Nur Deutschland hinkt hinterher

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Eigentlich ein Grund zum Jubeln. Der digitale Download-Markt ist laut der IFPI im letzten Jahr auf satte 2 Milliarden Dollar Umsatz gestiegen und hat sich gegenüber 2005 verdoppelt. (Mehr als die Hälfte davon müssten demzufolge allein im iTunes Store verdient worden sein, obwohl insgesamt 500 Stores in die Wertung eingeflossen sind). Da der digitale Musikmarkt 10% des Gesamtmarkts ausmacht, düfte Apple somit immerhin 5% des gesamten Musikmarktes bestreiten.

Single-Downloads hatten allein schon eine Steigerung von 89% zu verzeichnen. Nur in Deutschland will das irgendwie nicht so Recht laufen. Hier sind es nur knapp 20% Wachstum. (Wobei, zugegeben, die Deutschen im europäischen Vergleich überraschend gerne Alben kaufen). Die Aussage, dass der digitale Verkauf den Verlust letztendlich immer noch nicht ausgleicht gilt ja bei Single-Downloads schon eine Weile nicht mehr. In Amerika ist er mit ca. 570 Millionen Dollar allein 2006 tatsächlich sogar grösser als die gesamten CD-Single Verkäufe der USA dieses Jahrhunderts (Wer vergleichen will, hier sind US-Statistiken der letzten 10 Jahre).

Im Piraterie Spotlight dieses Jahr übrigens die Stream-Ripper. (Pfui.)
Hier der komplette Report (PDF)

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2 Responses

  1. pac

    So wie ich das sehe geht der Trend eher dahin, schwerer überwachbare p2p Netze zu nutzen oder sich gleich 250 GB Platten gegenseitig zu schicken, ein “weniger” oder “mehr” kann ich da wirklich nirgends ausmachen. Laurent Garnier : “Greed” “…I grab all I can!!! ”
    Bei electronic music kann man dann noch unterscheiden zwischen Leuten die früher Platten gekauft haben und jetzt nur noch tracks kopieren (also echte Piraten) und Leuten die früher Tapes gesammelt haben und jetzt sets ziehen (das ist nachvollziehbar, weil man durch “normale Medien” wie Radio eben kein entsprechendes Angebot bekommt)

  2. rob

    lol, dieser kommentar ist das beste beispiel warum deutschland nur 20% hatte!