Die legale Wiederkehr von Napster


Während die RIAA mehr oder weniger erfolgreich Jagd auf Sauger macht, und mit Haloween-Partys, die nur mit getauschter Musik bespielt werden sollen, immer vielseitigeren Widerstand auf sich zieht, wächst der Kreis der kommerziellen Musikdienste stetig weiter. Apple hat’s mit iTunes vorgemacht (und bereits 10 Millionen Songs verkauft), T-Online und Dell tun es, jetzt steigt auch Roxio mit ins Boot der Musikanbieter. Die Firma, deren Namen man ja sonst eher in Verbindung mit diversen Brennprogrammen kennt, hat sich schon letztes Jahr für 5 Millionen Dollar den Markennamen Napster gesichert, und startet morgen die Testphase ihres Bezahldienstes, der wie iTunes erstmal auf Amerika beschränkt ist, unter dem Namen Napster 2.0 laufen soll und dann im Dezember ganz groß und offiziell an den Start geht. Über eine halbe Million Titel der fünf großen Musikkonzerne plus Tracks unzähliger Indies sollen zum kostenpflichtigen Download angeboten werden, geschützt durch Digital Rights Management und in zwei Varianten: einmal “a la carte” für etwa 1 Dollar pro Track, den man dann auch brennen und auf eigens (von Samsung) kreierte tragbare Player aufspielen kann und einmal als Flatrate, mit monatlichem Pauschalbetrag, wobei das Brennen dann wohl extra kostet. Dazu gibt’s spezielle Tarife für Benutzer der Microsofts Media-Center-PCs und so soll sich Napster 2.0 dann auch per Fernbedienung steuern lassen. Musik-Downloads für Couch Potatoes. Man darf gespannt sein, ob das reicht um sich im wachsenden Kreis der Musikdienste durchzusetzen und das mit dem Namen, der mehr als jeder andere für das illegale Saugen stand. Ach ja, wer will kann sich auf der Napster-Site die Wartezeit bis zum außeramerikanische iTunes-Start mit bunten Filmchen vertreiben, und sich nebenbei das Online-Musik-Biz erklären lassen.
http://www.napster.com

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Kevin Mitnick darf wieder ins Netz!

Ehemaliger Terminal Enemy No.1 der USA, Kevin Mitnick, darf ab heute wieder ins Netz. Und da wollen wir nicht hinten anstehen um ihm zu gratulieren. Schließlich sagt es seine Website ziemlich präzise: “To the extent that Kevin is a “hacker” he must be considered a purist. The simple truth is that Kevin never sought monetary gain from his hacking, though it could have proven extremely profitable. Nor did he hack with the malicious intent to damage or destroy other people’s property. Rather, Kevin pursued his hacking as a means of satisfying his intellectual curiosity and applying Yankee ingenuity. These attributes are more frequently promoted rather than punished by society.” Also….Terminals anwerfen und viel Spaß.
http://www.kevinmitnick.com/home.html

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