Grelle Forelle im Wahlschock setzt FPÖ-Wähler vor die Tür

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Vor ein paar Tagen war auch in Österreich Wahl. Anders als bei uns ist die große Koalition (aus SPÖ und ÖVP) dort gerade mal noch mehrheitsfähig. Das Problem. Die FPÖ robbt gefährlich nahe ran und hat satte 21,4% geholt. Stellt euch vor die AfD hätte hierzulande so ein Ergebnis geholt und ihr wisst wie sich der normale Österreicher fühlen muss.

Keine Frage, da muss man reagieren. Einer der Macher der Grellen Forelle tat das und sehr klar und als erster. Mit einem Post zu den Wahlergebnissen, noch völlig unter Schock, haben sie sich deutlich positioniert und wir sind ihnen dankbar.

Keine Frage, das gab einen Shitstorm. Der Liebe und des Hasses von den Rechten. In den Kommentaren überschlagen sich erst die Herzchen, dann kamen die FPÖ-Wähler und lieferten ihren Blödsinn ab. Und seitdem steht der Club unter Rechtfertigungszwang. Aber warum? Denn eine Partei, die von Haider bis Strache nicht nur als Auffangbecken von Rechtsradikalen gilt, gelegentlich mal den Holocaust leugnet, mit Heil-Grüßen nicht spart und vor allem ein Ziel hat, Stimmung gegen “asoziale” Ausländer zu machen und jegliche Diversität einzuebnen zugunsten einer reinen österreichischen Volksseele, hat in der Clubkultur nichts zu suchen. Das schliesst sich wie von selbst aus.

Wenn sich der Hate-Mob legt, dürfte aber klar sein, dass FPÖ-Wähler in einem Club wie der Grellen Forelle und anderen (das Crazy z.B. hat sich genau so geäussert), eh nichts zu suchen haben. Und da logischerweise nicht zu befürchten ist, dass am Eingang jetzt Parteibücher kontrolliert werden, sondern das ganze als schlichte aber sehr direkte Aufforderung gemeint ist, sich doch bitte einen anderen Ort als die Clubkultur für die Verbreitung von Hass zu suchen, hoffen wir, dass sich einer “Allianz gegen Rechts” in der österreichischen Clubkultur noch viel mehr Clubs anschliessen werden.

In dem Sinne: Spread the love.

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