Channel.com verspricht es billig.


Wer unsere letzte News zu den rasanten Albenverkäufen in England letztes Jahr gelesen hat, der weiss ja schon, dass billige CDs ein Problem sein können. Nun, wie kämpft man am besten gegen dieses Problem? Man macht CDs einfach noch billiger scheint sich Universal in England zu denken, und damit haben sie irgendwie auch recht. Nachdem man sich lange Zeit ja von Major-Seite aus zurückgehalten hat den Shops die die eigenen Produkte verkaufen mit eigenen Online-Shops Konkurrenz zu machen, geht Universal in die vollen mit Channel.com und verspricht jede CD für höchsten 8.99 Pfund zu verkaufen. Der Durchschnittspreis in England liegt, wir erinnern kurz, bei £9.79. Die CDs die man in der mageren Vorschau sehen kann, gibt es bei Amazon.co.uk allerdings alle 50Pence billiger. Anstatt also wieder zurückzukehren zu teureren CD Preisen und so mehr Geld einzunehmen unterläuft man einfach die bestehenden Distributionsstrukturen mit “Billigangeboten”, die sich trotzdem rechnen, weil die Einzelhandelsmarge in die eigene Tasche fliesst. Nicht dass wir uns falsch verstehen, dieser Schritt macht nicht nur Sinn, sondern ist längst überfällig, schade nur, dass man die Webseite von Channel.com erst dann ansehen kann, wenn man eine CD oder eine DVD gekauft hat und sich scheinbar gleich verpflichten muss mindestens 3 pro Jahr zu kaufen. Eine höchst merkwürdige Idee (Buchclub ruft), die den Leuten bei Channel.com jeder halbwegs vernünftige Usability Experte bestimmt im nu ausgeredet hätte. Das ganze gilt nur in UK. Ach, und die “Terms & Conditions” die man unterschreiben muss, beinhalten dann auch so Dinge wie eine nicht näher definierte “Opening Offer” die man innerhalb von 10 Tagen zurückschicken muss (Porto dafür bezahlt man selber), sonst muss man es bezahlen. Hm. Ein Promotiontool?
http://www.channel.com

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Elektronische Lebensaspekte.