Microsoft liefert Plug, der Rechtehütern Zugriff auf private Windowsrechner ermöglicht.

Windowsuser werden potentiell nicht nur häufiger von Spam und Viren heimgesucht, jetzt können auch Justitia und die Exekutive einfacher in der digitalen Privatsphäre rumwildern. Wie die Seattle Times berichtet, hat Microsoft das sogenannte COFEE in Umlauf gebracht. Dies steht für Computer Online Forensic Evidence Extractor und ist ein USB-Thumbdrive mit dem es ermöglicht wird Passwörter zu entschlüsseln, Datenzugriff zu ermöglichen, als auch die Internetaktivitäten zu analysieren. Am Montag wurde es von Microsofts Brad Smith 350 Strafverfolgungsexperten vorgestellt. Cybercrime ist ein Objekt des Privatsphärenbeschusses, aber auch andere kriminelle Aktivitäten:

The device contains 150 commands that can dramatically cut the time it takes to gather digital evidence, which is becoming more important in real-world crime, as well as cybercrime. It can decrypt passwords and analyze a computer’s Internet activity, as well as data stored in the computer.

It also eliminates the need to seize a computer itself, which typically involves disconnecting from a network, turning off the power and potentially losing data. Instead, the investigator can scan for evidence on site.

More than 2,000 officers in 15 countries, including Poland, the Philippines, Germany, New Zealand and the United States, are using the device, which Microsoft provides free.

“These are things that we invest substantial resources in, but not from the perspective of selling to make money,” Smith said in an interview. “We’re doing this to help ensure that the Internet stays safe.”

Law-enforcement officials from agencies in 35 countries are in Redmond this week to talk about how technology can help fight crime. Microsoft held a similar event in 2006. Discussions there led to the creation of COFEE.

Smith compared the Internet of today to London and other Industrial Revolution cities in the early 1800s. As people flocked from small communities where everyone knew each other, an anonymity emerged in the cities and a rise in crime followed…“

Wie oben gesehen, ist COFEE auch in Deutschland kein Fremdwort. Da werden Willkür und Generalverdacht weiter augmentiert und die Zukunft: ja, sie wird schön, weil sicher und unkriminell.

About The Author

3 Responses

  1. dzd3

    “… und die Zukunft: ja, sie wird schön, weil sicher und unkriminell. ”

    Ich sage Amen :-D :-)

    dzd3

  2. Chesster

    Also ich finde den artikel geradezu erschreckened:

    Ich kenn mich zwar nicht im programmieren aus aber:
    Wäre es möglich, das ms uns alle jetzt schon ausspioniert? könnte ja sein das die ein versteckes tool zur unbemerkten transmission eingebaut haben. nicht unbedingt von anfang an, aber in nem neueren ( also nicht win95 oder so). Überlegt doch mal : 95 Prozent aller PC Laufen mit windoof, was wäre für ms lukrativer als von jeder IP ein profil zu besitzen. Gerader in der heutigen zeit, wo persönliche daten zu einer goldgrube werden können. – stichwort personalisierte werbung…… etc.

    Was ist ]DAS ziel von Microsoft?
    Ich frage mich wirklich was bei denen los ist!!! Oder glaubt ihr, das es für ms so ein großes problem sein kann ein (fehlerfrei) funktionierendes betriebssystem zu entwickeln – ich nicht. (ms ist eig. echt gut- in dem was sie tun – wenn sie wollen ;-)

    Und Überhaupt: Wer war eigentlich so blöd das zu zulassen?

    Fakten:

    – Ein sofware riese programmiert ein betriebssystem
    – Dieses bs wird von 95% der user benutzt
    – Der Software riese entwickelt ein gerät um die kompletten 95% unbemerkt ausspionieren zu können
    – Und Plaziert dieses gerät in regierungsbehörden von 15 Ländern.

    Denkt euch den rest………

    Greetz

  3. Rapid I Movements

    Ääääähm,

    Chesster, es tut mir ja (fast[aber eben nur fast]) leid, dir das jetzt mal in aller Deutlichkeit sagen zu müssen, aber Du bist ein Verschwörungs-Paranoiker.
    Macht aber nix.
    Das ist nämlich heilbar.
    Dazu braucht’s nicht einmal die Unterstützung der Krankenkasse. Ein wenig deduktives Denken und ein Stapel Informationen tun es da meistens schon. Es würde mich z. B. ja brennend interessieren, welcher Quelle Du die 95% Windows-User entnimmst.

    Außerdem solltest Du wirklich mal mit jemandem sprechen, der über den entsprechenden fachlichen Background verfügt. Der würde dir dann sagen, daß man bei den ganzen DynIP-Pools der Zugangsprovider gar keine IP-basierten Profile haben möchte. Wäre nämlich informationsgehaltstechnisch gar nicht so nahrhaft.
    Obwohl ich verstehe, was Du damit *meinst* verstehe ich dich gerade absichtlich falsch, weil Du etwas sinnfreies *sagst*.

    Und frage mal einen Fachinformatiker, wie fluffig es ist, ein fehlerfreis BS zu schreiben…

    Auch wenn die beschriebene M$-Aktion absolut Schäuble ist (ich fühle mich heute so Brandenburg), ist es doch der alltägliche – dem Erhalt des Status Quo geschuldete – Wahnwitz. Werde aktiv, aber mach doch nicht dich und andere Hunde in der Pfanne verrückt.

    Insofern verabschiede ich mich mit einer an dich gerichteten Abwandlung deines Schlußwortes:

    Denk doch mal nach