Neuer Wettbewerb für europäischen Mode-Nachwuchs in Berlin

Berlin ist ein Magnet. Aber (immer noch) kaum für das Establishment mit schweinslederner Börse. Der Versuch der international agierenden Mode- und Veranstaltungs-Agentur IMG, der Berlin Fashion Week über große, eingeführte Namen wie Strenesse oder Vivienne Westwood ein Profil zu geben, muss deshalb am Geist der Stadt vorbeigehen (obwohl die Stimmung bei der letzten Fashion Week im Juli das Programm weit übertrumpfte).
Berlin ist ein Magnet für die Jugend der Welt. Eine Binsenweisheit, aber so ist es nun mal. Da liegt es aus Modeperspektive nah, dem internationalen Designer-Nachwuchs genau hier eine Plattform zu geben. ”createurope: The Fashion Academy Award“ ist deshalb eine der Initiativen, bei denen man sich fragt, warum es sie nicht schon immer gibt.


(Die Finalisten des Fashion Academy Awards (Foto: Nicolas Knebel))

Das Goethe Institut hat mit Beratung von den Fashion Patrons, gesponsert von Quelle und unter der Schirmherrschaft von Joop!-Kreativdirektor Dirk Schönberger einen Wettbewerb für Modestudenten und junge Modedesigner aus ganz Europa ausgerufen. Die Teilnahme-Bedingungen wurden gezielt niedrig gehalten, um Kreativität statt Bürokratie zu fördern. Aus über 1.000 Einsendungen hat eine Fachjury 29 Finalisten zu einer Abschlussmodenschau nach Berlin eingeladen, auf der die 4 Hauptgewinner gekürt wurden. Den Gewinnern werden Ateliers für ein ganzes oder ein halbes Jahr zur Verfügung gestellt und sie erhalten fachliche und materielle Unterstützung.


(Best Upcoming Designer: Agne Kuzmickaite aus Litauen (Foto: Nicolas Knebel))

Alle genauen Angaben findet ihr unter http://www.createuope.com. Dort könnt ihr euch auch über die Teilnahme für 2009 informieren. Der Wettbewerb wird einen Schwerpunkt auf Afrika setzen.

Die Abschlussshow vom 18.10.2008 im Radialsystem ist auf hobnox archiviert.

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