Wege aus der Druckerkolonne in die Wolke

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Auf der Buchmesse, oder jedenfalls nebendran auf der Tools Of Change O’Reilly Veranstaltung präsentiert auch Google ihren digitalen Buchshop. Und der wird Cloudbasiert sein und Readerunabhängig. Soll heissen, wer sich ein Buch bei Google Books gekauft hat, kann das dann nicht nur auf dem E-Book Reader, sondern auch im Browser, oder auf dem Handy lesen. Ein Cache des Buches wird zwischengeladen, damit man nicht immer Online sein muss. Losgehen soll es bis Mitte nächsten Jahres mit 400-600 Büchern in Europa, Amerika und weiss der Himmel noch wo. Oops. Das wird Amazon gar nicht schmecken. Und die Strategie ist auch noch vielfältig mit Büchern im Direktverkauf, als Retailer für Verlage und Bücherläden.

Warum das so wichtig ist? Noch jemand auf dem Buchmarkt? Weil die Idee Bücher mehr oder weniger Online zu lesen zu weit mehr führen kann, als nur Bücher allein zu lesen. Markus Beckedahl hatte da eine ähnliche Idee:

Vielleicht wird diese Technologie ja bald von Smartphones überholt. Diese verfügen auch über einen Browser und den passenden Rückkanal: So könnte die Zukunft des Buches viel vernetzter sein… Wenn ich Special-Interest-Bücher lese, interessiert mich doch, wer das gleiche Buch noch liest. Und ich hätte gerne Kontakt zu diesen Menschen. Selbst bei Beststellern kann es interessant sein, direkt im Lesefluss mit anderen Menschen darüber zu kommunizieren.
Netzpolitik.org

Chatten über das Buch mit dem Buch in der Hand? Buchclub für unterwegs? Ne Wave für Zusammenfassungen, Annotationen, sonstiges? Hilfe man redet sogar schon vom E-Book Killer und wenn man dann noch die Millionen Bücher dazurechnet die Google obendrein umsonst anbietet, dann dürfte das E-Book Feld nächstes Jahr ordentlich aufgemischt werden und die Zukunft des Lesens hat auf jeden Fall Zukunft. Nicht traurig sein Angela.

[via Google News]

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