Unsere Platte des Tages

obliq

Manchmal sind es die kleinen Dinge, denen man besonders gut zuhören muss. Obliq zum Beispiel ist als Label nach einem kurzen Peak völlig in der Versenkung verschwunden, der glitzernde Staub, der die Releases der US-Amerikaner schon immer bedeckte, hat sie rabiat zugeschüttet. Das macht die Platten von Multicast und den anderen wenigen Künstlern des Labels fast schon zu musealen Notwendigkeiten. Und das, obwohl die Musik nichts von ihrer Faszination verloren hat. Kleinode einer Weltsicht durch Elektronika. Sanft und verdreht und immer etwas Besonderes. Und wenn die Tracks besonders still waren, musste eben die Verpackung herhalten. Nicht zur Kompensation, sondern eher, um dem Unternehmen noch eins draufzusetzen. Diese 7″ hier zum Beispiel, verpackt in eine alte Diskette. Dieser Geist ist mittlerweile völlig verloren gegangen. Die einzigen, die damals angemessen auf Multicast aufmerksam wurden, waren Kanzleramt mit ihrem Elektronika-Label k2O. Da waren die Importe aber auch schon alle ausverkauft.

2 Responses

  1. Ralphi

    musste ich gleich mal hervorholen, und tatsächlich: das cover ist killer. waren im hardwax ebenso schnell ausverkauft – die musik zeitlos! save the vinyl!