Ist es nicht wundervoll, dieses Internet?

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The Vinyl Project heißt die Aktion, mit der Universal nach dem Kickstarter-Prinzip die benötigten Produktionskosten für Vinyl-Reissues von “raren und nicht mehr erhältlichen Titeln” einsammeln will, bevor die Presswerke ihre Arbeit aufnehmen. Alben von Björk, Pulp, Elton John oder auch Def Leppard standen auf einer ersten Shortlist der möglichen Titel, die von Universal mittlerweile aber wieder zurückgezogen wurde. interessenten sollen ihre E-Mail hinterlassen, um über den Start der Aktion informiert zu werden.

Crowdfunding für die kostenintensive Vinylproduktion zu nutzen, ist nichts Neues und wird auch von soliden Indies wie Ninja Tune seit geraumer Zeit genutzt. Bei Universal muss jedoch die Frage erlaubt sein, warum es dem Controlling des Medien-Giganten offenbar nicht möglich ist, Verkaufszahlen aus der digitalen Gegenwart auf die anvisierte analoge Zukunft zu übertragen. Risikominimierung nennt man das wohl. Die gleiche Risikominimierung führte bei der Umstellung auf die CD zur Verschrottung und zum Verkauf der Vinyl-Infrastruktur der Majors und ist dafür verantwortlich, dass Universal und Co. heute die gleichen Vinyl-Manufakturen nutzen wie Deephouse-Labels mit einer durchschnittlichen 200er-Auflage. Nice one.

Käufer der Nachpressungen sollen, wenn das Projekt wirklich erfolgreich startet, mit Download-Codes und zu den Releases passenden Postern etc. versorgt werden.

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