Kehr es einfach unter den Internetteppich. Was Google und die ARD gemeinsam haben.

Wir haben ja nicht selten mit trostlosen Meldungen wie “dieser Inhalt ist in deinem Land leider nicht verfügbar” zu tun, aber da geht doch noch was. Richtig: Löschen. Ein für alle Mal. Die Geschichte, dass sich im Netz nichts löschen liesse ist leider so ganz nicht wahr. Google hat jetzt für alle die wissen wollen, welche Länder am häufigsten darauf drängen, dass was unter den Internetteppich gekehrt wird, eine eigene Seite eingerichtet. Government Requests. Und ganz vorne dabei in der Netzstaubsaugerolympiade: Deutschland! Die fordern ja auch immer besonders lautstark von Google, dass die was mehr Transparenz bringen. So hätte man sich das wohl allerdings nicht vorgestellt. Viel skurriler allerdings die Meldung, dass die ARD gerade im größten Löschwahn ihrer Onlineexistenz ist.

So werden beispielsweise ab Anfang Juni 2010 allein auf sportschau.de nach Angaben des WDR nur noch 50 bis 60 Prozent der Inhalte online sein, die den Nutzern noch ein Jahr zuvor zur Verfügung standen. Auch der NDR hat in den vergangenen Wochen mehr als die Hälfte seines Online-Angebotes gelöscht. Dabei sind auch journalistisch anspruchsvolle und vom Nutzer stark nachgefragte Inhalte aus dem Internet genommen worden. Mit 79 Prozent liegt der Anteil entfernter Inhalte auf den Nachrichten- und Wirtschaftsseiten bei NDR.de besonders hoch. Der SWR hat unter anderem bereits rund 80 Prozent der Rezeptdokumente aus dem Bestand gelöscht und bis Ende August werden die Hälfte der Dokumente von “Report Mainz” depubliziert.presseportal

Wir müssen vielleicht doch noch mal die Theorien des Vergessens lesen um uns zu trösten.

6 Responses

  1. topsy_top20k

    MEDIEN: Neuer Netz-Hype: Alles Löschen: Kehr es einfach unter den Internetteppich. Was Google und die ARD gemeinsa… http://bit.ly/chnYaF