Wie Hollywood durch Überwachungs-Kino Flops vermeiden könnte

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Alexis Kirke wagt mit “Many Worlds” einen ersten Schritt in die Zukunft des Kinos. Real-Time Feedback von Sensoren das nach vorgegebenen Parametern die möglichen Handlungsstränge nach dem Willen des Publikums bestimmt, ohne das das wirklich aktiv – wie in der Idee des interaktiven Films, die auf ein Mal wie ein ganz alter Hut wirkt – entscheiden müsste.

Sieht man sich den Erklärungs-Film dazu an (Premiere ist erst am 24. Februar), dann steckt das natürlich noch in den Kinderschuhen und vermutlich dürften allein die ständig massiv steigenden Produktionskosten von Hollywoodfilmen noch ewig ein Gegenargument sein, aber die schon jetzt rasante Digitalisierung der Filmindustrie, bis hin zu völlig animierten Schauspielern, könnte durchaus zunächst über zunächst wenige vorformulierte Handlungsstränge (Happy-End oder nicht?), bis hin zu on-the-fly generierten Szenen dazu führen, dass aus der anderen Welt des Kinos wirklich ein Mal viele Welten werden.

Lausige Plots von der Stange im 10ten Remake hätten dann wenigstens den Vorteil, dass sie die eigene Lausigkeit perfekt wiederspiegeln und wir müssten das Kino auch nicht in ein interaktives Theater verwandeln. Wir jedenfalls fühlen uns mit so einer Vision besser als mit der Vorstellung, dass unser eigener Bodyscan die eigentlich für Schwarzenegger gedachte Hauptrolle auf der Leinwand einnimmt.

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