David Lynch steht diese Woche im Mittelpunkt einer dreitägigen Konferenz an der Volksbühne Berlin. Eintritt ist frei

Ein reptilienartiges Mutantenbaby, ein abgeschnittenes Ohr und ein rückwärts sprechender Zwerg – Lynchs Filme quellen über vor alptaumhaften Ideen und lieben es, dem Publikum den Kopf zu verdrehen. So ziemlich alles ist da erlaubt, nur nicht nachvollziehbare Handlungen. Eingeweihte Filmfans schätzen ihn dafür als Meister der Seltsamkeit und des Kunstfilms. Normale Kinogänger dagegen rennen bei seinem Namen schreiend aus dem Saal. Geschmacksfrage, ok, manchmal braucht man eben eine ordentliche Portion Verwirrung, wenn einem das Leben vor lauter Wissen zu geordnet vorkommt. Aber was außer Verstörung kann man Lynchs Gesamtwerk abgewinnen?

Das beschäftigt diese Woche einige kluge Köpfe. Unter dem Titel „David Lynch – The Art of the Real“ findet vom 28. bis 30. Juni in Berlin eine breit angelegte Konferenz zu dem Oeuvre des Kultregisseurs statt. Im Roten Salon der Volksbühne werden akademische Schwergewichte aus Deutschland, Europa und Übersee Lynchs Werk unter verschiedenen Aspekten wie Philosophie, Fotografie, Psychoanalyse, Tiere, Farben und Bewusstsein diskutieren. Zusätzlich zu den täglichen Gesprächen gibt es Vorführungen von selten gezeigten Lynch-Kurzfilmen und eine Ausstellung von Lynch-inspirierter Kunst. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und für jeden zugänglich.

http://www.lynchconference.org