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Wikileaks-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg erklärt im Freitag, was beim Wegbereiter-Leak unrund läuft und was die neue Plattform Open Leaks anders machen will:

Wir arbeiten an einem dezentralen System von sicheren elektronischen Briefkästen mit dem Namen Openleaks. Damit wollen wir sicherstellen, dass jeder Verlag, jedes Medienhaus, jede NGO, jeder kritische freie Journalist einen digitalen Briefkasten bekommen kann, zu dem Whistleblower Informationen und Dokumente schicken können, ohne Gefahr zu laufen, entdeckt zu werden. (…) Dabei werden nicht wir entscheiden, wer das Dokument für eine gewisse Zeit vorab bekommt, sondern die Quelle.

Sympathisch soweit auch, wie Domscheit-Berg im Gespräch die Waage zwischen Kritik und Verbundenheit mit seinen ehemaligen Projektkumpels hält.

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5 Responses

  1. lutterworth

    ich finde die schwarze domscheidbergbox die sich dann alle “qualitäts”-medien an den dicken bauch dranpappen können problematisch. die werden dann erst mal jeden furz den ihnen da einer reischmeisst mit “frisch geleakt” hochhypen und damit ist dann alles eigentlich vorbei.

    schöner wärs, wenn es viele wikileaks gibt, die miteinander verbunden bleiben, die regionale prioritäten setzen können, die auch die medienlandschaft vorort differenzierter kennen und die ein gefühl für eine hackerstrategie haben (so blöd das wort auch klingt) und diese schärfen, denn nach diesen heissen tagen wird es enger werden im internet.

    also jetzt, nachdem wikileaks so millionenfach besser da steht als alle anderen medien, einfach diesen mehrwert als anonyme briefkästen an den spiegel etc zu verkloppen, das wär jammerschade!