Vom 2. bis 7. Februar gibt das Namensschwester-Festival des CTM in Berlin der Zukunft ein Zuhause

Die diesjährige Ausgabe der Transmediale versucht die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzuheben. Laut Programm ist “Futurity”, also “Zukünftigkeit” ein Konzept, das untersucht, was “Zukunft” als “bedingendes kreatives Vorhaben” sein kann. Als gedankliche Ausgangspunkte dienen die technologischen, ästhetischen und politischen Bedingungen von Zukunft, kulturelle Identität und – genauso wichtig – Integrität. Wissenschaftler, Autoren, ökonomische Avantgardisten, Futurologen und Philosophen diskutieren die ambivalenten Aspekte moderner Technologien und fragen nach zukünftigen kulturellen Praktiken, fokussiert auf deren soziale und gesellschaftliche Anwendung. Mit Bruce Sterling, Richard Barbrook, Conrad Wolfram und vielen mehr.

Dazu aktuelle künstlerische Positionen in Form von Kurzfilmprogramm und der Ausstellung Future Obscura. Gleich mehrere Premieren wichtiger Werke internationaler Künstler, darunter Ryoji Ikeda, Zilvinas Kempinas und Julius von Bismarck, werden nicht nur im HKW, sondern auch im öffentlichen Raum zu sehen sein. Unter anderem verwandelt sich das Haus der Kulturen der Welt in einen temporären Echoraum für den “Longplayer”, einem algorithmischen Musikstück, das mal eben 1000 Jahre andauert und sich dabei niemals wiederholen wird, entwickelt und komponiert vom ehemaligen Pogues Mitglied Jem Finer. Nach der Verleihung des Vilém Flusser Theory Awards am 06.02. trifft man sich bei der von Transmediale und CTM gemeinsam organisierten Award Aftershow Party im WMF. Am Ende wird die Frage, ob die Zukunft “eher Prozess ist als Bestimmungsort” (Bruce Sterling), mit Ja beantwortet werden.

http://www.transmediale.de