Der lange Krieg gegen Google-Schnippsel kann beginnen

Es kommt wie es kommen muss. Ein Bündel Presseverlage steigt bei der Verwertungsgesellschaft VG Media ein. Springer, Burda, WAZ, Hamburger Abendblatt, Kölner Stadtanzeiger, Express, Münchner Merkur, Rheinische Post, etc.

Bislang war die VG Media eher ein Verein in dem vor allem private Rundfunk und Fernsehanstalten organisiert waren. ProSiebenSat 1, Antenne Bayern, N24 usw. Warum? Weil sie an den schnippischen Snippets dank Leistungsschutzrecht verdienen wollen. D.h. Google News ist dran. Endlich!

Die schippern zwar massenweise Zugriffe auf die Seiten der Verlage, aber das reicht wohl nicht. Google hatte sich nach Inkrafttreten des LSR von den Verlagen schon mal vorsorglich zusichern lassen, dass sie umsonst Lyrik wie “Neuburg a. D. – „Hier ist ein grünes Auto. Das verfolgt mich!“ Es sind die letzten Worte, die Franziska O. (12), aus Möckenlohe (Bayern) in ihr …” (aktuelles Beispiel) veröffentlichen dürfen. Damit dürfte bald Schluss ein und – ehrlich gesagt – Google News vermutlich in Zukunft auf diese Verlage verzichten. Und dann? Vielleicht das Kartellamt anrufen, oder gleich Europa? Am besten wäre vermutlich so eine Art GEMA-Vermutung für Snippets einführen. Dann hätten wir jahrzehntelang Spass damit.

Nicht dabei: FAZ, Süddeutsche, Zeit, Gruner+Jahr, Heise.

PS: Problematischer als Google News übrigens, auf das wir in Deutschland auch gerne verzichten können, fänden wir wenn sich die VG Media erst Mal vor allem Dinge wie Feedly, Flipboard etc. vornehmen würde.

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