Es war live und wir waren dabei.

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Reiseantritt in die 3. Dimension
von Robert Brommer

Die Typo 2009 hat das Thema Space. Neben unterhaltsamen Vorträgen sollen dieses Jahr politische Themen mehr Raum erhalten. Auf der Pressekonferenz kündigte Jürgen Siebert von Fontshop das Diskussionspodium “Aufbruch oder Resignation – Die Zukunft des deutschen Kommunikationsdesigns” an. Ebenfalls anwesend waren Sol Sender, Mario Lombardo, Mrs. Eaves (alias Gemma O’Brien), Roger Black sowie Esther Dyson. Die IT-Journalistin machte auch den Auftakt und berichtete anhand einer amüsanten Flickr-Slideshow über ihr Kosmonautentraining in der russischen Sternenstadt bei Moskau.

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Bernard Stein stellte im nachfolgenden Vortrag sein “stiyle”-Projekt vor, das sich mit der räumlichen und zeitlichen Ausdehnung von Gestaltung beschäftigt. Sehr unterhaltsam wurde es als Joshua Davis die große Typo-Hall betrat. Davis programmiert in Flash Applikationen die regelbasiert zufallsgesteuerte Prozesse auslösen und miteinander kombiniert werden können. Die resultierenden Werke setzt er als Web-Hintergründe, Plakate oder auch Ausstellungsobjekte ein. Einige der Prints sind in der Eingangshalle ausgelegt und können von den Typo-Besuchern ausgemalt werden.

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Am Pappmodell “Divercity” zeigte ANSCHLAEGE.DE wie man öffentliche Räume erobert, um diese als Ausstellungsfläche zu nutzen – mit dem Appell, öffentliche Räume als solche vor Privatisierung bzw. einer Hausordnung zu verteidigen. Am Abend visualisierten die Brüder Jan und Tim Edler von Realities: United, in einem Ritt durch ihre Projekte, wie sich Architektur und Kunst vereinen lässt. So zeigten sie unter anderem am Beispiel der von Ihnen gestalteten Medienfassade des Kunsthauses Graz, wie ein Gebäude als Plattform der Kunst zu Verfügung stehen kann, wenn die Parameter: Format, Licht und Farbe meisterhaft auf sogenannte Pixel der Fassade vereint werden.

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