XKeyscore schnorchelt Mails, Facebook-Nachrichten

XKeyscore map

Der Guardian hat neue Slides zum bis kürzlich unbekannten NSA-Tool XKeyscore veröffentlicht. Großes Gruseln! Stimmen die Informationen, dann können die Analysten ohne richterlichen Vorbehalten “eine riesige Datenbank voller E-Mails, Chats, Browser-Verläufe von Millionen Individuen” durchsuchen. Die Slides stammen aus dem Datenschatz Snowdens. Der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sollen XKeyscore benutzen. Laut Spiegel hatte die NSA Zugriff auf rund 500 Millionen Datensätze aus Deutschland – davon wurden im Dezember 2012 etwa 180 Millionen von XKeyscore erfasst.

Bei den Slides handelt es sich um Trainingsmaterial für behördliche Analysten. Sie sind auch deswegen brisant, weil sie Dementis von US-Beamten widerlegen könnten, die Snowdens Aussage, “von meinem Schreibtisch aus könnte ich irgendjemanden belauschen, dich, deinen Angestellten, einen Bundesrichter, sogar den Präsidenten, wenn ich seine private E-Mail-Adresse kennen würde.”

Was XKeyscore, den Slides zufolge, wirklich kann, das wird derzeit im Hacker-News-Forum diskutiert. Wichtige Sekundärliteratur für den maßgeschneiderten Aluhelm.

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