808 und 303 und Bollywood machen auch ein Acid.

Danke an Booty Carrell für den Videohinweis: Acid, das war uns auch neu, wurde nicht etwa Mitte der Achtziger in Chicago entwickelt, sondern Anfang der Achtziger in Indien. Charanjit Singh, ein indischer Session-Musiker für Bollywood-Soundtracks, hatte 1982 mit “Synthesizing: Ten Ragas to a Disco Beat” indische Ragas und Disco zusammengebracht und dabei aus Versehen Acid House erfunden.

“Synthesizing” wurde 2010 neu aufgelegt, 2011 besuchte der Guardian Singh in seiner Wohnung in England und sprach mit ihm über damals und jetzt buddelt Sebastian Reier aka Booty Carell auch noch ein Videoclip von 1983/1984 aus, in dem noch ein Bollywood-Musiker Acid-Einflüsse in die indische Disco-Musik bringt, bevor in Amerika und Europa die 303en zwitscherten.

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8 Responses

  1. fucktard

    Das ist natürlich schon ein bisschen quatsch. Weil diejenigen die Mitte der 80er in Chicago die Musik spielten Charanjit Singhs Tracks nicht kannten. Klar war er zuerst da, aber das macht ihn jetzt nicht zum ‘Godfather of Acid’ bzw. Acid etwas irgendwie ‘indisches’, auch wenn es in den den Ideen Überschneidungen gibt. Vielleicht ist es angesichts der technischen Bedingungen eine notwendige Bedingung gewesen? Denkt mal drüber nach.

  2. Gubi Mann

    Hier gibts die echten Sachen: Über 600 der besten Acid-Tracks ever. Wird regelmässig geupdated, kollaborative Playlist, legal und kostenlos auf Spotify: http://open.spotify.com/user/1125148690/playlist/6jMK2RyJ0NbNZImOs1KV7J Das Album von Guardian Singh hat auch mal jemand darin gepostet, aber ich habe sie (ohne den hier beschriebenen Hintergrund zu kennen) wieder gelöscht, weil die Tracks einfach musikalisch so schlecht waren.

    :-D