Happy Slapping trifft ADS auf DSL

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Meine persönliche Aufmerksamkeitsspanne liegt gerade im unteren Millisekundenbereich, aber ich mach das mit gewieftem Multitasking wieder wett. Aber für Typen wie mich ist selbst SlapVid zu langsam, das einem (zur Zeit, das ist nur ein Test, wir sind immer noch mitten in Betaland) die Top YouTube-Videos in knapp 5 Minuten durchnudelt. Einmal “slappen” (Shit, kann das nicht slapn heissen? Was ist los mit der Web 2.0 Neologolalie?) und man sieht ein Video ganz. Und man kann auch eigene Film-Skipps basteln, die andere dann durchslappen können. Nun ja.

Interessanter ist wirklich die Technologie dahinter, denn die will P2P heimlich im Browser einzuführen, ohne dass man etwas davon merkt. Denn all diese vielen Flashfilmchen im Netz ansehen, das kostet mit einer Flatrate zwar nix, aber die YouTubes dieser Erde zahlen für jeden angesehen Film brav 1 Cent Traffic. Das läppert sich. Und wenn ich den Film nicht nur ansehe, sondern auch noch Päckchenweise (je 64Kb sagt techcrunch) die Daten an andere Süchtige weitergebe, dann wird Google noch steinreicher, und ich ruiniere meinen eh schon peinlich kärglichen DSL-Upstream. (Jetzt warte erst mal auf die Freigabe der P2P-Beta…)

SlapVid provides a unique video experience by allowing users to quickly flip through, find, and watch content they are interested in. Users also have the ability to make their own personalized SlapStrips which can be easily shared with friends and family on all of the major social networking sites, blogs, and personal websites.

SlapVid uses cutting edge video technology coupled elegantly with an in-browser, no download, P2P applet. Our transparent P2P video delivery platform provides increased speed and quality for our users while reducing distribution costs. Each user is helping us to increase our speed and reliability by distributing a small portion of the content that they are watching to other users.
SlapVid: Preview it. Slap it. Watch it.

Für all die die es noch nicht wussten, sollte man einen illegalen Film auf YouTube sehen, und den via P2P-Applet weiterreichen, macht man sich in langsamen aber sicheren 64k Bruchteilen mitschuldig. Schlimmer aber dürfte nach zuviel YouTube Konsum sein, dass man irgenwann den Gesichtsausdruck des Typ oben rechts im Bild nur allzugut versteht.