Zumindest nicht immer, oder nicht zwangsläufig, oder nicht wenn man an die richtigen Richter gerät.

Wer wie ich nach den ersten Fällen, in denen Kids ein Anwaltsschreiben ins Haus flatterte, weil in ihrem W-Lan zu Hause in die Filesharer (Untergattung der Kobolde) ihr “Unwesen” trieben, muffig dann doch mal blöde Verschlüsselung angestellt hat (ich hätte fast mit dem Hammer aufs Airport gehauen), wird sich freuen zu hören, dass ein freies W-Lan nicht unbedingt ein Verbrechen ist.

Als kleine Sensation kann ein neues Urteil des OLG Frankfurt a.M. [VOLLTEXT] betrachtet werden. Die Richter stellen fest, dass der Inhaber eines Internetanschlusses nicht für Urheberrechtsverletzungen haftet, die ohne sein Wissen über das offene W-LAN Netz begangen worden sind. Damit positionieren sich die Frankfurter Richter ganz klar gegen ihre Kollegen aus Düsseldorf oder Hamburg, die in solchen P2P-Fällen eine Haftung des Anschlussinhabers annehmen.
wb-law.de

Besagter W-Lan Homie war allerdings zur offiziellen Tauschzeit in Urlaub, das – oder ähnliches wie, nein, Peter Gabriel würde ich meinen Ohren nie nie nie nie antun – zu beweisen kann u.U. schwierig sein, und obendrein geht das Urteil noch mal in Revision.

So, und wo ist jetzt der 1492MTU Schalter an dem Drecksairport?

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