Die Bewerbungsfrist läuft

raymondloewy

Der Lucky Strike Designer Award ist eine mächtige Auszeichnung für die hochkarätigsten Designer weltweit. Donna Karan, John Maeda, Dieter Rams, Phillippe Starck oder Karl Lagerfeld waren in den vergangenen Jahren Preisträger.
Damit das Preisgeld aber nicht nur auf den sowieso schon dicken Haufen landet, fördert die Raymond Loewy Foundation mit dem Lucky Strike Junior Designers Award den Nachwuchs. Euch.
Für den mit 12.000 Euro dotierten und renommierten Preis können sich Hochschulabsolventen mit ihren Abschlussarbeiten noch bis zum 26. März 2009 bewerben.

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4 Responses

  1. freenerd

    Lucky Strike? Die Zigarettenmarke? Bäh! Aber das kann ja jeder für sich selber entscheiden, ob er oder sie mit solch einer Firma etwas zu tun haben will oder nicht. Ihr anscheinend leider schon :(

  2. jeep

    Raymond Loewy hat nicht nur das Lucky-Strike-Logo, sondern obendrein einen Toaster designt. Der verbrennt Brot. Teerlunge und Teer-Teig. Das wird ja immer weniger zum Aushalten!

  3. Andreas Huber

    Glaubt man Ulf Bauer, der bei British American Tobacco für Politik und Unternehmenskommunikation zuständig und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Raymond Loewy Foundation ist, geht es hierbei um die Förderung junger Designer. Schaut man sich interne Dokumente der Firma BAT an, die im Zuge der Verfahren von US-Gerichten veröffentlicht wurden, bietet sich ein anderes Bild.

    Aus diesen Papieren geht eindeutig hervor, dass die Stiftung als Marketinginstrument gesehen wird. So liest man z. B., die Loewy Foundation sei eine „reine PR-Initiative“, ein „wesentlicher“ bzw.„lebenswichtiger Teil“ der Markenkommunikation oder biete „ein exzellentes Langzeitpotential für die Kommunikation der Marke“. Die Verleihung des Lucky Strike Junior Designer Award durch die von der Firma British American Tobacco gegründeten Raymond Loewy Foundation ist ganz unzweifelhaft eine Werbeveranstaltung der Tabakindustrie.

    Diese Zusammenhänge werden von British American Tobacco natürlich nicht publik gemacht und waren daher auch für Frau Prof. Dr. Karin von Welck möglicherweise nicht durchschaubar. Das Forum Rauchfrei hat Frau Prof. Dr. Welck daher angeschrieben und sie gebeten, an solchen Veranstaltungen der Tabakindustrie in Zukunft nicht mehr teilzunehmen.

    Es gelingt der Tabakindustrie immer wieder, Politiker für ihre Imagepflege zu instrumentalisieren. So war Frau Prof. Dr. Welck auch Gast auf der Feier zum 100. Geburtstag des BAT-Konkurrenten Reemtsma im März diesen Jahres. BAT wiederum erhielt vor wenigen Tagen aus den Händen der Bundesfamilienministerin Frau Dr. Schröder eine Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen. Eine solche Nähe von Politik und Tabakindustrie widerspricht ganz eindeutig den Forderungen der Weltgesundheitsorganisation: „Vertragsparteien sollten nur dann, wenn es erforderlich ist, und nur in dem Ausmaß, das erforderlich ist, mit der Tabakindustrie interagieren, um ihnen eine wirksame Regulierung der Tabakindustrie und der Tabakprodukte zu ermöglichen.“

    Mehr über die Stiftungen der Tabakindustrie gibt es hier:
    http://www.forum-rauchfrei.de/index.php?page=68211058

  4. Yorick

    Kriegt Euch wieder ein!

    Wenn die pöhse Industrie mal etwas Nützliches mit ihren erscheffelten Gewinnen anstellt, sollte man das nicht a priori ablehnen. Schon immer haben Geschäftemacher Künstler engagiert, um selbst in einem günstigen Licht zu erscheinen — und das ist gut so. Ohne die Eitelkeit und finanziellen Mittel der Sforza, Este, Borgia, etc. … und vor allem: der Medici wären die Werke Raffaels, da Vincis und Michelangelos nie entstanden!

    Kunst braucht Gönner, braucht Mäzene, ohne sie würden Künstler buchstäblich verhungern. Wenn Banken (die Deutsche Bank z.B. ist bis unters Dach mit Gemälden gespickt) oder die Industrie Künstlern ein Auskommen ermöglicht, kann ich das nur begrüßen — auch wenn das die Preise in Sphären treibt, daß ich (und Hinz und Kunz) mir einen Triegel nicht leisten kann.

    Es sichert den Fortbestand der Kunst.