Mexikaner finden die Songs toll, machen trotzdem rüber

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Auf mexikanischen Radiosendern laufen seit geraumer Zeit in traditionellen Gaucho-Sound verpackte Klagelieder über Menschen, die den illegalen Grenzübertritt in Richtung in den schillersten Farben besingen. Die Vergewaltigung der jungen Senorita von ihrem Schmuggler oder Tod durch Ersticken im LKW-Kabuff. Jetzt ist rausgekommen, dass diese Songs von der US-amerikanischen Regierung bei den Radiosendern lanciert wurde. Zunächst liefen kurze Ausschnitte der Songs, gekoppelt mit Spots der mexikanischen Regierung, die über die Risiken der illegalen Grenzübertritte aufklärten. Das Problem: Die Hörer riefen zu Hauf bei den Radiosendern an und wollten wissen, wo man diese Songs denn kaufen könnte.
Glaubt man der Werbeagentur, die die Songs im Auftrag der US-Regierung erfunden und lanciert hat, war der Erfolg bereits letztes Jahr zu spüren: Die Zahl der Todesopfer an der mexikanisch-amerikanischen Grenze sank um exakt 102 … von 2005-2008.

[via The Guardian]

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