Ausstellungseröffnung am 26.04, im Haus der Kulturen der Welt, Berlin

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Ein Bild des Planeten Erde, aufgenommen aus den Weiten des Weltalls, zierte 1968 die erste Ausgabe des Whole-Earth-Katalogs. Der Autor Stewart Brand initiierte dieses Kompendium, das bis 1972 jährlich, danach bis 2003 in loser Abfolge erschien. Ein Ratgeber in Sachen nachhaltigem Lifestyle und bewusstem, kritischem Leben. Oder wie Steve Jobs es auf den Punkt brachte: Der Katalog war der Vorläufer der Suchmaschinen im Netz. Brand listete nützliche Dinge auf, mit denen der neue Lebensstil, die neue Gesellschaft der Hippies umsetzbar würde. Also zum Beispiel hochwertige Werkzeuge zu günstigen Preisen, Ideen für die eigenverantwortliche Kindererziehung.

Der Whole-Earth-Katalog ist nun Gegenstand einer Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt, die am 26.04 eröffnet wird. Die Ausstellung, die von Diedrich Diederichsen und Anselm Franke kuratiert wird, versucht Auswirkungen und Folgen der amerikanischen Gegenkultur auf Gesellschaft, Technik und Kultur zu beleuchten. Vom Hippie-Zentrum in Kalifornien bis in die ganze Welt. Hierfür werden u.a. Arbeiten von Eleanor Antin, Robert Rauschenberg, Nancy Holt und Jack Goldstein gezeigt.

In Zuge der Ausstellung wird außerdem am 21. und 22. Juni eine Konferenz stattfinden, die sich mit dem Erbe der kalifornischen Widerständler im globalisierten 21. Jahrhundert auseinandersetzen wird. Geladen wurden hierfür u.a. Mercedes Bunz und der Medienwissenschaftler Erich Hörl.

THE WHOLE EARTH
Kalifornien und das Verschwinden des Außen
26.04 – 01.07.2013
Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Haus der Kulturen der Welt