Unsere Platte des Tages

Es gibt wohl nur ein Problem, vor das Tim und Nick Moore ihre Hörer als Discreet Unit mit „Shake Your Body Down“ stellen: Nämlich die Wahl des persönlichen Favoriten unter den beiden Tracks.

Der titelgebende fühlt sich nach einer Fahrt entlang dem Detroit River in der Nacht, oder vielleicht dem frühen Morgen, wie man sie sich vorstellt an: klar, leicht und irgendwie überraschend warm. Zudem überaus rhythmisch, sogar für House – da wachsen dem imaginären Auto schnell zwei Triebwerke und man ist unterwegs wie Batman im Urlaub.

Die Dienstversion desselben Superhelden gibt es auf der B-Seite zu hören: „Twilight“ (wie passend!) trifft tatsächlich ziemlich genau meine Vorstellung von vertonten Comics. Düsterer als „Shake Your Body Down“ und vielleicht auch etwas leichter zu greifen erscheint der zweite Track wie ein nächtlicher Streifzug durch Gotham City, vielleicht auch ein Tauchgang mit James Bond. So ist dann auch fast überflüssig, zu erwähnen, wie deep das geht.

Zwei vollkommen unterschiedliche Tracks also, die doch ohne weiteres einander zugeordnet werden können, und beide hörbar liebevoll produzierte Hits, fast gänzlich ohne Vocals, auf einer Single – das muss man erst mal schaffen.

Discreet Unit – Shake Your Body Down (Prime Numbers, 2010)

http://www.youtube.com/watch?v=IhIUoeVdlKk

One Response