eines Künstlers, so abgedroschen-allgemeinplatzig wie diese Kritik daherkommt und auch inszeniert werden soll; so dass sich uns am Ende der Verdacht stelllt, dass es nicht sein kann, dass eine Frage nach ästhetischer Kunst und medienwirksamem Kommerz mit einer identischen Aktion beantwortet wird.

4 Responses

  1. nico

    endlich sagts mal jemand. der typ geht mir mit seiner egoshow und allem was er in den letzten 3 jahren übers web gelernt hat, so dermaßen auf den saque. man man man.

  2. DE:BUG MEDIEN » Ego Placements

    […] Realitätsverlust. Der Komponist Johannes Kreidler gehört mit seiner gescheiterten Aktion “product placements” sicherlich dazu. Letzten Freitag brachte er – wie bereits Wochen vorher überall […]