Was unter dem Baum fehlt.

Das Jahr endet mit einem großen “You”, wie in “YouTube”. Nicht nur für das Time Magazine (“Du bist ein iMac”). Videoseiten wie YouTube waren das sensationshungrigste Medium des Jahres. Vom Amoklauf über neue Filmideen, von der Konvergenz großer Fernsehsender mit Videoseiten bis hin zum grössten IT-Kauf des Jahres zeigte sich sowohl auf Inhalts- als auch auf Wirtschaftsebene kaum ein Thema im Netz so news-profitabel wie “user generated Video”. Und jetzt steigt sogar die Polizei ein, und nutzt YouTube als investigatives Tool. Irgendwie vermute ich sogar, dass auf erstaunlich vielen Wunschzetteln für Weihnachten dieses Jahr steht: Mami, ich möchte ein YouTube. Man muss auf dem Schulhof einfach konkurrenzfähig bleiben. Leistung, das ist doch nach wie vor die Deutsche Leittugend.

Die blamabelste Unterlassung des Jahres dürfte folglich wohl auch sein, dass es nicht ein dezidiertes YouTube Handy (mit YouTube Flatrate-Vertrag) gab. Egal ob Google wirklich an einem eigenen Handy bastelt oder nicht, oder ob Google vielleicht (Eric Schmidt sitzt doch bei Apple im Aufsichtsrat) mit Apple ein Handy macht, das YouTube Handy ist ebenso wie das iPhone längst eine Marke noch bevor es erfunden wurde. Die Gesetze von Angebot und Nachfrage sind irgendwie ausser Rand und Band.

About The Author

Schreibmaschine. Tippse. Reviewweltmeister und so Dinge.

2 Responses

  1. mercedes

    du hast recht, jetzt fällt mir das auch auf. das stimmt, mit den marken. aber wer ist eric schmidt nochmal?