Die Offensive gegen Streaming-Kritik mit Analytics und Zahlen

Spotify ist bei vielen Künstlern im Blickpunkt der Kritik, weil die Zahlungen irgendwie viel zu klein dafür sind, dass Spotify ja nicht zuletzt mit den anderen Streamingdiensten angetreten ist, den Download (und die Piraterie) und damit auch für viele die eh schon geschrumpften Resteinnahmen an Musikverkäufen zu ersetzen. In den letzten Monaten regnete es geradezu Kritik.

Mit Spotify Artists gehen sie jetzt in die Offensive und rechnen vor, wie gut sie letztendlich doch für den Künstler sind. Wir haben nichts anderes erwartet. Bei nahezu jedem Balken hat Spotify die Nase vorn, ob es um Gesamtausgaben für Musik geht, die eigene Steigerung der Auszahlungen, den Vergleich mit Radiozahlungen oder Videostreaming, oder die Prognose für die kommenden goldenen Zeiten für Künstler durch Spotify.

Klar, Scale war schon immer das Argument, dass letztendlich dafür sorgen soll, dass sich Streaming als Business für Künstler rentiert, zumindest aber hat die Spotify Artists Seite jetzt mal übersichtlich erklärt, wann sich das wirklich lohnen könnte und auch wie genau die Einnahmen eigentlich zustande kommen.

Eine weitere Forderung wurde mit der Integration von Analytics für Künstler durch die freie Verfügbarkeit von Next Big Sound Artist Analytics auch erfüllt. Wenn wir schon nicht gerade viel Geld machen, sagt uns wenigstens wo welche Leute unsere Musik hören. Wir sind uns noch nicht ganz im klaren wie detailliert die Statistiken sind, und Spotify selbst sagt, die Anmeldung kann ein paar Wochen dauern, weil sie mit so großem Ansturm rechnen, finden aber die Umsetzung über einen externen Partner erst Mal gut, denn damit lassen sich dann (wir vermuten da zahlt man aber extra) auch andere Netzwerke statistisch “überwachen”.

Was genau man mit den Daten wirklich anfangen kann, hängt aber natürlich ganz und gar davon ab, wie präzise sie sind, und da warten wir noch auf die ersten Erfahrungsberichte.

One Response

  1. kai

    Problem scheint nicht so sehr revenues im allgemeinen zu sein, sondern das labels bei altverträgen mit künstlern immer noch verpackungsabzüge etc geltend machen. So kommt wenig bei den künstlern, mehr bei den labels an.